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Silke Güttler, Leitung Corporate Communications
Telefon +49 69 7171333-161
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berufundfamilie Service GmbH
Hochstraße 49, 60313 Frankfurt am Main


 

Hier finden Sie eine chronologische Auflistung unserer Meldungen an die Medien.

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Die Debatten um ein faires Führungsverhalten und faire Vereinbarkeitsangebote haben an Hochschulen zwar während der Coronapandemie zugenommen, die systematische Gestaltung familiengerechter Arbeits-, Forschungs- und Studienbedingungen wirkt den Diskussionen aber erfolgreich entgegen. Das ist eins der zentralen Ergebnisse der Befragung von 22 Hochschulen, die aktuell das Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule tragen.

In der von Juli bis August 2022 online von der berufundfamilie Service GmbH durchgeführten Umfrage „Familien-gerecht? – Moderne Studien- und Arbeitsbedingungen auf dem Fairness-Prüfstand“ gaben rund 70 Prozent an, dass Fairness- bzw. Gerechtigkeitsdebatten während der Coronapandemie an ihrer Hochschule häufiger aufgetreten sind – bei 9,1 Prozent haben sie sogar stark zugenommen. Bei 31,8 Prozent der Hochschulen sind die Fairnessdebatten stark ausgeprägt, bei 59,1 Prozent sind sie teilweise und bei 9,1 Prozent wenig ausgeprägt.

Fairnessdebatten bestehen insbesondere zwischen Beschäftigten des wissenschaftlichen und des technisch-administrativen Bereichs: Bei 45,5 Prozent geht es um die unterschiedliche Anzahl der angebotenen Vereinbarkeitsmaßnahmen bei diesen Mitarbeitendengruppen. Diese ist im wissenschaftlichen Bereich oft geringer. Bei vier von zehn Hochschulen (40,9 Prozent) sind unter technisch-administrativen und wissenschaftlichen Mitarbeitenden Debatten hinsichtlich des gleichberechtigten Zugangs zu den Vereinbarkeitsangeboten vorhanden und bei 22,7 Prozent ist zwischen diesen Beschäftigtenbereichen die Qualität der Vereinbarkeitsangebote ein Diskussionspunkt.

31,8 Prozent der Hochschulen stellen Fairnessdebatten bzgl. der Vereinbarkeitsangebote zwischen Beschäftigten und Studierenden fest – sowohl was deren Anzahl als auch den gleichberechtigten Zugang zu ihnen und deren Qualität angeht.

Inhaltlich geht es bei den Fairnessfragen vor allem um die Performance der Führung – 63,6 Prozent berichten davon. Bei 59,1 Prozent der Hochschulen machen sich die Fairnessdebatten am personalpolitischen Handlungsfeld Arbeits-, Forschungs- und Studienort fest. Ebenfalls sechs von zehn Hochschulen (59,1 Prozent) haben die Befristung von Verträgen im wissenschaftlichen Bereich zum Thema. Bei 54,5 Prozent der Hochschulen entfachen sich Fairnessdebatten an der Arbeits-, Forschungs- und Studienzeit. An 45,5 Prozent beziehen sich die Gerechtigkeitsfragen auf das Handlungsfeld Arbeits-, Forschungs- und Studienorganisation. Weitere Themen bzw. Handlungsfelder, in denen eine faire Behandlung diskutiert wird, sind: Gleichstellung der Geschlechter (36,4 Prozent), Information und Kommunikation (31,8 Prozent), Service für Familien (31,8 Prozent), Personalentwicklung und wissenschaftliche Qualifizierung (22,7 Prozent) sowie Entgeltbestandteile, geldwerte Leistungen und Studienfinanzierung (22,7 Prozent).

Vereinbarkeitspolitik denkt fair

Auf der Suche nach probaten Strategien, Fairnessfragen zu dezimieren, zeigt eine strategische Vereinbarkeitspolitik großes Potenzial: Für nahezu acht von zehn Hochschulen (81,1 Prozent) besteht eine starke oder sehr starke Verbindung zwischen Fairness und familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen. Zudem sagen sechs von zehn Hochschulen (59,1 Prozent), dass ihre Vereinbarkeitspolitik zur Verringerung von Fairnessdebatten wichtig sein, 40,9 Prozent halten sie sogar für sehr wichtig. Keine der Hochschulen sieht ihr Vereinbarkeitsengagement als weniger wichtig oder etwa absolut irrelevant an, wenn es darum geht, Fairnessdebatten zu verringern.

Entsprechend nutzen die nach dem audit familiengerechte hochschule zertifizierten Organisationen ihre Vereinbarkeitspolitik auch, um Fairnessdebatten gezielt zu begegnen. Zu den konkreten Maßnahmen zählen bei 90,9 Prozent beispielsweise die Förderung der Geschlechtergleichbehandlung, z.B. im Rahmen von Professor*innenprogrammen, durch einen Karriereservice für Frauen*, einen Gleichstellungsplan, Fördermittel für Frauen und Geschlechterforschung. Jeweils 77,3 Prozent der Hochschulen haben ein Gleichstellungsbüro bzw. ein Familienbüro, dessen Arbeit sie im Sinne des fairen Miteinanders einsetzen. Acht von zehn Hochschulen (81,8 Prozent) setzen auf die Sensibilisierung der Führungskräfte und Lehrenden im Hinblick auf unterschiedliche Vereinbarkeitsbedarfe der diversen Statusgruppen.

Zu den auf bestimmte Statusgruppen zugeschnittenen Angeboten gehört der Nachteilsausgleich für Studierende mit Sorgeaufgaben (bei 90,9 Prozent). Ebenfalls an 63,6 Prozent der Hochschulen ist ein Teilzeitstudium möglich. 59,1 Prozent bieten Blended Learning.

Für Beschäftigte im technisch-administrativen Bereich wurden an 63,6 Prozent der Hochschulen Regelungen zur flexiblen Wahl des Arbeitsorts etabliert, mit denen Transparenz und gleiche Bedingungen gewahrt werden.

45 Prozent der befragten Hochschulen haben eine Selbstverpflichtungserklärung zur Reduzierung von befristeten Arbeitsverträgen im wissenschaftlichen Bereich bzw. zum Angebot alternativer Stellenangebote etabliert.

Weitere 45 Prozent passen den Semesterbeginn an Ferienzeiten an. Vier von zehn Hochschulen (40,9 Prozent) unterbreiten Dual-Career-Angebote. Und fast ein Drittel (31,8 Prozent) hat klare Regelungen für längere Auszeiten bzw. Sabbaticals – etwa hinsichtlich Urlaubssemester oder Forschungszeit – erstellt.

Fair kommuniziert: Durchdringung und Passgenauigkeit zählt

Mit einer konsequenten und durchdringenden Information bzw. Kommunikation bilden Organisationen eine unerlässliche Grundlage für ein faires Miteinander – so auch die Hochschulen. Um sicher zu stellen, dass alle Statusgruppen erreicht werden, nutzen die Hochschulen vor allem Internetauftritt/e (95,5 Prozent). Das am zweithäufigsten genannte Kommunikationsangebot der Hochschulen sind mit 81,8 Prozent Infoveranstaltungen, gefolgt von Intranet sowie Gremienarbeit, die Beteiligung ermöglicht – mit jeweils 77,3 Prozent. 68,2 Prozent der Hochschulen informieren intensiv über Aktionstage zu ausgewählten Themen.

59,1 Prozent setzen Studierendenevaluationen zur Erfassung der Bedarfe und zur Kommunikation ein. 40,9 Prozent nutzen in der Kommunikation Befragungen zu unterschiedlichen Themen.

54,5 Prozent der Hochschulen bieten Materialien, die über die Angebote bzgl. privater Aufgaben (Pflege, Elternschaft, Hobbies, Ehrenamt etc.) aufklären. 59,1 Prozent der Hochschulen erstellen Informationen, die speziell auf die Bedarfe der jeweiligen Statusgruppe (Beschäftigte im technisch-administrativen Bereich, Lehrende, Forschende, Studierende) zugeschnitten sind.


Zum aktuellen berufundfamilie Scout

Unter dem Dach berufundfamilie Scout führte die berufundfamilie Service GmbH vom 11.07.2022 bis 19.08.2022 die Online-Kurzumfrage „Familien-gerecht? – Moderne Studien- und Arbeitsbedingungen auf dem Fairness-Prüfstand durch. Vertreter*innen von 22 Hochschulen, die aktuell das Zertifikat zum audit familiengerechte hochschule tragen, nahmen teil. Bei gut 40 Prozent der befragten Hochschulen sind zwischen 501 und 1.500 Beschäftigte tätig. 31,8 Prozent haben zwischen 101 und 500 Mitarbeitende, 18,2 Prozent über 3.000 und 9,1 Prozent zwischen 1.501 und 3.000 Beschäftigte. Bei 40,9 Prozent der teilnehmenden Hochschulen sind bis 5.000 Studierende immatrikuliert. Jeweils 22,7 Prozent haben zwischen 5.001 und 10.000 bzw. über 20.000 Studierende. Bei 13,6 Prozent der Hochschulen sind zwischen 10.001 und 20.000 Studierende eingeschrieben.

Die Präsentation der Umfrageergebnisse ist (in Chartform) abrufbar hier auf der berufundfamilie-Website.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden rund 1.900 Organisationen mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

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  • Verlosung von 20 Freikarten

98,5 % der von der berufundfamilie Service GmbH auditierten Organisationen zeigten sich bereits zu Anfang der Coronapandemie davon überzeugt, dass sich ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik als Mittel des Risikomanagements bewährt. Auch die Auditierungszahlen der Krisenjahre untermauern, dass Arbeitgeber eine strategische betriebliche Steuerung von Vereinbarkeitsfragen als essenziell für ihre Funktionsfähigkeit erkennen: Über 730 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen ließen sich nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifizieren. Darunter sind mehr als 80 Arbeitgeber, die das Managementinstrument zum Auf- und Ausbau ihrer Vereinbarkeitspolitik zum ersten Mal nutzten.

Mit den aktuellen Erfahrungen aus der Krise und nahezu 25 Jahren Know-how in der Gestaltung familien- und lebensphasenbewusster Arbeits- und Studienbedingungen im Gepäck, präsentiert sich die berufundfamilie Service GmbH auf der Zukunft Personal Europe 2022. Vom 13. bis 15. September 2022 können sich Vertreter*innen von Unternehmen, Institutionen und Hochschulen zur systematischen Gestaltung der Work-Life-Balance in Halle 4.1, Stand J.25, Bereich „Recruiting & Attraction“, beraten lassen. Anlässlich des Jahresmottos „miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“ sind auch Fragen zu Gesundheitsmanagement, Fairness und Kooperationen willkommen, die im Zusammenhang mit der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben stehen. Außerdem können sich die Besucher*innen von Karikaturist Tuncay Erol direkt am Stand zeichnen lassen und ihr Porträt in DIN A-6, inklusive Lanyard zum Umhängen, gleich mitnehmen.

Die berufundfamilie verlost 20 Freikarten-Voucher für die Zukunft Personal Europe 2022 (Messe Köln) an vereinbarkeitsinteressierte Organisationsvertreter*innen. Zur Teilnahme ist folgende Frage zu beantworten: „Wie viel Prozent der Beschäftigten ist es wichtig, dass Teilzeitbeschäftigte keine nachteiligen Arbeitsbedingungen erfahren?“ Die Antwort, die Teil der Erstergebnisse der aktuellen Forschungsstudie „Faire Arbeitswelt“ ist, ist auf der berufundfamilie-Website zu finden: https://bit.ly/2YLMZhb. Die Lösung ist per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Betreff „Gewinnspiel ZPE2022-Freiticket“, zu senden. Zudem wird um die Angabe des Vor- und Nachnamens, den Namen der Organisation, die berufliche Funktion bzw. Position sowie die berufliche E-Mail-Adresse gebeten. Teilnahmeschluss ist am 31. August 2022.

Erfahren können Interessierte die Antwort auf die Gewinnspielfrage auch in dem remote café „Faire Arbeitswelt“, das am 26. August 2022 (11.00 – 12.00 Uhr) stattfindet. In der kostenfreien Online-Veranstaltung stellt Studienleiterin Dr. Brigitte Waffenschmidt von der iba – Internationale Berufsakademie (Nürnberg) die in Kooperation mit der berufundfamilie durchgeführte Beschäftigtenbefragung und erste Erkenntnisse vor. Weitere Informationen zu Inhalten und Anmeldung: https://bit.ly/3dlxeJC.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden rund 1.900 Organisationen mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

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  • Studie legt Diskrepanzen zwischen Fairness-Empfinden von Beschäftigten und organisationalen Gegebenheiten in mehreren personalpolitischen Handlungsfeldern offen

Arbeitgeber müssen zur besseren Bindung ihrer Beschäftigten stärker in Fairnessdimensionen denken – und das in verschiedenen personalpolitischen Handlungsfeldern wie z.B. Arbeitsbedingungen, Führung sowie Information und Kommunikation. Zu diesem Schluss kommen die iba – Internationale Berufsakademie in Nürnberg und die berufundfamilie Service GmbH nach dem Erstscreening ihrer gemeinsamen Forschungsstudie „Faire Arbeitswelt“. Um herauszufinden, was Beschäftigte im beruflichen Kontext als fair empfinden und inwieweit ihre Arbeitgeber den Vorstellungen gerecht werden, wurden von Ende Mai bis Anfang Juni 2022 rund 1.500 Arbeitnehmende von Institutionen und Unternehmen befragt, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie tragen. Erste ableitbare Indikatoren zeigen, dass in zahlreichen Bereichen Lücken zwischen den von Beschäftigten als wichtig erachteten Fairnessaspekten und deren Umsetzung im betrieblichen Alltag klaffen.

Fairness – Mehr Wunsch als Wirklichkeit?

Auffällige Diskrepanzen zeigen sich u.a. teilweise bei der Betrachtung der Arbeitsbedingungen. 62 Prozent der Befragten finden es beispielsweise wichtig, dass hier keine Nachteile für Teilzeitkräfte bestehen. Allerdings sagen nur 33 Prozent, dass dies auch in ihrer Organisation der Fall ist. Ähnlich groß zeigt sich die Diskrepanz beim Blick auf die Arbeitsumgebung. Während 86 Prozent der Beschäftigten es wichtig finden, dass diese modern und technisch auf dem neusten Stand ist, geben nur 45 Prozent an, dass sie diesen Zustand in ihrer Organisation vorfinden. Hingegen scheint es bezüglich der personellen Abdeckung von Kernarbeitszeiten ein stimmiges Bild zwischen Erwartungen und Umsetzung zu geben: 76 Prozent der Beschäftigten legen Wert darauf, dass die Kernarbeitszeiten personell – auch im Wechsel der Kolleg*innen – abgedeckt werden. Dies trifft laut Teilnehmende auf 72 Prozent der Organisationen zu.

Die Befragung macht deutlich, wie hoch der Fairnessanspruch an Führungskräfte ist und inwieweit Mitarbeitende diesen erfüllt sehen. So ist es 95 Prozent der Arbeitnehmenden wichtig, von Führungskräften in Entscheidungen, die ihr Aufgabengebiet betreffen, eingebunden zu werden. Hingegen geben nur 57 Prozent an, dass dies in ihrer Organisation auch so stattfindet. Ebenfalls für 95 Prozent der Beschäftigten ist es essenziell, dass die Ziele für ihr Aufgabengebiet klar formuliert sind. Auch hier sind es lediglich 57 Prozent, die meinen, dass diese Klarheit in ihrem Betrieb vorzufinden ist. Fair geht es in den Augen der großen Mehrheit der Beschäftigten – nämlich 93 Prozent – zudem zu, wenn die Arbeit gerecht bewertet wird. Jedoch meinen nur 55 Prozent eine gerechte Bewertung zu bekommen. 

52 Prozent der Beschäftigten legen besonderen Wert auf transparente, vollständige und regelmäßige Information zu Organisationsentwicklungen. Lediglich 13 Prozent haben jedoch das Gefühl, diese in ihrer Organisation zu erhalten. Und während es 70 Prozent der Arbeitnehmenden sehr wichtig ist, auf Augenhöhe mit den Vorgesetzten kommunizieren zu können, sehen nur 35 Prozent das in ihrem Betrieb realisiert. Acht von zehn Beschäftigten (81 Prozent) bewerten außerdem eine wertschätzende und respektvolle Kommunikation auf Teamebene bzw. mit Kolleg*innen als sehr wichtig. Aber für nur 45 Prozent wird diese in ihrer Organisation praktiziert.

Fairnessdebatte als Teil der Organisationsentwicklung verstehen

Dr. Brigitte Waffenschmidt, die die Forschungsstudie an der iba leitet, erläutert: „Die Coronakrise hat die Arbeitswelt stark verändert. Die Gestaltung der Arbeitsbedingungen wird so stark hinterfragt wie noch nie. Wie werden Menschen zukünftig miteinander arbeiten? Wo werden sie arbeiten? All diese Fragen haben auch eine enorme Schubkraft auf die Fairnessdebatte innerhalb der Organisationen. Mit dieser Studie wollen wir zum einen die aktuelle Situation in den Organisationen aber auch die Erwartungen der Mitarbeitenden evaluieren, um anschließend Handlungsempfehlungen ableiten zu können.“

Silke Güttler, Leiterin Corporate Communications der berufundfamilie Service GmbH, ergänzt: „In der sich aktuell rasant verändernden Arbeitswelt müssen Regelwerke neu ausgestaltet werden: Vorgaben für Präsenzzeiten werden angepasst, Rahmenbedingungen für Home-Office-Tätigkeiten oder mobiles Arbeiten werden aktualisiert oder neu erarbeitet, usw. Diese Veränderungen bringen u.a. Fragen der gerechten Verteilung von Angeboten mit sich – wie z.B. auch Vereinbarkeitslösungen. Eine Neuausrichtung der Arbeitswelt ist somit auch an eine Fairnessdebatte geknüpft. Sie ist sogar ein wichtiger Teil der Organisationsentwicklung. Die ersten Ergebnisse unserer gemeinsamen Untersuchung mit der iba – Internationale Berufsakademie untermauern, dass Arbeitgeber diese mit ihren Beschäftigten intensiv und möglichst zielgerichtet entlang aller personalpolitischen Handlungsfelder führen müssen. Denn das subjektive Fairness-Empfinden ist ein zentraler Entscheidungsfaktor hinsichtlich der Loyalität von Beschäftigten gegenüber ihrem Arbeitgeber und ihrer Motivation im Job.“

Die Ergebnisse der Auswertung der Forschungsstudie „Faire Arbeitswelt“ – inklusive Korrelationen – werden voraussichtlich im Frühherbst 2022 vorgestellt.

Zur Forschungsstudie

Die Forschungsstudie „Faire Arbeitswelt“ ist ein Kooperationsprojekt der iba – Internationale Berufsakademie und der berufundfamilie Service GmbH. Für die Studie wurden die vier Fairnessdimensionen – informationale Fairness, interpersonale Fairness, prozedurale Fairness und distributive Fairness – mit fünf personalpolitischen Handlungsfeldern verknüpft: Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation sowie Führung. Diese Handlungsfelder zählen zu den acht Bereichen, entlang derer im audit berufundfamilie – dem strategischen Managementinstrument zur Gestaltung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik – individuelle Ziele und passgenaue Maßnahmen der Organisationen zur besseren Work-Life-Balance entwickelt werden. Aus dem Zusammenspiel der Fairnessdimensionen und der fünf ausgewählten Handlungsfelder wurde ein Fragebogen abgeleitet, mit dessen Hilfe erfasst werden sollte, welchen Fairnessdimensionen besondere Bedeutungen zukommen, in welchen Handlungsfeldern eine Fairnessdebatte gehäuft auftritt, welchen Teilbereichen innerhalb der Handlungsfelder besondere Bedeutungen zukommen und wo Erwartungshaltungen und tatsächliche Gegebenheiten innerhalb der Organisationen besonders weit auseinander liegen. Die Befragung erfolgte online zwischen dem 24.05. und 08.06.2022 und richtete sich an Beschäftigte von Institutionen und Unternehmen, die nach dem audit berufundfamilie zertifiziert sind. Nahezu 1.500 Beschäftigte nahmen teil. 30 Prozent der Teilnehmenden sind in Führungspositionen tätig. 78 Prozent der Befragten arbeiten in einer Institution, 22 Prozent in einem Unternehmen. 74 Prozent gehen einer Vollzeittätigkeit nach. Aus den Erkenntnissen möchten die berufundfamilie Service GmbH und die iba – Internationale Berufsakademie Handlungsempfehlungen für die Gestaltung fairer Arbeitsbedingungen ableiten.

Die iba | Internationale Berufsakademie ist Deutschlands größte staatlich anerkannte Berufsakademie. Als Tochtergesellschaft der F+U Unternehmensgruppe, ein Bildungsträger mit über 40 Jahren Erfahrung im Bildungssektor, elf Studienorten deutschlandweit, hochqualifiziertem Lehrpersonal und Professorinnen und Professoren, aktuellen Inhalten sowie einem umfassenden Praxispartnernetzwerk sind wir der ideale Bildungspartner für ein duales Bachelorstudium.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

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  • Virtuelle Ehrung mit Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB

„miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“ – dieses Jahresmotto der berufundfamilie Service GmbH war auch wegweisend für die 24. Zertifikatsfeier zum audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule, die heute als webbasierte Veranstaltung stattfand. Insgesamt 343 Arbeitgeber – 158 Unternehmen, 152 Institutionen und 33 Hochschulen –, die in den vorangegangenen zwölf Monaten erfolgreich die Auditierung zur strategischen (Weiter-) Entwicklung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik bzw. familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen durchlaufen hatten, wurden in dem Zertifikats-Online-Event geehrt.

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus, MdB und Schirmherrin des audits berufundfamilie: „Ohne Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten aktiv unterstützen, kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht gelingen. Mit dem audit berufundfamilie senden die Unternehmen an ihre Beschäftigten die klare Botschaft, dass sie sich systematisch und nachhaltig für eine familienbewusste Arbeitswelt bzw. für familiengerechte Studienbedingungen einsetzen. Hier wünsche ich mir noch viele weitere Unternehmen, die ihrer Verantwortung gerecht werden und Familienfreundlichkeit zum selbstverständlichen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur machen“, so die Bundesfamilienministerin.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, unterstrich anlässlich des Zertifikats-Online-Events: „Die Coronapandemie hat nochmals unser Bewusstsein dafür geschärft, wie sehr Entwicklung, Umsetzung und Nutzen von Vereinbarkeitsangeboten von dem Miteinander abhängig sind – dem Miteinander von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden sowie vor allem auch von Beschäftigten untereinander. Kurzum: Eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik braucht solidarisches Denken und Handeln. Gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit ermöglichen bzw. stärken tragfähige Vereinbarkeitslösungen und schaffen die Basis für ein faires und gesundes Betriebsklima – insbesondere in einer Zeit der Umbrüche. Das stellen auch die nach dem audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule zertifizierten Organisationen eindrucksvoll unter Beweis. Der mit 343 Zertifikatsempfängern besonders starke Jahrgang hat vor und in der Krise unzählige Ideen und Maßnahmen entwickelt, die unser Jahresmotto „miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“ absolut untermauern und zudem zukunftsweisend für die jeweilige Organisation und für die gesamte Arbeitswelt sind. Wir freuen uns daher nicht nur über das Erreichte, sondern auch auf das, was noch entsteht!“

Die aktuellen 343 Zertifikatsempfänger können auch im audit-Netzwerk, dem derzeit insgesamt rund 1.000 Organisationen angehörigen, vom Miteinander profitieren. Es bietet u.a. Plattformen für den Austausch von Praxisbeispielen und Fragestellungen.

Fakten zu den Zertifikatsempfängern 2021/2022

41 Organisationen erhielten erstmals das Zertifikat, das i.d.R. eine Laufzeit von drei Jahren hat. Sie stiegen im Laufe der vergangenen zwölf Monate in das strategische Managementinstrument audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule ein. 54 Organisationen ließen sich zum zweiten und 47 zum dritten Mal auditieren, um die Entwicklung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik systematisch voranzutreiben.

Für insgesamt 201 Organisationen war es mindestens die vierte Auszeichnung nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule. Sie erhielten bzw. sicherten sich damit das Zertifikat mit Prädikat, das Arbeitgebern zukommt, die sich mit dem audit langjährig (mindestens seit neun Jahren) für eine nachhaltige Vereinbarkeitspolitik engagieren. Das vierte Zertifikat erhielten 84 Organisationen, 73 das fünfte, 39 das sechste und vier das siebte Zertifikat. Der erste Arbeitgeber, der in der 24-jährigen Geschichte des audit zum ersten Mal sein achtes Zertifikat entgegennehmen konnte, ist die pme Familienservice GmbH. Sie nutzt seit 2001 das audit berufundfamilie.

Von dem familien- und lebensphasenbewussten Engagement der 343 aktuellen Zertifikatsempfänger können 685.800 Beschäftigte und 456.900 Studierende profitieren.

Die Liste der diesjährigen Zertifikatsempfänger und eine dazugehörige Statistik steht oben zum Download zu Verfügung. Eine Übersicht aller derzeit nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifizierten Organisationen (alphabetisch geordnet) ist hier zu finden.

Das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule ist das zentrale Angebot der berufundfamilie Service GmbH und beruht auf einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Als strategisches Managementinstrument unterstützt das audit Arbeitgeber darin, die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen nachhaltig zu gestalten. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Das audit familiengerechte hochschule wird seit 2002 angeboten. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit, das als Qualitätssiegel für die nachhaltige Gestaltung der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik gilt und i.d.R. für drei Jahre gültig ist. In dieser Laufzeit sind die zertifizierten Organisationen angehalten, die in der Zielvereinbarung getroffenen Maßnahmen zu verfolgen. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.900 Organisationen mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

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  • Jetzt ausgezeichnete Organisationen komplettieren den Zertifikatsträgerjahrgang 2021/2022
  • Ehrung im Rahmen des Zertifikats-Online-Events (21.06.2022)

78 Organisationen erhielten am 31. Mai 2022 durch das Kuratorium der berufundfamilie (erneut) ihr Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule. Zu den Zertifikatsträgern zählen 42 Unternehmen, 32 Institutionen und vier Hochschulen. Die Arbeitgeber dürfen damit das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik für (weitere) drei Jahre führen. Mit Abschluss dieser Erteilungsrunde ist der Kreis der mehr als 300 Zertifikatsträger, die im Rahmen des bevorstehenden Zertifikats-Online-Events (21. Juni 2022, www.berufundfamilie-zoe.de) für ihre strategische Vereinbarkeitspolitik geehrt werden, komplett.

Das Zertifikat ist der Beleg dafür, dass die Organisationen das von der berufundfamilie angebotene Auditierungs- bzw. Dialogverfahren erfolgreich durchlaufen haben und somit (weiterhin) einen strategischen Prozess nutzen, um die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben nachhaltig zu gestalten. Zentrale Messgrößen für das Engagement der Arbeitgeber sind in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats vor allem die individuellen Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogramme. Es erfolgt dabei eine jährliche Überprüfung der Umsetzung durch die berufundfamilie Service GmbH.

Unter den 78 Ausgezeichneten sind neun Arbeitgeber (vier Unternehmen und fünf Institutionen), die erstmalig das Zertifikat zum audit berufundfamilie erhalten haben. 69 Organisationen durchliefen eine Re-Auditierung bzw. ein Dialogverfahren.

14 Organisationen erhielten ihre Vereinbarkeitszertifikate zum zweiten (acht Unternehmen, fünf Institutionen und eine Hochschule) und vier Arbeitgeber zum dritten Mal (ein Unternehmen, drei Institutionen).

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens sicherten sich 51 Organisationen das Zertifikat mit Prädikat. Das erhalten Arbeitgeber als besondere Anerkennung für ihren Einsatz für eine langjährige, nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. Arbeits- und Studienbedingungen. Das Dialogverfahren ist ein schlankes Verfahren, das Organisationen durchführen können, die sich seit mindestens neun Jahren mit dem audit für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik einsetzen. 22 Arbeitgeber (15 Unternehmen und sieben Institutionen) erhielten dadurch zum vierten, 16 (sieben Unternehmen, sieben Institutionen, zwei Hochschulen) zum fünften und neun (vier Unternehmen, vier Institutionen und eine Hochschule) zum sechsten Mal ihr Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule. Weitere drei Organisationen (zwei Unternehmen und eine Institution) bekamen ihr siebtes Qualitätssiegel für familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.

Erstmalig in der nahezu 25-jährigen Geschichte des audit berufundfamilie wurde ein Unternehmen bereits zum achten Mal für seine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik geehrt: die pme Familienservice GmbH.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Am 21.06.2022 werden zum 24. Mal Unternehmen, Institutionen und Hochschulen gefeiert, die das audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule erfolgreich durchlaufen haben. Die Ehrung der rund 350 Organisationen erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Coronapandemie als Zertifikats-Online-Event (10.00 – ca. 14.00 Uhr). Zu den Gratulant*innen werden zählen:

  • Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB, die die Schirmherrschaft über das audit trägt, und
  • Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück, der eine spannende Keynote halten wird.

Der Festveranstaltung stellt die berufundfamilie Service GmbH einen Tag zuvor informative Web-Sessions voran. Der Jahreszeit entsprechend trägt dieser Veranstaltungsblock den Titel VereinbarkeitsSumm(er)it.

Folgende drei Veranstaltungen erwarten die Besucher*innen im Rahmen des VereinbarkeitsSumm(er)it, 20.06.2022, 10.00 – ca. 14.00 Uhr:

  • fair betrachtet
    „Faire Arbeitsbedingungen – und was Beschäftigte darunter verstehen": Zwischenbericht zur Studie der iba – Internationale Berufsakademie in Zusammenarbeit mit der berufundfamilie
  • faireinbaren
    Faire Vereinbarkeitspraxis – Beispiele aus dem audit-Netzwerk
  • fair weil divers
    – mit einer Keynote von Dr. Lorenz Narku Laing, Gründer und Geschäftsführer der Vielfaltsprojekte GmbH

Zu beiden Veranstaltungstagen, die die berufundfamilie thematisch unter das Dach ihres Jahresmottos „miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“ stellt, sind neben den zertifizierten Organisationen auch erstmals Interessierte außerhalb des berufundfamilie-Netzwerks eingeladen.

Für Vertreter*innen von Arbeitgebern, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule tragen, ist die Teilnahme an beiden Online-Veranstaltungsblöcken kostenfrei. Das Ticket für externe Interessierte kostet 39 EUR – egal, ob eine ein oder beide Veranstaltungstage besucht werden.

Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.berufundfamilie-zoe.de/

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Bundesfamilienministerin Lisa Paus MdB trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

Siehe: https://www.mags.nrw/pressemitteilung/land-verleiht-charta-vereinbarkeit-von-beruf-und-pflege-erste-nordrhein

  • Staatssekretär Edmund Heller zeichnet Unternehmen, Behörden und Organisationen aus, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei unterstützen, Beruf und Pflege unter einen Hut zu bringen

Staatssekretär Edmund Heller hat den ersten nordrhein-westfälischen Betrieben die Charta für „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ verliehen. Mit der Charta werden Unternehmen, Behörden und Organistationen ausgezeichnet, die sich besonders für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbieter einsetzen, die neben dem Beruf Angehörige pflegen. Die Charta ist Teil des Landesprogramms „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“.

Zu den ersten am Programm teilnehmenden und jetzt ausgezeichneten Unternehmen gehören kleine, mittelständische und große Unternehmen, Behörden und Organisationen aus verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens – von einer Bäckerei in Remscheid über ein Druckhaus in Dülmen bis hin zu einer Sparkasse im Ruhrgebiet.

Staatssekretär Heller gratulierte den Unternehmen: „Ich freue mich sehr, dass ich heute die ersten Betriebe auszeichnen konnte, die sich auf die Fahne geschrieben haben, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Pflege von Angehörigen neben dem Beruf zu erleichtern. In unserer alternden Gesellschaft wird das Thema Erwerbstätigkeit während gleichzeitiger Pflege von Angehörigen zukünftig erheblich an Bedeutung gewinnen."

Und weiter: „Wollen wir diese Herausforderung meistern, kommt es auch ganz entscheidend auf die Unternehmen und ihre Bereitschaft an, pflegende Berufstätige zu unterstützen. Daher gilt mein besonderer Dank hier nicht nur all denjenigen, die Angehörige und Freunde versorgen, sondern auch den Betrieben, die sich für eine bessere Vereinbarkeit einsetzen. Die Charta weist die Arbeitgeberinnen und -geber aus, die sich dieser gesellschaftlichen Verantwortung stellen.“

An die folgenden Betriebe wurde die Charta verliehen: 

  • Accuride Wheels Solingen GmbH, Solingen
  • AOK NordWest, Dortmund
  • AOK Rheinland/Hamburg, Düsseldorf
  • Bäckerei Evertzberg GmbH & Co. KG, Remscheid
  • Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V., Coesfeld
  • CEWE Stiftung & Co. KGaA, Mönchengladbach
  • Druckhaus Dülmen Betz Vertriebs GmbH, Dülmen
  • Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH, Köln
  • jobcenter Duisburg, Duisburg
  • Kuratorium Deutsche Altershilfe gGmbH, Köln
  • NEUE FORMEN Köln GmbH, Köln
  • Sana-Klinikum Remscheid GmbH, Remscheid
  • Sparkasse Essen, Essen
  • Unternehmensgruppe Pietsch (Kurt Pietsch GmbH & Co. KG), Ahaus
  • Ventana Deutschland GmbH & Co. KG, Vreden
  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH, Ahaus

Hintergrund:
In Nordrhein-Westfalen sind zurzeit etwa eine Million Menschen pflegebedürftig. Die meisten von ihnen werden zuhause von ihren Angehörigen versorgt. Diese sind in vielen Fällen berufstätig: Schätzungsweise 500.000 Erwerbstätige pflegen zusätzlich zu ihrem Beruf Verwandte, Partner oder Freunde. Hier setzt das Landesprogramm „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ mit Angeboten für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber an.

Die Charta ist eine im Rahmen des Programms entwickelte und gemeinsam mit unternehmer.nrw und DGB NRW erarbeitete Selbstverpflichtung. Die unterzeichnenden Betriebe nehmen am Landesprogramm teil und können auf die Angebote des Programms zugreifen. Ziel ist es, sich als pflegefreundliches Unternehmen zu etablieren.

Das Programm bietet Unternehmen die Möglichkeit, Mitarbeitende durch die AOK Rheinland/Hamburg oder die AOK NordWest kostenlos als betriebliche Pflege-Guides qualifizieren zu lassen. Diese Pflege-Guides erhalten das nötige Fachwissen und Know-How, um in den Unternehmen als erste kollegiale Ansprechpartner zu agieren, an die sich pflegende Beschäftigte wenden können, wenn sie Fragen haben oder Informationen und Hilfe brauchen. Die ersten Pilot-Qualifizierungen haben bereits stattgefunden.

Für die Umsetzung des Programms wurde im Oktober 2021 das Servicezentrum Pflegevereinbarkeit NRW gegründet. Es ist beim Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in Köln eingerichtet. Hier finden interessierte Beschäftigte, Betriebe oder regionale Akteure im Bereich der Pflegeberatung und -entlastung eine zentrale Anlaufstelle zum Thema Vereinbarkeit Beruf und Pflege.

Die Teilnahme am Landesprogramm ist kostenfrei und kann beim Servicezentrum Pflegevereinbarkeit angefragt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.berufundpflege-nrw.de  

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65 Organisationen zeigen mit ihrer aktuellen (wiederholten) Zertifizierung nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule dass sie im New Normal auf eine strategische Vereinbarkeitspolitik setzen. Zum 15. März 2022 würdigte das Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH das Engagement von 32 Unternehmen, 26 Institutionen und sieben Hochschulen mit der Erteilung bzw. Bestätigung des Zertifikats das als anerkanntes Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gilt. Die ausgezeichneten Organisationen sind berechtigt, dieses für (weitere) drei Jahre zu tragen, um damit auch ein Zeichen für gelebte Solidarität zu setzen. Denn insbesondere der Umgang mit dem New Normal bedarf eines intensiven Miteinanders, die Rücksichtnahme auf die individuellen Bedarfe und die gegenseitige Unterstützung. Dies sind Faktoren, die essenziell sind für das Gelingen einer betrieblichen Vereinbarkeitspolitik, mit der Begleiterscheinungen der modernen Arbeitswelt wie etwa sinkendes Teamgefühl, Fairness- und Leistungsdebatten, Isolierung und Entgrenzung im Home-Office abgefedert werden können.

Um das Zertifikat zu erhalten, hatten die Arbeitgeber das von der berufundfamilie angebotene Auditierungs- bzw. Dialogverfahren erfolgreich durchlaufen. Durch die Verfahren wird ein systematischer Prozess der betrieblichen Vereinbarkeit initiiert und weiterverfolgt. In der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats sind die zentralen Messwerte für den Einsatz der Arbeitgeber die individuell erarbeiteten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogramme. Die Implementierung der Maßnahmen wird durch die berufundfamilie Service GmbH jährlich geprüft.

Sechs Organisationen unter den 65 Zertifikatsträgern wurden dabei erstmalig ausgezeichnet: ABG Altenhilfe Beratungs GmbH, AOK NORDWEST Die Gesundheitskasse, Bundesamt für Justiz, Bundesamt für Strahlenschutz, Evangelische Heimstiftung GmbH und Jobcenter Schwarzwald-Baar-Kreis.

59 weitere Arbeitgeber durchliefen eine Re-Auditierung bzw. ein Dialogverfahren. Zum zweiten Mal erhielten sieben Organisationen (vier Unternehmen und drei Institutionen) das Zertifikat. Drei Arbeitgeber (ein Unternehmen und zwei Institutionen) wurden zum dritten Mal zertifiziert. Ein Unternehmen wählte die vierte Zertifizierung mit dem sogenannten Konsolidierungsverfahren.

48 Arbeitgeber haben zudem erfolgreich das Dialogverfahren absolviert. Das Dialogverfahren steht Organisationen wahlweise offen, die seit mindestens neun Jahren nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind. Als besondere Anerkennung für ihre langjährige, nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. Gestaltung familiengerechter Arbeits- und Studienbedingungen erhalten sie das Zertifikat mit Prädikat.

21 Organisationen (14 Unternehmen, sechs Institutionen und eine Hochschule) wurden zum vierten Mal nach erfolgreichem Abschluss des Dialogverfahrens mit dem Zertifikat belohnt. 19 Arbeitgeber (sieben Unternehmen, acht Institutionen, vier Hochschulen) sicherten sich zum fünften Mal ihr Vereinbarkeitszertifikat.

Weitere acht Organisationen (drei Unternehmen, drei Institutionen, zwei Hochschulen) erhielten für ihren langjährigen Einsatz für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bereits zum sechsten Mal das Zertifikat.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Anne Spiegel trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Arbeitgeber halten es für wichtig, im Rahmen einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik Gesundheitsfragen zu adressieren. Ihrer Erwartung nach werden ihre Beschäftigten in den kommenden fünf Jahren Angebote sowohl zur Förderung bzw. Erhaltung der körperlichen als auch der mentalen Gesundheit sowie zur gesunden Ernährung stärker nachfragen. Die meisten erwarten eine Nachfragesteigerung für Maßnahmen zur psychischen bzw. mentalen Gesundheit. Das ergab eine Umfrage der berufundfamilie Service GmbH unter 308 Vertreter*innen von Organisationen, die das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen.

Die Kurzumfrage, die unter dem Dach des berufundfamilie Scouts stand und den Titel „health@work - Familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik und Gesundheit“ trug, belegt auch, dass Arbeitgeber, die ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik strategisch gestalten, eine enge Verbindung zwischen einem betrieblichen Gesundheitsmanagement und systematischer Vereinbarkeitspolitik sehen. So stellen 66,2 Prozent der Befragten viele thematischen Überschneidungen zwischen dem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik fest. Sechs von zehn (60,1 Prozent) sprechen sich dafür aus, dass das BGM Teil einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik ist. Den umgekehrten Fall – dass die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik unter das Dach des BGM gestellt wird – halten hingegen nur 16,6 Prozent für sinnvoll. Ein wesentlicher Grund dafür dürfte darin liegen, dass die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ein breiteres Themenfeld bespielt als das BGM und sich zahlreiche personalpolitische Aspekte ihr zuordnen bzw. sich in ihr integrieren lassen.

Gleichzeitig halten die Teilnehmenden es für essenziell, Gesundheitsfragen im Rahmen der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik zu adressieren. Insgesamt 97,4 Prozent der befragten Organisationsvertreter*innen finden es wichtig oder sehr wichtig, dass Gesundheitsaspekte in der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik Platz finden – 62,5 Prozent für sehr wichtig und weitere 34,9 Prozent für wichtig. Keine*r hält dies für unwichtig.

Wechselnder Fokus bei Beschäftigten

52,3 Prozent der befragten Organisationsvertreter*innen geben an, dass Angebote zur Erhaltung bzw. Förderung der körperlichen/ physischen Gesundheit derzeit am meisten von Beschäftigten (und ggf. Studierenden) nachgefragt werden. Bei 44,7 Prozent ist die Nachfrage nach Maßnahmen für die mentale/ psychische Gesunderhaltung bzw. Gesundheitsförderung am stärksten. Lediglich bei drei Prozent werden Angebote für eine gesunde Ernährung am meisten nachgefragt sind.

Grundlegend erwarten die befragten Organisationsvertreter*innen, dass in den kommenden fünf Jahren in allen Bereichen – mentale/ psychische Gesundheit, körperlichen/ physische Gesundheit, gesunde Ernährung – die Nachfrage nach Angeboten durch ihre Beschäftigten nach oben geht. Die meisten (81 Prozent) sehen allerdings das Nachfrageplus bei Angeboten zur Erhaltung bzw. Förderung der mentalen/ psychischen Gesundheit. Über die Hälfte (56,3 Prozent) erwarten, dass die Nachfrage nach Angeboten zur Erhaltung bzw. Förderung der körperlichen/ physischen Gesundheit bei ihren Beschäftigten (und ggf. Studierenden) größer wird. Etwa ein Drittel (32,5 Prozent) sagt voraus, dass Angebote zur gesunden Ernährung in fünf Jahren mehr nachgefragt sein werden als heute. Aber 64,9 % erwarten keine Veränderung bzgl. der Nachfrage ihrer Beschäftigten in diesem Bereich.

Dass erhöhte Bedarfe in der mentalen Gesunderhaltung bzw. Gesundheitsförderung gesehen werden, lässt sich mit der stark veränderten Arbeitswelt begründen: Der Umgang mit der steigenden Digitalisierung stellt für viele Beschäftigte eine enorme Forderung, z.T. Überforderung, dar. Die zunehmende Arbeit auf Distanz, unter der soziale Kontakte und damit das Teamgefühl und das so wichtige Feedback im direkten Gespräch leiden, setzt vielen Beschäftigten ebenfalls mental zu. In Zukunft gilt es, im Rahmen einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik daher nicht nur – bewusst mit Blick auf die Gesundheit der Mitarbeitenden – das Miteinander zu stärken, Räume für sozialen Austausch weiter auszubauen und auch konkrete Angebote zur Förderung der psychischen Gesundheit zu unterbreiten: z.B. Resilienztrainings und Beratungsangebote – ggf. durch externe Anbieter als Employee Assistance Programme – zu psychischen Beeinträchtigungen.

Gezielte Gesundheitsangebote für spezifische Beschäftigtengruppen

Sechs von zehn (60,2 Prozent) Organisationsvertreter*innen geben an, dass ihr Unternehmen bzw. ihre Institution oder Hochschule Beschäftigten, die spezielle Arbeitsbedingungen/ -anforderungen haben, gesonderte Maßnahmen zur Gesunderhaltung bzw. Gesundheitsförderung anbieten. Vier von zehn (39,8 Prozent) bieten keine Sondermaßnahmen, sondern sehen die Unterstützung über das allgemeine Angebot abgedeckt.  

Gefragt nach Beispielen für Gesundheitsangebote für Beschäftigte mit speziellen Arbeitsbedingungen/ -anforderungen nennen Arbeitgeber vor allem Angebote, die sich in vier Kategorien unterteilen lassen: Angebote für Beschäftigte mit vorrangig sitzenden Tätigkeiten, Angebote für Schichtarbeitende, Angebote für Beschäftigte im Home-Office, Angebote für Beschäftigte mit psychisch besonders fordernden Tätigkeiten.

Hier zeigt sich eine breite Palette an Maßnahmen, die der spezifischen Situation der Zielgruppen Rechnung tragen. Auch viele kreative und pragmatische Lösungen sind darunter – wie etwa ein Bewegungsreminder im Kalender oder ein Schrittzählwettbewerb für Mitarbeitende, die vorrangig einer sitzenden Tätigkeit nachgehen; für Beschäftigte, die oft im Home-Office arbeiten, gibt es beispielsweise eine Online-Schulung zur gesunden Ernährung; Schichtarbeitende können teilweise ein zusätzliches Kantinen-Angebot mit leichter Kost nutzen. Und Beschäftigten mit psychisch besonders fordernden Tätigkeiten ermöglichen manche Arbeitgeber eine frühere Anmeldemöglichkeit für betriebsärztliche Untersuchungen.

Zum aktuellen berufundfamilie Scout

Unter dem Dach berufundfamilie Scout führte die berufundfamilie Service GmbH vom 27.01.2022 bis 28.02.2022 die Online-Kurzumfrage „health@work – Familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik und Gesundheit“ durch. 308 Vertreter*innen von Unternehmen, Institutionen und Hochschulen, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen, nahmen teil – 54,2 Prozent Unternehmen, 32,1 Prozent Institutionen und 13,6 Prozent Hochschulen.

Informationen zu diesem berufundfamilie Scout (u.a. Präsentation) unter: https://bit.ly/3kxHb5x

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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  • Neues Landesprogramm für Nordrhein-Westfalen gestartet

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann sowie Vertreter und Vertreterinnen der Träger der Pflegeversicherung NRW, der AOK Rhein-land/Hamburg, von Unternehmer NRW und dem Deutscher Gewerk-schaftsbund (DGB) NRW haben heute den Startschuss für das neue Landesprogramm zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gegeben. Ziel der gemeinsamen Initiative ist, eine Berufstätigkeit mit der Pflege von Angehörigen besser miteinander vereinbar zu machen. Das Landesprogramm wird vom Sozialministerium zusammen mit den Landesverbänden der Pflegekassen und dem Verband der Privaten Krankenversicherung zunächst für drei Jahre jeweils hälftig mit insgesamt 2,4 Millionen Euro gefördert.

„Dass sich Beruf und Pflege miteinander in Einklang bringen lassen, ist in unserer alternden Gesellschaft von großer Bedeutung: Einerseits, weil immer mehr Menschen auf Pflege angewiesen sind, aber auch wegen der wachsenden Zahl Berufstätiger, die den Spagat zwischen ihrer Arbeit und der Pflege von Angehörigen meistern müssen. Die Landesregierung hat die Wichtigkeit des Themas erkannt. Erstmals in einem Koalitionsvertrag haben wir uns darauf verständigt, dafür Konzepte zu erarbeiten, weil wir die Unterstützung der Familien bei der Pflege ihrer Angehörigen brauchen. Ich freue mich deswegen sehr, dass wir das Landesprogramm, gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften, an den Start bringen konnten“, betonte Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann.

In Nordrhein-Westfalen sind zurzeit etwa eine Million Menschen pflegebedürftig. Die meisten von ihnen werden zuhause von ihren Angehörigen versorgt. Diese sind in vielen Fällen berufstätig: Schätzungsweise 500.000 Erwerbstätige pflegen zusätzlich zu ihrem Beruf ihre Verwandten, Partner oder Freunde. Sie stehen vor der Herausforderung, ihre Arbeit und die Betreuung ihrer Angehörigen unter einen Hut zu bringen.

Hier setzt das Landesprogramm mit Angeboten für sie sowie ihre Arbeit-geberinnen und Arbeitgeber an. Mit dem Programm, das sich konzeptionell auch an Elementen einer erfolgreichen hessischen Landesinitiative orientiert, werden beide Zielgruppen mit spezifischen Informationsmaterialien unterstützt und Betriebe beraten, wie sie sich pflegefreundlicher aufstellen können.

Website zum Landesprogramm: www.berufundpflege-nrw.de

„Pflegende Angehörige sind das Rückgrat bei der Versorgung von Pflegebedürftigen”, betont Dirk Ruiss, Leiter des Verbandes der Ersatzkas-sen (vdek) in Nordrhein-Westfalen. „Die Pflegekassen unterstützen deshalb gezielt seit 2016 pflegende Angehörige und die Pflegeselbsthilfe. In diesem Jahr stehen für alle Aktivitäten fast acht Millionen Euro zur Verfügung”, so Ruiss. Das Landesprogramm ergänze diese sinnvoll.

„Wir begrüßen das neue Landesprogramm sehr, denn es wird aufgrund der wachsenden Anzahl pflegebedürftiger Menschen zunehmend deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für viele Beschäftigte eine Herausforderung darstellt. Umso wichtiger ist es, die Belastungen für Pflegende in den Fokus zu rücken. Mit unserem „Betrieblichen Pflege-Guide“ beteiligen wir, die AOKs in Nordrhein-Westfalen, uns aktiv an diesem Programm. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre Mitarbeitenden zu Pflege-Guides und Multiplikatoren auszubilden, die ihre Kolleginnen und Kollegen in allen Fragen zur Organisation und den gesetzlichen Möglichkeiten der häuslichen Pflege und Pflegevereinbarkeit beraten, und übernehmen die Qualifizierung“, so Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg.

Tanja Nackmayr, die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin von unternehmer nrw erklärte: „Die Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen leisten seit vielen, vielen Jahren durch vielfältige Angebote einen großen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Klar ist, dass es aufgrund der demografischen Entwicklung dabei künftig noch stärker um das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gehen wird. Richtig ist daher, sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer mit dem neuen Landesprogramm bei dieser Herausforderung zu unterstützen. Für die Ar-beitgeber kommt es auf passgenaue Lösungen an, die ihnen die Möglichkeit geben - auch vor dem Hintergrund zunehmender Fachkräfteengpässe - Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen in Beschäftigung zu halten."

„Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege steht schon lange auf der Agenda der DGB-Gewerkschaften. In vielen Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen gibt es gute Lösungen für Pflegesituationen. Die Beratungsangebote des Programms Beruf und Pflege können darüber hinaus dazu beitragen, dass Beschäftigten im Pflegefall effizient geholfen wird“, erklärte Dr. Sabine Graf, stellvertretende Vorsitzende des DGB NRW.

Die Organisation der Bedarfe einer alternden Gesellschaft und zugleich eines Mangels an Fachkräften biete die Chance, soziale und berufliche Aufgaben besser zu verzahnen, betonte Helmut Kneppe, Vorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). „Es freut mich ganz besonders, dass im Kuratorium Deutsche Altershilfe das Servicezentrum Pflegevereinbarkeit NRW eingerichtet wurde und wir die Koordinierung der Umsetzung des Landesprogramms übernehmen. Das Servicezentrum versteht sich darüber hinaus als Impulsgeber, um die bestehenden regionalen Strukturen, die wir u. a. mit den Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz aufgebaut haben, auszubauen und miteinander zu vernetzen“, so Helmut Kneppe.

„Ob Unternehmen, Institutionen oder Hochschulen – mit Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege steigern Organisationen maßgeblich ihre Arbeitgeberattraktivität. Vor allem aber leisten sie einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Fachkräftedefizit, indem sie für privat Pflegende – egal welchen Geschlechts – die Teilhabechancen an der Erwerbstätigkeit erhöhen. Deshalb engagiert sich die berufundfamilie Service GmbH seit vielen Jahren für den systematischen Auf- und Ausbau einer pflegebewussten Personalpolitik und freut sich, ihr Know-how und ihre Praxiserfahrungen als Partner in das Landesprogramms NRW „Vereinbarkeit Beruf & Pflege“ gezielt einbringen zu können“, sagte Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH.

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  • Einwöchiges Online-Netzwerk-Treffen der berufundfamilie öffnet Highlight-Veranstaltungen auch für externe Interessent*innen/ Kostenlose Anmeldung bis zum 07.03.2022
  • Infokampagne zu „Gesundheit & Vereinbarkeit“

Die berufundfamilie Service GmbH, Think Tank und Dienstleister im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben, lädt zur erstmals stattfindenden Online-Event-Woche „audit netzwerk exklusiv“ ein. An fünf Tagen erhalten die rund 1.000 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen, die derzeit das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule tragen, Gelegenheit zum Netzwerken und Sammeln neuer Einblicke in die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik. Unter dem Dach ihres Jahresmottos „miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“ widmet sich die berufundfamilie dabei schwerpunktmäßig dem Aspekt „gesund“. Im Zentrum steht die Neuentdeckung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und ein erweiterter Blick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Willkommen sind auch Vertreter*innen von Organisationen, die nicht dem berufundfamilie-Netzwerk angehören. Folgende zwei Highlight-Veranstaltungen stehen ihnen kostenfrei offen:

Montag, 07.03.2022, 14.00 – 15.00 Uhr
New Work: Das Ende der Arbeit, wie wir sie kennen
Andreas Steinle, Zukunftsinstitut Workshop GmbH

Der Megatrend New Work wird derzeit heiß diskutiert. Die Arbeitswelt befindet sich in einem radikalen Umbau, wie es zuletzt während der industriellen Revolution der Fall war. In den Unternehmen fragt man sich, ob man in Zeiten von Home-Office überhaupt noch ein Büro braucht. Doch wie entsteht in diesen digital-vernetzten Strukturen eine Unternehmenskultur und Zusammenhalt? Und was ist mit den vielen Menschen, deren Job weiterhin Präsenz und Einsatz vor Ort erfordert? Wie können sie von den neuen Freiheiten profitieren, welche die schöne, neue Arbeitswelt verspricht? Andreas Steinle, Gründer der Zukunftsinstitut Workshop GmbH, skizziert in seiner Keynote den fundamentalen Wandel hin zu einer Wirtschaft, die sich als Passion Economy darstellt. Er zeigt innovative Lösungen für neue Vereinbarkeiten im Sinne eines Work-Life-Matching auf. Nicht zuletzt schildert er, wie gerade die Abwesenheit des Digitalen zu einem gesünderen, effektiveren Arbeiten führen kann.

Freitag, 11.03.2022, 13.00 – 14.00 Uhr
„Allein“
Autor Daniel Schreiber im Interview

Martin Volz Neidlinger, Auditor der berufundfamilie Service GmbH, spricht im Interview mit Autor Daniel Schreiber über „Allein“. „Allein“ ist Daniel Schreibers neues Essay, das im September 2021 erschien und in kürzester Zeit die Bestseller und Bestenlisten eroberte.

In ihm geht es um die Frage, ob man auch allein, ohne eine romantische Beziehung, ein erfülltes Leben führen kann. Schreiber denkt über das Geschenk und die Grenzen von Freundschaften, aber auch über Einsamkeit nach. Er erkundet, wie man sich von Lebensträumen verabschiedet, von denen man dachte, irgendwann erfüllen sie sich automatisch. Und geht der Frage nach, wie man mit der Unsicherheit umgehen kann, die unser privates und gesellschaftliches Leben während Umbruchszeiten wie der unseren immer mehr bestimmt.  
 

Unter folgendem Link können sich Interessent*innen für die Veranstaltungen anmelden: https://bit.ly/3sRqqHT. Anmeldeschluss ist der 07.03.2022.

„Gesunde“ Vereinbarkeitsinformationen

Bis Ende April 2022 platziert die berufundfamilie auf ihren Kanälen in den sozialen Medien regelmäßig Praxiseinblicke und Tipps rund um Maßnahmen zur Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung von Beschäftigten, die Arbeitgeber in ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik integrieren können. So sind im Rahmen der Infokampagne beispielsweise auf ihrem Blog (www.berufundfamilie-blog.de) Beiträge zu Vereinbarkeitsmaßnahmen bezüglich der Aspekte mentale/ psychische, körperliche/ physische Gesundheit, BEM und Ernährung abrufbar.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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  • Jahresmotto 2022 der berufundfamilie adressiert gesellschaftspolitische Handlungsbedarfe
  • Thematischer Input für die personalpolitische Praxis mittels Studien und Veranstaltungen

Die berufundfamilie Service GmbH, Dienstleister und Think Tank im Themenfeld Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben, stellt das Jahr 2022 unter das Motto „miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“. Das Jahresmotto ist geprägt von den jüngsten Entwicklungen in der Arbeitswelt und adressiert gleichzeitig Handlungsbedarfe, die Arbeitgeber und Beschäftigte im Rahmen einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik erfüllen können.

Silke Güttler, Leitung Corporate Communications der berufundfamilie Service GmbH, erläutert: „Man sagt, jede Krise habe auch etwas Gutes. Bei der Coronapandemie war und ist es vor allem ihre Funktion als Katalysator für Innovationen in der Arbeitswelt. Wo es vorher hieß „Das geht nicht.“, geht jetzt einiges: Stärkere Flexibilisierung der Arbeitszeit, vermehrtes ortsunabhängiges Arbeiten, hybride Modelle, etc. – all das gehört mittlerweile zum beruflichen Alltag. Das New Normal der Arbeit birgt allerdings Fallstricke: ein schwindendes Teamgefühl, Fairness- und Leistungsdebatten und nicht zuletzt die Gesundheitsgefährdung durch Isolierung und Entgrenzung im Home-Office. Doch wir haben die Kraft, auch dem erfolgreich zu begegnen – und zwar im Miteinander. Denn der Corona-Krisenmodus macht deutlich: Nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik fußt auf gelebter Solidarität – zwischen unterschiedlichen Arbeitgebern, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmenden sowie den Beschäftigten untereinander. Gegenseitige Unterstützung, Kooperationen und Zusammenarbeit ermöglichen und stärken tragfähige Vereinbarkeitslösungen und schaffen so die Möglichkeit für ein faires und gesundes Miteinander – auch in einer Zeit der Umbrüche. Genau das wollen wir mit unseren Jahresmotto 2022 „miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“ heben.“

Den Dreiklang von „gesund, fair, zusammen“ plant die berufundfamilie wie folgt zu bespielen: Von Januar bis April 2022 widmet sie sich vor allem dem Aspekt „gesund“, von Mai bis August folgt dann der Aspekt „fair“ und schließlich von September bis Dezember der Aspekt „zusammen“.

Unter dem Punkt „gesund“ wird es vor allem um Folgendes gehen: Die Coronapandemie hat das Thema Gesundheit zu einem gesellschaftlichen Dreh- und Angelpunkt gemacht. Das Bewusstsein für die Relevanz des Wohlergehens ist nochmals gestiegen. Jetzt geht es darum, im New Normal gesund zu agieren. Das bedeutet auf die Arbeitswelt bezogen: mit den neuen Herausforderungen, vor die die Arbeit (Digitalisierung, Home-Office, Zusammenarbeit auf Distanz, etc.) stellt, Umgang zu finden – und das sowohl physisch als auch psychisch bzw. mental gesund. Dabei stellt sich die Frage, wie Arbeitgeber und Beschäftigte gemeinsam die besten Lösungen finden. Entsprechend wird der Bereich „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ eine noch wichtigere Rolle spielen.

Mit Blick auf den Aspekt „fair“ sollen u.a. Fragen diskutiert werden wie: Werden Beschäftigte, die meist remote tätig sind, in ihrer beruflichen Entwicklung ausgebremst? Sollten Beschäftigte, die Vereinbarkeitsangebote wie Arbeitszeitreduzierung oder auch Arbeitsortflexibilisierung im geringeren Umfang in Anspruch nehmen, Kompensationsangebote erhalten? Grundlegend geht es für Arbeitgeber darum, Mitarbeitende fair – auch mit Blick auf deren unterschiedliche Vereinbarkeitsbedarfe bzw.
-wünsche – zu behandeln. Zudem sind Mitarbeitende gefordert, einen gleichberechtigten Umgang miteinander zu finden, der auch die Nutzung familien- und lebensphasenbewusster Angebote einschließt. Der zentrale Aspekt ist somit Fairness im Miteinander.

Beim Aspekt „zusammen“ stehen im Mittelpunkt Maßnahmen der Zusammenarbeit bzw. Kooperation von Arbeitgebern untereinander und Arbeitgebern mit öffentlichen Anbietern, Sozialträgern, Krankenkassen oder Initiativen, die allesamt die Umsetzung der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik unterstützen helfen. Mitgedacht werden zudem Themen wie Zusammenarbeit innerhalb der Organisationen und gegenseitige Hilfe in Vereinbarkeitsfragen unter Mitarbeitenden.

Geteiltes Know-how: Vorschau auf Veranstaltungen

Zu allen Aspekten unter dem Jahresmotto „miteinander vereinbaren – gesund, fair, zusammen“ kommuniziert die berufundfamilie wie gewohnt fortlaufend über ihre gesamte Palette an Kanälen – u.a. ihre Medienarbeit, Website, ihrem Blog, dem Videotalk-Format „meet n greet“ sowie LinkedIn und Twitter. Inhaltlich gestützt wird die Kommunikation auch durch Ergebnisse von Studien, die die berufundfamilie mit externen Partnern derzeit durchführt. Highlights aus den Themensammlungen präsentiert die berufundfamilie u.a. in den hauseigenen Großveranstaltungen bzw. Aktionen:

  • „audit netzwerk kompakt“ vom 07. – 11.03.2022: Veranstaltungswoche mit dem Schwerpunkt „gesund“ – vorrangig für Organisationen, die das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule tragen, sowie mit einigen für die breite Öffentlichkeit zugänglichen Formaten.
  • Zertifikatsfeier – voraussichtlich Mitte Juni 2022: Veranstaltung zu Ehren aller in den zwölf vorangegangenen Monaten nach dem audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule zertifizierten Organisationen sowie offene Web-Seminare.
  • „Woche der Vereinbarkeit“ vom 07. – 11.11.2022: Awarenesswoche mit Präsentation von Praxisbeispielen familien- und lebensphasenbewusster Personalpolitik und offenen Online-Veranstaltungen.

Details zu den Veranstaltungen können sukzessive über die berufundfamilie-Kanäle abgerufen werden.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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  • Im Kalenderjahr 2021 wurden insgesamt 355 Arbeitgeber ausgezeichnet

Zum Jahresabschluss erhielten am vergangenen Freitag (10.12.2021) 106 Organisationen das Zertifikat zur (wiederholten) erfolgreichen Durchführung des audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule. Das Zertifikat honoriert den nachhaltigen Einsatz der Arbeitgeber für eine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik in ihrer Organisation. Alle Zertifikatsträger setzten damit ein wichtiges Signal für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben und erhöhen ihre Arbeitgeberattraktivität – auch in Corona-Zeiten.

In der letzten und gleichzeitig größten Zertifizierungsrunde im Jahr 2021 honorierte das Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH 51 Institutionen, 46 Unternehmen und neun Hochschulen. Die Organisationen sind somit berechtigt, das Qualitätssiegel für eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik für (weitere) drei Jahre zu tragen. Individuell erstellte Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogramme stellen dabei die zentralen Messgrößen für den Einsatz der Arbeitgeber dar. Die berufundfamilie Service GmbH überprüft dabei jährlich die Implementierung der beschlossenen Maßnahmen.

Zwölf Organisationen wurden erstmalig mit einem Vereinbarkeitszertifikat ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um acht Institutionen, drei Unternehmen und eine Hochschule: Brandenburgischer IT-Dienstleister, Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, BWI GmbH, Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, Jobcenter Landeshauptstadt Magdeburg, Landratsamt Göppingen, PSD Bank Rhein-Ruhr eG, Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Sozialverband VdK Baden-Württemberg e.V. mit seinen Bezirksverbänden, VdK Sozialrechtsschutz gGmbH Baden-Württemberg sowie VdK Service GmbH Baden-Württemberg, Stadt Mannheim, Statkraft Deutschland und VKTA – Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung Rossendorf e. V..

Neben den zwölf erstmaligen Zertifikatsträgern durchliefen 94 Arbeitgeber erfolgreich eine Re-Auditierung bzw. ein Dialogverfahren. 18 Organisationen (zehn Institutionen, acht Unternehmen) wurden zum zweiten Mal begutachtet. 23 Arbeitgeber wurden zum dritten Mal mit dem Zertifikat für Ihre strategische Vereinbarkeit ausgezeichnet.

53 Arbeitgeber zählen zu den Organisationen, die das Dialogverfahren erfolgreich durchlaufen haben. Eine Organisation wurde nach dem Dialogverfahren zum dritten Mal zertifiziert. Das Dialogverfahren ist auf Arbeitgeber ausgerichtet, die seit mindestens neun Jahren auditiert sind. Sie erhalten das Zertifikat mit Prädikat als besondere Anerkennung ihrer langjährigen, nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik.

16 Arbeitgeber (zwölf Unternehmen, vier Institutionen) wurden nach erfolgreichem Abschluss des Dialogverfahrens zum vierten Mal ausgezeichnet. 22 Organisationen (zwölf Unternehmen, acht Institutionen, zwei Hochschulen) wurden bereits zum fünften Mal nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert. 15 Organisationen (neun Institutionen, vier Hochschulen und zwei Institutionen) sicherten sich bereits zum sechsten Mal ihr Zertifikat für eine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik.

Glückwunsch an 42 erstmalige Zertifikatsempfänger in 2021

Mit Abschluss der letzten Erteilungsrunde in 2021 wurden insgesamt 355 Arbeitgeber für ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. ihre familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen im aktuellen Kalenderjahr mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule ausgezeichnet. 42 Arbeitgeber ließen sich dabei erstmalig zertifizieren.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. www.berufundfamilie.de

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  • Ergebnisse der gemeinsamen Arbeitgeberbefragung der berufundfamilie Service GmbH und des Netzwerkbüros „Erfolgsfaktor Familie“

Über 44 Mio. Menschen gehen in Deutschland einer Erwerbstätigkeit nach. Nicht alle von ihnen sind Eltern oder leben in klassischen Mutter-Vater-Kind-Familien – und doch haben sie Vereinbarkeitsbedarfe. Mit ihrer gemeinsamen Befragung von 25 Arbeitgebern vermitteln die berufundfamilie Service GmbH und das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ einen Eindruck davon, wie es auf der Kulturebene der Organisationen in Deutschland um die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben steht, wer die vorrangigen Nutznießer*innen der aktuellen Angebote sind und an wen diese kommuniziert werden. „Vereinbarkeit hat viele Adressen“ titelte die Arbeitgeberbefragung, die unter dem Dach des berufundfamilie Scouts von Mai bis Juli 2021 durchgeführt wurde.

Zukünftig wichtiger denn je: Allen Beschäftigtengruppen Vereinbarkeitsangebote machen

33,3 Prozent der befragten Organisationen ist es schon jetzt sehr wichtig und 42,9 Prozent wichtig, allen Beschäftigtengruppen Vereinbarkeitsangebote zu unterbreiten. Keiner der Arbeitgeber bezeichnete dies als unwichtig. Die Relevanz wird nach Einschätzung der Arbeitgeber noch zunehmen: So meinten 66,7 Prozent von ihnen, dass es in fünf Jahren sehr wichtig sein wird, allen Mitarbeitenden Maßnahmen zur Vereinbarkeit anbieten zu können. Weitere 23,8 Prozent gehen davon aus, dass dies wichtig sein wird. Unwichtig wird dies hingegen voraussichtlich weiterhin keine Organisation finden.

Beschäftigte mit Familienaufgaben im engeren Sinne im Fokus betrieblicher Vereinbarkeitsangebote

Ausnahmslos alle Beschäftigtengruppen in die betriebliche Vereinbarkeitspolitik zu integrieren, hat demnach bei den Organisationen einen hohen Stellenwert. Im aktuellen Angebotsportfolio spiegelt sich dies jedoch nur teilweise wider. So haben die Arbeitgeber für folgende Beschäftigtengruppen keine Vereinbarkeitsangebote konzipiert: Beschäftigte mit Verantwortung für Haustiere (36,8 Prozent), Mitarbeitende in Fernbeziehungen (26,3 Prozent), Singles (26,3 Prozent), Beschäftigte mit Ehrenämtern (26,3 Prozent) und Beschäftigte, die soziale Verantwortung für Nicht-Familienmitglieder übernehmen wie z.B. Nachbar*innen, Freund*innen (ebenfalls 26,3 Prozent).

Doch auch wenn es keine expliziten Angebote für diese Gruppen gibt – sie sind implizite Nutznießer*innen von vorhandenen Vereinbarkeitslösungen. Bedeutet: Sie nutzen Maßnahmen bzw. können diese nutzen, auch wenn diese nicht speziell für ihre Beschäftigtengruppe gestaltet wurden. Bei den Lösungen handelt es sich etwa um allgemeine Angebote, die unabhängig von der Beschäftigtengruppe nutzbar sind, wie Angebote zur Flexibilisierung der Arbeitszeit und des Arbeitsorts. Es können zudem Maßnahmen sein, die für andere Beschäftigtengruppen konzipiert wurden, jedoch in der Nutzung anderen Gruppen offenstehen. Von ihnen profitieren nach Einschätzung der Arbeitgeber vor allem alleinerziehende Väter (63,2 Prozent) und Beschäftigte mit Pflegeaufgaben nach Pflegegrad (ebenfalls 63,2 Prozent).

Die Mitarbeitendengruppe, für die die meisten Arbeitgeber explizite Vereinbarkeitsangebote – also speziell für sie gestaltete Lösungen – haben, sind Mütter (68,4 Prozent). Gefolgt werden sie von Vätern (47,4 Prozent). Darin schließt sich die Gruppe der pflegenden und die der potenziell pflegenden Beschäftigten an (mit jeweils 42,1 Prozent).

Herausforderung und Chance zugleich: Durchdringende Kommunikation

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, ordnet die Befragungsergebnisse in die Praxis ein: „Nicht für jede einzelne Beschäftigtengruppe spezifische Vereinbarkeitslösungen zu haben, ist per se nicht verwerflich. Offen gestanden, ist dies auch gar nicht möglich, da sich die Vereinbarkeitsbedarfe unterschiedlicher Beschäftigtengruppen durchaus ähneln und eine Zuspitzung der Maßnahmen auf einzelne Zielgruppen schwer möglich ist. So kann der Wunsch nach Arbeitszeitflexibilisierung bei Beschäftigten mit einem Ehrenamt oder Mitarbeitenden, die in einer Fernbeziehung leben, genauso groß sein, wie bei Beschäftigten, die Kinder betreuen oder eine*n Angehörigen pflegen. Was zählt, ist, dass Arbeitgeber Ehrenamtler*innen und Singles wie Beschäftigte mit familiären Aufgaben im engeren Sinne als Zielgruppe von Vereinbarkeitsangeboten begreifen und diese auch aktiv in die Kommunikation dazu einbeziehen. Denn erst, wenn ausnahmslos alle Beschäftigten sich angesprochen fühlen und jede*r weiß, dass sie*er Vereinbarkeitsangebote nutzen kann, wirkt die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik nachhaltig. Eine kommunikative Durchdringung, die für breite Akzeptanz sorgt, ist unabdingbar für die gelebte Vereinbarkeit.“

Befragt, an wen sich ihre Kommunikation zu den Vereinbarkeitsangeboten richtet, antworteten Zweidrittel (66,7 Prozent) der Organisationen, dass sie alle Beschäftigtengruppen allgemein ansprechen. Als konkrete Zielgruppen nannten sie vorrangig Mitarbeitende, die familiäre Aufgaben im engeren Sinne haben: So gaben 71 Prozent der Organisationen an, dass sie das Thema Vereinbarkeit direkt an Mütter kommunizieren. Die Väter sind bei Zweidrittel (66,7 Prozent) gezielt in der Ansprache. 47,6 Prozent der Arbeitgeber nannten sowohl alleinerziehende Mütter als auch alleinerziehende Väter als kommunikative Zielgruppe. Jeweils 42,9 Prozent adressieren Beschäftigte mit Pflegeaufgaben nach Pflegegrad und Beschäftigte in der informellen Pflege. Immerhin bei jedem dritten Arbeitgeber (33,3 Prozent) werden Beschäftigte mit potenziellen Pflegeaufgaben direkt angesprochen.

Neben einem breiten Mittelfeld, das u.a. Menschen mit Behinderungen, Regenbogen- und Patchworkfamilien sowie ältere Beschäftigte umfasst, die am Übergang von der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand stehen, gibt es eine Reihe von Beschäftigtengruppen, die in der direkten Kommunikation zum Thema Vereinbarkeit eher abgeschnitten sind: Beschäftigte, die sich derzeit in der Planung befinden, zukünftig mehr familiäre Verantwortung zu übernehmen (9,5 Prozent), LGBT*IQ (9,5 Prozent), Beschäftigte mit Fluchthintergrund (4,8 Prozent), Beschäftigte mit Ehrenämtern (4,8 Prozent), Mitarbeitende in Fernbeziehungen (4,8 Prozent), Großeltern (4,8 Prozent).

Weitere Ergebnisse – auch in Form einer Präsentation – sind auf der Website der berufundfamilie Service GmbH abrufbar: https://bit.ly/30UTPqy


Veranstaltungsreihe „Vielfalt hat viele Adressen“

„Vielfalt hat viele Adressen“ ist auch der Titel der webbasierten Veranstaltungsreihe, die die berufundfamilie Service GmbH und das Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ im November 2021 starteten. Bis Anfang März 2022 läuft die Serie, die allen vereinbarkeits- und vielfaltsinteressierten Vertreter*innen von Unternehmen, Institutionen und Hochschulen kostenfrei offensteht. Hier die kommenden Termine:

13.12.2021, 10.00 - 11.00 Uhr
Wer, wie, was? – Ein neuer Blick auf Beschäftigte und ihre Vereinbarkeitsbedarfe (Ergänzender Termin)

12.01.2022, 11.00 – 12.00 Uhr
Eine Frage des Wollens? – Die Schlüsselrolle der Führungskräfte für die betriebliche (Vereinbarkeits-)Kultur

02.02.2022, 14.00 – 15.00 Uhr
Sah, analysierte und handelte – Der zielführende Umgang mit Instrumenten zur Ermittlung von Vereinbarkeitsbedarfen

02.03.2022, 11.00 – 12.00 Uhr
Mehr als ‘copy and paste’ – Inspirierende Praxisbeispiele integrierender Vereinbarkeitspolitik

Informationen zu Inhalten und Anmeldung unter: https://bit.ly/3ECzq87


Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

Das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ wurde 2007 vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag als zentrale Plattform für familienfreundliche Unternehmen gegründet. Seither wächst es kontinuierlich und umfasst mehr als 8.000 Mitglieder, vom Kleinstbetrieb bis zum DAX-Unternehmen. Das Netzwerkbüro unterstützt mit seinen Angeboten vor allem kleine und mittlere Betriebe bei der praktischen Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik. www.erfolgsfaktor-familie.de  

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Nachhaltigkeit – überall scheint sie thematisiert zu werden, zumindest aber in den Medien, in der Werbung, in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen. Wo findet sie sich jedoch in der Personalpolitik?

In ihrer Online-Veranstaltung „Vereinbarkeit und Nachhaltigkeit – Perspektiven für die Zukunft!“ zeigt die berufundfamilie Service GmbH die Rolle der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik in der Nachhaltigkeitsdebatte auf. Unterstützung erhält sie dabei von Prof. Dr. Dr. Alexander Brink, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Bayreuth. Seine Erkenntnis ist: „Vereinbarkeit und Nachhaltigkeit werden von gemeinsamen Werten getragen. Unternehmen sollten diese Werte über eine Nachhaltigkeitsstrategie wirksam in die Tat umsetzen. Nur dann sind sie attraktiv für Kund*innen und Mitarbeitende – und fit für die Zukunft.“

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, bewertet zudem das Thema Nachhaltigkeit aus dem Blickwinkel der langjährigen Beratungspraxis einer Organisationsentwicklung. Er widmet sich Fragen wie: Warum ist strategische Vereinbarkeitspolitik nachhaltige Personalpolitik? Was braucht sie, um nachhaltig wirken zu können?

Eingeladen sind Personalverantwortliche genauso wie alle an Vereinbarkeit und Nachhaltigkeit interessierten Vertreter*innen von Unternehmen, Institutionen und Hochschulen. Die 1,5-stündige Online-Veranstaltung ist für die Teilnehmenden kostenfrei und findet über Edudip statt.

Online-Veranstaltung

"Vereinbarkeit und Nachhaltigkeit – Perspektiven für die Zukunft!"
28.10.2021, 10.00 – 11.30 Uhr
Kostenfreie Anmeldung unter: 
https://bit.ly/3jQCoy7


Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. www.berufundfamilie.de

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  • Universität Basel als erste Schweizer Organisation nach dem audit familiengerechte hochschule zertifiziert

94 Organisationen erhielten zum 30. September 2021 das Zertifikat zur (wiederholten) erfolgreichen Durchführung des  audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule. Es attestiert den ausgezeichneten Arbeitgebern, dass sie sich strategisch und nachhaltig für eine familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik in ihrer Organisation einsetzen. Die Zertifikatsempfänger leisten so einen wichtigen Beitrag für ihre Beschäftigten im New Normal und positionieren sich als attraktiver Arbeitgeber.

In der dritten Zertifizierungsrunde im Jahr 2021 würdigte das Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH 42 Institutionen, 39 Unternehmen und 13 Hochschulen. Diese sind berechtigt, das Qualitätssiegel für eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik für (weitere) drei Jahre tragen. Zentrale Messgrößen für das Engagement der Arbeitgeber sind in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats vor allem ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogramme. Die Umsetzung der daraus entstehenden Maßnahmen wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft.

Unter den frisch Ausgezeichneten sind diesmal zehn Institutionen, zwei Unternehmen und zwei Hochschulen, die sich das Vereinbarkeitszertifikat zum ersten Mal sicherten: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), Ernst-Abbe-Hochschule Jena (Hochschule für angewandte Wissenschaften), Evangelisch-lutherischer Kirchenkreisverband Hameln-Holzminden, Johann Heinrich von Thünen-Institut (Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (Thünen-Institut)), Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Knorr-Bremse AG, Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) gGmbH, Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL), Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR) Kommunales Jobcenter, REWE Dortmund SE & Co. KG, Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Schwester Euthymia Stiftung, Stadt Böblingen und die Universität Basel. Da die berufundfamilie die europaweite Lizenz für das audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule hält, können auch über Deutschlands Grenzen hinaus Organisationen das strategische Managementinstrument nutzen – so wie jetzt die Universität Basel. Über 4.500 Beschäftigte und knapp 9.900 Studierende können von den familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen profitieren.

Zu den zehn Erstzertifizierten gesellten sich 80 Organisationen, die erfolgreich eine Re-Auditierung bzw. ein Dialogverfahren durchliefen. Zum zweiten Mal mit dem Zertifikat ausgezeichnet wurden neun Institutionen, fünf Unternehmen und eine Hochschule. Zehn Institutionen, fünf Unternehmen und zwei Hochschulen wurden zum dritten Mal zertifiziert. 48 Arbeitgeber schlossen erfolgreich das Dialogverfahren ab und werden dafür mit einem Zertifikat honoriert, das einen dauerhaften Charakter hat. Das Dialogverfahren ist ein schlankes Verfahren, das Arbeitgeber offensteht, die sich seit mindestens neun Jahren mit dem audit für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik einsetzen.

24 Organisationen (14 Unternehmen, sieben Institutionen, drei Hochschulen) wurden nach erfolgreichem Abschluss des Dialogverfahrens zum vierten Mal ausgezeichnet. Zudem stellten sich 16 Arbeitgeber (zehn Unternehmen, vier Institutionen, zwei Hochschulen) zum fünften Mal der Zertifizierung und sieben Organisationen (drei Unternehmen, drei Hochschulen, eine Institution) erhielten bereits zum sechsten Mal ihr Vereinbarkeitszertifikat.

Besonders hervorzuheben sind die Stadtverwaltung Velbert und Technische Betriebe Velbert AöR, die bereits zum siebten Mal das Zertifikat erhielten und seit 2003 systematisch an ihrer Vereinbarkeitspolitik arbeiten.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. www.berufundfamilie.de

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  • Befragung von Personalverantwortlichen untermauert Bedarf an Systematisierung des hybriden Arbeitens
  • berufundfamilie stellt „Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ vor – Mindmap für Führungskräfte

Personaler*innen und Geschäftsführende sind sich darin einig, dass sich hybrides Arbeiten in Zukunft manifestieren wird. Mobiles Arbeiten wird grundsätzlich Bestand haben, während ausschließliches Arbeiten im Home-Office nur in Einzelfällen vorstellbar ist. Dieses Ergebnis der Forschungsarbeit der Studiengruppe Wirtschafts- und Werbepsychologie am Campus M21 (Standort Nürnberg), die von der berufundfamilie Service GmbH initiiert wurde, geht mit der Erkenntnis einher, dass hybrides Arbeiten ein hohes Maß an Vertrauen, aber auch verlässliche Regelungen braucht. Um Personalverantwortliche beim Führen hybrid arbeitender Teams zu unterstützen, hat die berufundfamilie daher das „Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ entwickelt – eine Mindmap zu unmittelbaren Führungsaufgaben und Anforderungen an die Mitarbeitenden. Sie dient als Orientierungshilfe, aus der Führungskräfte ihre individuelle Checkliste für die Gestaltung der hybriden Zusammenarbeit ableiten können.

Unmittelbare Führungsaufgaben: Self-Empowerment stärken und Grundlagen für Team-Empowerment schaffen

Was muss die Führungskraft tun? Welches Verhalten muss sie an den Tag legen? Welche Knowledge muss sie mitbringen? Das „Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ veranschaulicht die zentrale Rolle der Führungskräfte, wenn es darum geht, hybrides Arbeiten im Team erfolgreich zu gestalten. Führungskräfte haben dabei nicht nur die eigenen Geschicke zu lenken, sondern auch die des Teams bzw. seiner einzelnen Mitglieder. Entsprechend bilden die unmittelbaren Führungsaufgaben – hinsichtlich Selbstbefähigung, Haltung und Verhalten, Personalentwicklung und Kommunikation – die Speichen des Vorderrads des Führungsfahrrads. Die Führungskraft steht schließlich vor der zentralen Anforderung, das Self-Empowerment in Sachen „Führen hybrid arbeitender Teams“ zu stärken und Grundlagen für das entsprechende Team-Empowerment zu schaffen.

Den Bedarf an Vorgaben bestätigen auch die durch den Campus M21 (Standort Nürnberg) befragten Unternehmensvertreter*innen: Ihrer Erfahrung nach sind für die Führung hybrid agierender Teams gemeinsame Regeln, Strukturen und Ziele unabdingbar. Dabei sollten Rollen von Team und Individuum klar verteilt werden.

Anforderungen an Mitarbeitende: Selbstorganisation, Kollaboration und Transparenz

Die Befragung bringt zudem zu Tage, dass Führungskräfte ein gewisses Maß an Mitgestaltungswillen und -aktionen von den Beschäftigten bzgl. der hybriden Arbeitsweise erwarten. Insbesondere, wenn es darum geht, das Teamgefüge aufrecht zu erhalten – etwa durch virtuelle Events oder die Nutzung regelmäßiger informeller Austauschmöglichkeiten – sehen Führungskräfte die Mitarbeitenden in der Pflicht.

Die Förderung des Teambuildings wird im berufundfamilie Führungsfahrrad im Hinterrad verortet – und zwar als eine der Anforderungen an Mitarbeitende. Zu ihnen zählen zudem die grundsätzliche Bedarfsklärung bzgl. Remote- und Präsenzarbeit aller Kolleg*innen, Absprachen zur Optimierung der Kommunikation sowie die Einigung über die bestmögliche Durchführung von Projekten und fortlaufenden Kernarbeiten.

Unter den Anforderungen sind Aufgaben zu verstehen, die zwar vom Team bzw. den einzelnen Beschäftigten wahrgenommen, aber von der Führungskraft begleitet bzw. in Teilen koordiniert werden. Die Teammitglieder klären – unter Mitwirkung der Führungskraft – untereinander, welche Faktoren der hybriden Zusammenarbeit in welcher Form zu beachten ist. Die Führungskraft hat dabei die Funktion, die Selbstorganisation des Teams zu fördern sowie Transparenz und Kollaboration in der Zusammenarbeit einzufordern. 

Betriebsindividuelle Vorgaben in die Praxis überführen

Die Führungskraft kann Vorder- und Hinterrad – und damit die unmittelbaren eigenen Aufgaben und die Anforderungen an die Mitarbeitenden – allerdings nur unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen, also auch der betriebsindividuellen Vorgaben, in Bewegung bringen. Entsprechend sind Aspekte wie Dienstvereinbarung, Data Security, Arbeitsplatzausstattung und systematische Einführung in die neuen Arbeitsformen als Bestandteile des Antriebs bzw. Kettenblatts im Führungsfahrrad dargestellt.

Dass Dienstvereinbarungen vielfach in den Unternehmen bereits auch hinsichtlich des hybriden Arbeitens greifen, zeigt ein weiteres Ergebnis des Forschungsprojekts des Campus M21: Bei knapp der Hälfte der befragten Unternehmen gelten sowohl die Büroarbeitszeiten als auch die gesetzlich vorgeschriebenen, einzuhaltenden Pausen grundsätzlich auch im Home-Office. Die zweithäufigste Arbeitszeitvariante im Home-Office ist der Befragung zufolge die Vertrauensarbeitszeit, bei der allerdings die Sollzeit i.d.R. innerhalb eines Tages zu erbringen ist. Weniger verbreitet ist bis dato noch die leistungsorientierte Arbeitszeit, die eine völlige zeitliche Autonomie der Mitarbeitenden beinhaltet.

Im Blick behalten: Gesamtorganisatorische Ausrichtung und Prozessanalyse

Das „Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ wird optisch komplettiert durch ein Vorder- und ein Rücklicht. Sinnbildlich für das Stichwort „Orientierung geben“ ist die gesamtorganisatorische Ausrichtung, die Ausdruck in der Unternehmensstrategie und/ oder Vision findet, als Vorderlicht im Führungsfahrrad moduliert. Um zu verdeutlichen, dass sich jedem Prozess idealerweise eine Analyse anschließt, sind die Aspekte Monitoring, Evaluation und mögliche Anpassung, im Rücklicht gesammelt.

„Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ kostenlos anfordern

Die Mindmap „Führungsfahrrad ‚Hybrides Arbeiten‘“ steht interessierten Personalverantwortlichen kostenfrei zum Download zur Verfügung. Über die Website der berufundfamilie können die Visualisierung als Druckvorlage im DIN A3-Format und als JPG-Bild sowie die Erklärhilfe „Der Reader oder „Wie das Führungsfahrrad zu lesen ist““ abgerufen werden: https://bit.ly/3CsXlW9

Zum Forschungsprojekt des Campus M21:
Die Studiengruppe Wirtschafts- und Werbepsychologie des Campus M21 (Standort Nürnberg), führte in Kooperation mit der berufundfamilie Service GmbH ein Forschungsprojekt mit Führungskräften über die Umsetzung und zukünftigen Trends des Home-Office und hybriden Arbeitens durch. Im Zeitraum vom 17.05.2021 – 30.05.2021 wurden Personalverantwortliche bzw. Geschäftsführende von 18 Unternehmen (Größenordnung: Mittelstand bis Großkonzern), die aktuell und zukünftig Home-Office anbieten, mittels qualitativer Interviews befragt. Die Ergebnispräsentation ist abrufbar unter: https://bit.ly/2XurcPh

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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  • Umfrage unter nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Organisationen belegt Vorteile für Schichtbetriebe, die seit Vor-Corona-Zeiten ihre Vereinbarkeitspolitik strategisch gestalteten

Sieben von acht (87,5 Prozent) Betrieben, die von der berufundfamilie Service GmbH befragt wurden, heißen eine größere Flexibilisierung der Schichtarbeit willkommen – auch weil sie dank ihr guten Umgang mit der Coronakrise gefunden haben.

Die Coronapandemie hat sich als Treiber der Home-Office-Arbeit und anderer Flexibilisierungsmaßnahmen erwiesen. In der öffentlichen Diskussion stehen dabei aber vorrangig Bürotätigkeiten im Blickpunkt. Laut Eurostat sind etwa 5,6 Prozent der 15- bis 64-jährigen Arbeitnehmenden in Schichtarbeit tätig – viele von ihnen in Präsenzberufen, bei der Home-Office keine Option ist. Grund genug für die berufundfamilie Service GmbH per Stichprobenbefragung den Statuts der Flexibilisierungsmaßnahmen bei nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Organisationen – also Arbeitgebern, die ihre Vereinbarkeitspolitik strategisch gestalten – zu eruieren. Acht Organisationen standen für den berufundfamilie Scout unter dem Titel „Schicht machen?! Die Zukunft familien- und lebensphasenbewusster Schichtarbeit“ Rede und Antwort.

Befragt danach, was die größten Herausforderungen bezüglich eines reibungslosen Schichtbetriebs sind, nannten jeweils 87,5 Prozent das Fehlzeiten- und Ausfallmanagement sowie die Auslastung „unbeliebter Zeiten“ wie beispielsweise das Wochenende. Ein Viertel sah Herausforderungen in der Urlaubsplanung. Und 12,5 Prozent fand das betriebliche Gesundheitsmanagement mit Blick auf die Schichtarbeit herausfordernd. Besonders positiv ist die Anmerkung eines Arbeitgebers zu werten, der geringe Herausforderungen sah und betonte, dass der Schichtbetrieb insgesamt „gut klappt“.

87,5 Prozent der befragten Organisationen – also sieben von acht – sprach sich für eine größere Flexibilisierung der Schichtarbeit aus. Bedenken bzgl. einer stärkeren Flexibilisierung gab es aber durchaus – und zwar in Form von Hürden: Für die Hälfte der befragten Organisationen (vier von acht) könnte ein zu großer personeller Aufwand gegen eine stärkere Flexibilisierung sprechen. 37,5 Prozent sah die Möglichkeiten eingeschränkt, da die Produktions- und Organisationsabläufe keine weitere Flexibilisierung zulassen. 12,5 Prozent gingen von einem zu großen finanziellen Aufwand aus.

Bei der Hälfte der befragten Organisationen (vier von acht) hatte die Coronapandemie zu einer erhöhten Flexibilisierung der Schichtarbeit geführt. Dabei hatten und haben sie ihre Vereinbarkeitsmaßnahmen variantenreich ausgebaut. Die Basis dafür bildete die im Rahmen des audit berufundfamilie strategisch aufgesetzte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.

Home-Office-Möglichkeiten wurden etabliert – sofern diese mit den dienstlichen Aufgaben in Einklang zu bringen sind. Zudem wurden Wunschdienste eingeführt. Im Gesundheitsbereich wurden Flexibilisierungslösungen im Handlungsfeld Arbeitszeit hinsichtlich der Kinderbetreuung und der Bewältigung von Spitzlasten im Patient*innenaufkommen erweitert. Genannt wurde auch die Nutzung eines Springer*innenpools, bei dem Beschäftigte freiwillig den Einsatz in anderen Einrichtungen des Arbeitgebers wählen konnten, um Kolleg*innen zu unterstützen. Um dem Corona-Hygienekonzept entsprechen zu können, wurden im Zweischichtbetrieb beispielsweise auch Personengruppen getrennt. Dabei wurde die Zusammensetzung wochenweise und per Abstimmung innerhalb des Teams festgelegt.

Flexibel in die Krise gegangen

Ein tieferer Blick in das Handlungsfeld Arbeitszeit belegt den bereits vor der Coronapandemie vorhandenen hohen Flexibilisierungsgrad der nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Schichtbetriebe, der sie für die Krise zu großen Teilen wappnet(e): Alle der befragten Organisationen (100 Prozent) boten ihren Beschäftigten im Schichtbetrieb bereits vor Corona Arbeitszeitkonten an. Das Portfolio an familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen im Handlungsfeld Arbeitszeit geht aber durchaus darüber hinaus: 87,5 Prozent ermöglichen die Wunschdienstplanung. Bei der Hälfte (50 Prozent) sind temporäre Dienstpläne für besondere Lebenslagen gestaltbar, z.B. Dauertageschichten. Jeweils 37,5 Prozent bieten Teilzeitmöglichkeiten durch Freischichten oder verkürzte Schichten wie beispielsweise geteilte Schichten. Bei einem Viertel der Organisationen können die Beschäftigten ihre Anfang- und Endseiten flexibel wählen. 12,5 Prozent der Arbeitgeber hat so genannte Mütterschichten.

71,4 Prozent der befragten Organisationen benennen als weitere Flexibilisierungs- und Unterstützungsmaßnahmen für ihre in Schichtarbeit Beschäftigten, dass mehr auf Tages- als auf Nacht- und Wochenendbetrieb gesetzt wird, sofern dies betrieblich umsetzbar ist. 57,1 Prozent bieten Support bei der Kinderbetreuung an. 14,3 Prozent setzen auf Schichtschemata – also eine Folge von Schichtdiensten, die sich regelmäßig nach mehreren Wochen wiederholt. Ebenfalls 14,3 Prozent qualifizieren ihre Beschäftigten für breitere Einsatzmöglichkeiten in anderen Schichtplänen oder außerhalb des Schichtmodells.

Nachfrage nach individuellen Vereinbarkeitslösungen nimmt (auch) in der Schichtarbeit zu

87,5 Prozent der befragten Organisationen sagten, dass die Nachfrage nach individuellen Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bei Beschäftigten in der Schichtarbeit in den vergangenen zwei Jahren zugenommen habe. Bei einem Viertel habe die Nachfrage sogar deutlich zugenommen. Abgenommen hat die Nachfrage nach individuellen Lösungen in den vergangenen zwei Jahren bei keiner der befragten Organisationen. Und bei lediglich einer Organisation (12,5 Prozent) ist die Nachfrage etwa gleich hoch geblieben.

Zum berufundfamilie Scout „Schicht machen?!“

Unter dem Dach berufundfamilie Scout führte die berufundfamilie Service GmbH vom 02.11.2020 bis 04.12.2020 die Online-Kurzumfrage „Schicht machen?! Die Zukunft familien- und lebensphasenbewusster Schichtarbeit“ durch. Acht Organisationen, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie tragen, nahmen teil. Sieben der Organisationen sind unternehmerisch tätig, eine ist als Institution eingestuft. Das Dreischichtmodell ist in der Mehrheit der befragten Organisationen vertreten (62,5 Prozent). Ein Viertel (25 Prozent) fährt ein vollkontinuierliches Schichtsystem. 12,5 Prozent machen sich individuelle Schichtmodelle zu Nutze, die in einem Rahmenplan integriert sind.

Die Ergebnischarts sind hier abrufbar.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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          • Virtuelle Festveranstaltung mit Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht
          • Bundesfamilienministerium zum 6. Mal ausgezeichnet

Im zweiten Jahr der Coronapandemie wurden jetzt 287 Arbeitgeber für die strategische (Weiter-)Entwicklung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik bzw. familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen geehrt. Die 135 Unternehmen, 118 Institutionen und 34 Hochschulen hatten in den vorangegangenen zwölf Monaten erfolgreich das audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule durchlaufen und erhielten das dazugehörige Zertifikat. Die Ausgezeichneten sind berechtigt, das Zertifikat, das als Qualitätssiegel für die nachhaltige Gestaltung der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik gilt, für drei Jahre zu tragen. In dieser Laufzeit sind sie angehalten, die in der Zielvereinbarung bzw. im Handlungsprogramm getroffenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen zu verfolgen. Die berufundfamilie überprüft jährlich die Entwicklung.

Gefeiert wurde das Engagement im Rahmen eines Zertifikats-Online-Events, das von Berlin aus gestreamt wurde. Zu den Gratulant*innen zählte neben Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, sowie Key-Note-Speakerin Dr. Auma Obama auch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Christine Lambrecht.

Das Bundesfamilienministerium erhielt in diesem Jahr das mittlerweile sechste Zertifikat zum audit berufundfamilie. Es wurde im Jahr 2003 erstmals ausgezeichnet und zählt damit zu den Vorreitern unter den Arbeitgebern, die ihre Vereinbarkeitspolitik systematisch auf- und ausbauen.

Christine Lambrecht, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Ich freue mich, dass mein Haus dieses Jahr erneut mit dem Zertifikat audit berufundfamilie ausgezeichnet wurde. Gerade in der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass familienbewusste Unternehmen nicht nur besser und schneller in den Krisenmodus umstellen konnten, sondern auch zufriedenere Beschäftigte haben. Jetzt kommt es darauf an, das geschärfte Bewusstsein für Vereinbarkeit zu bewahren und die vielen positiven Lösungen und Erfahrungen als festen Bestandteil in die Kultur eines Unternehmens zu verankern. Ich sehe darin eine große Chance, gestärkt aus dem letzten Jahr hervorzugehen. Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen partnerschaftlich zwischen Müttern und Vätern, Arbeitgebern und Beschäftigten und zwischen Politik und Wirtschaft ausgehandelt werden.“

Nachhaltige Vereinbarkeitspolitik, die sich bewährt

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, erläuterte anlässlich des Zertifikats-Online-Events, das unter dem Titel „lebe hybrid – vereinbare nachhaltig“ stand: „Im zweiten Jahr der Coronapandemie rund 300 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen für ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik auszeichnen zu können, hat für uns eine besondere Bedeutung. Es ist ein motivierendes Signal der Arbeitgeber dafür, dass Vereinbarkeit ein selbstverständlicher und unentbehrlicher Bestandteil ihres organisationalen Handelns ist und sein sollte. Die hohe Zahl an Zertifikatsträgern, die zum wiederholten Mal das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule durchliefen, ist ein Beleg dafür, dass sie nicht auf das verzichten möchten, was sich in der Krise als besonders vorteilhaft erwiesen hat: die vielfältigen nachhaltigen Effekte einer strategisch angelegten Vereinbarkeitspolitik – ob sozial oder auch ökonomisch. Dass zudem 32 Organisationen in den zurückliegenden zwölf Monaten erstmals das Managementinstrument nutzten, zeigt uns erneut: Systematische familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ist nicht trotz einer Krise, sondern gerade wegen einer Krise gefragt und machbar.“

Zu den 32 Erstzertifizierten gesellten sich 30 Arbeitgeber, die das Zertifikat zum zweiten und 47, die es zum dritten Mal erhielten. Für 178 Organisationen war es mindestens die vierte Auszeichnung nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule. Ihr Zertifikat hat damit einen dauerhaften Charakter. Im Detail: 66 Arbeitgeber wurden zum vierten, 68 zum fünften und 35 zum sechsten Mal zertifiziert. Neun Organisationen können sich siebenmalige Zertifikatsempfänger nennen: Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Christophorus-Kliniken GmbH, Commerzbank AG, Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V., Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, INOSOFT AG, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Semper idem Underberg AG
Von dem familien- und lebensphasenbewussten Engagement der 287 aktuellen Zertifikatsempfänger können 698.400 Beschäftigte und 390.300 Studierende profitieren

Die Liste der diesjährigen Zertifikatsempfänger und eine dazugehörige Statistik steht oben zum Download zu Verfügung. Eine Übersicht aller derzeit nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifizierten Organisationen (alphabetisch geordnet) ist hier zu finden.

Das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule ist das zentrale Angebot der berufundfamilie Service GmbH und beruht auf einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Als strategisches Managementinstrument unterstützt das audit Arbeitgeber darin, die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen nachhaltig zu gestalten. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Das audit familiengerechte hochschule wird seit 2002 angeboten. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. Das audit steht traditionell unter der Schirmherrschaft der*des Bundesfamilienminister*in. www.berufundfamilie.de

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Das Kuratorium der berufundfamilie erteilte bzw. bestätigte 86 Arbeitgebern das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule am 31.Mai 2021. Unter den ausgezeichneten Arbeitgebern sind 47 Unternehmen, 30 Institutionen und neun Hochschulen. Sie sind damit (erneut) berechtigt, das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik zu tragen. Der Kreis der insgesamt rund 300 Organisationen, die im Rahmen des anstehenden Zertifikats-Online-Events (22. Juni 2021) für ihre strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gewürdigt werden, ist damit komplettiert.

Durch das Zertifikat wird belegt, dass die Arbeitgeber das von der berufundfamilie angebotene Auditierungs- bzw. Dialogverfahrens erfolgreich durchlaufen haben und somit (weiterhin) mittels eines strategischen Prozesses die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben nachhaltig gestalten. Zu den Messgrößen ihres Engagements zählen in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats vor allem ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogrammen. Die berufundfamilie Service GmbH prüft die praktische Implementierung jährlich.

Zu den 86 frisch gekürten Zertifikatsträgern zählen sieben Organisationen (drei Unternehmen, drei Institutionen und eine Hochschule), die das audit berufundfamilie zum ersten Mal zur Gestaltung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik genutzt haben.

79 Arbeitgeber ließen sich im Rahmen einer Re-Auditierung bzw. eines Dialogverfahrens erneut begutachten.

Zehn Organisationen wurden zum zweiten (sieben Unternehmen, drei Institutionen) und 15 zum dritten (fünf Unternehmen, neun Institutionen, eine Hochschule) ausgezeichnet.

Den erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens und damit den dauerhaften Charakter des Zertifikats sicherten sich insgesamt 54 Arbeitgeber. Das Dialogverfahren ist ein schlankes Verfahren, das Arbeitgebern offensteht, die sich seit mindestens neun Jahren mit dem audit für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik einsetzen. 18 Arbeitgeber wurden mittels des Dialogverfahrens (elf Unternehmen, sechs Institutionen, eine Hochschule) zum vierten, 21 (14 Unternehmen, vier Institutionen, drei Hochschulen) zum fünften und zwölf (fünf Unternehmen, vier Institutionen und drei Hochschulen) zum sechsten Mal begutachtet.

Darüber hinaus erhielten drei Arbeitgeber (zwei Unternehmen, eine Institution) zum siebten Mal das Zertifikat: die Christophorus-Kliniken GmbH, die INOSOFT AG und der Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V..

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. www.berufundfamilie.de

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Wann genau spricht man vom mobilen Arbeiten und wann von Telearbeit? Was ist ein Ampelkonto und was ein Lebensarbeitszeitkonto? Nicht nur darauf gibt das jetzt von der berufundfamilie Service GmbH lancierte VereinbarkeitsABC Antworten. Das Glossar bietet z.B. auch Aufschluss über die Zusammenhänge zwischen Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben und Arbeitgeberattraktivität, Arbeit und Alter sowie Gesundheitsmanagement. Es schafft damit ein grundlegendes Verständnis für die Bausteine einer systematisch zu gestaltenden familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Benannt sind Wörter aus dem Kontext der Erwerbstätigkeit, rechtliche Begriffe und Vereinbarkeitslösungen.

Mitmachen!

Die Erstausgabe des VereinbarkeitsABCs umfasst über 180 Wörter und stellt damit die bislang größte frei über das deutschsprachige Internet zugängliche Begriffssammlung im Themenfeld dar. Das Glossar soll stetig wachsen und zwar durch „wisdom oft he crowd“. Die berufundfamilie lädt daher Arbeitgeber ein, Begriffe zu nominieren. Wunschbegriffe zur Vereinbarkeit können unter dem Stichwort „VereinbarkeitsABC“ per E-Mail eingereicht werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Das berufundfamilie-Team prüft die Begriffe und ihre Relevanz für das VereinbarkeitsABC und unterfüttert sie inhaltlich, um sie schließlich in das Glossar aufzunehmen.

Informieren und lernen!

Arbeitgeber, die sich dem Thema Vereinbarkeit bereits widmen, können das VereinbarkeitsABC nutzen, um Begrifflichkeiten im Rahmen ihrer Kommunikation zur eigenen Vereinbarkeitspolitik einzuordnen und zu definieren. Organisationen, die sich an eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik herantasten möchten, dient das Glossar als Orientierungshilfe. Beschäftigte unterstützt das Glossar darin, ihr Verständnis für das Themenfeld Vereinbarkeit und/ oder einzelne Angebote ihres Arbeitgebers auf- bzw. auszubauen.

Die berufundfamilie stellt das VereinbarkeitsABC auf ihrer Website barrierefrei zur Verfügung: https://bit.ly/3gUNS2j. Auch eine aktuelle PDF-Fassung – Publikation „VereinbarkeitsABC – das Glossar rund um die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik“ – kann dort kostenlos angefordert werden.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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  • Umfrage unter nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Krankenhäusern/ Kliniken verdeutlicht wachsende Stellenbesetzungsprobleme im ärztlichen und medizinisch-technischen Dienst
  • Kostenlose virtuelle Infoveranstaltung: remote café „Goldstandard Vereinbarkeit?“

Das Ringen um Personal und dessen Bindung ist nicht nur aktuell die zentrale Challenge von Krankenhäusern und Kliniken. Prognosen von 13 nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Einrichtungen zufolge wird diese in den kommenden Jahren noch wachsen.

Alle befragten Krankenhäuser benennen die Personalgewinnung und -bindung als die derzeit größte strategische Herausforderung in ihrem Unternehmen. Für 61,5 Prozent gestaltet sich zudem die Verbesserung der Erlössituation, für 46,2 Prozent die Optimierung der Leistungserbringung, für 23,1 Prozent die Anpassung des Leistungsangebots und für 7,7 Prozent die Qualitätssicherung als besonders herausfordernd.

100 Prozent der Krankenhäuser sind der Meinung, dass die Herausforderungen im Bereich Personalgewinnung und -bindung bis Mitte der 2020-Jahre noch zunehmen werden. Wachsende Challenges sehen in fünf Jahren 61,5 Prozent auch bezüglich der Verbesserung der Erlössituation, jeweils 38,5 Prozent bei der Optimierung der Leistungserbringung und der Anpassung des Leistungsangebots sowie 15,4 Prozent bei der Qualitätssicherung.

Aktuell haben alle der befragten Krankenhäuser im Pflegedienst Stellenbesetzungsprobleme, gut 46,2 Prozent auch im ärztlichen und rund 30,8 Prozent im medizinisch-technischen Dienst. In den kommenden fünf Jahren trüben sich die Aussichten bzgl. der Besetzung von Stellen zusätzlich: Bis dahin sehen weiterhin 100 Prozent der Kliniken Probleme dabei, geeignetes Personal im Pflegedienst zu finden, für den ärztlichen Dienst sehen 76,9 Prozent Schwierigkeiten – also eine Zunahme von rund 31 Prozent. Zudem wächst der Anteil derer, die bis 2025/2026 Schwierigkeiten bei der Personalbesetzung im medizinisch-technischen Dienst erwarten, auf 69,2 Prozent. Das entspricht einer Zunahme von gut 31 Prozent.

Breites Portfolio an Vereinbarkeitsmaßnahmen notwendig

Lösungsorientiert gehen die nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Krankenhäuser gegen die Herausforderungen an. Dabei setzen sie auf die Effekte einer strategisch gestalteten familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Konkret werden von ihnen vor allem die familien- und lebensphasenbewusste Dienstplangestaltung (92,3 Prozent) und die Sensibilisierung von Führungskräften (84,6 Prozent) als geeignete Maßnahmen eingestuft, um im ärztlichen Dienst/ Pflegedienst Personal besser zu gewinnen und binden zu können. Auf Rang drei landen mit einem Zuspruch von jeweils 69,2 Prozent der befragten Krankenhäuser Kinderbetreuungsangebote zu Rand- und Sonderzeiten sowie Teilzeitlösungen. Hervorzuheben ist, dass gut drei Fünftel – 61,5 Prozent – auch Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für probate Maßnahmen zur besseren Gewinnung und Bindung von Personal im ärztlichen Dienst/ Pflegedienst halten.

Gut die Hälfte (53,8 Prozent) der auditierten Krankenhäuser spricht sich außerdem für Unterstützungsangebote beim Wiedereinstieg aus. Und auch der Bereich „Arbeit und Alter“ ist ein Thema: 46,2 Prozent sehen Lösungspotenzial in der Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand.

Knapp vier von zehn Krankenhäusern (38,5 Prozent) benennen Job-Sharing. 30,8 Prozent halten Angebote zur Kinderbetreuung während der Regelzeiten für geeignet.

„Der breite Zuspruch für die unterschiedlichen Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben verdeutlichen, dass eindimensionale Lösungswege – wie etwa singuläre Einzelmaßnahmen – im Kampf gegen das Fachkräftedefizit nicht zu empfehlen sind. Sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren bedeutet für Krankenhäuser vielmehr, ein breites Angebotsportfolio zu bieten, aus dem Beschäftigte je nach Lebensphase, Lebenssituation und auch Lebensentwurf wählen können. Nicht jedes Angebot ist schließlich zu jeder Zeit für jede*n Beschäftigten das Richtige“, erläutert Silke Güttler, Leitung Corporate Communications der berufundfamilie Service GmbH, die Ergebnisse der Kurzumfrage.

Kostenlose virtuelle Infoveranstaltung für Krankenhäuser/ Kliniken

An welchen Stellschrauben Krankenhäuser und Kliniken im Rahmen einer strategisch gestalteten familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik drehen können, ist auch die zentrale Frage, mit dem sich das remote café „Goldstandard Vereinbarkeit. Im Klinikalltag mehr möglich machen.“ am 26.04.2021 (11 – 12 Uhr) befasst. Gastgeber und Auditor der berufundfamilie Martin Volz-Neidlinger begrüßt in der virtuellen Veranstaltung Roland Kuttner vom Klinikum am Weissenhof und Iris Weichsel von den medius KLINIKEN in Kirchheim u. Teck, Nürtingen und Ostfildern-Ruit. Die beiden Klinikvertreter*innen berichten über Vereinbarkeitslösungen im Klinikalltag – auch während der Coronapandemie. Interessierte können sich kostenlos anmelden unter: https://bit.ly/3u6TkT0 

Zum berufundfamilie Scout „Goldstandard Vereinbarkeit?“

Unter dem Dach berufundfamilie Scout führte die berufundfamilie Service GmbH vom 02.11.2020 bis 21.03.2021 die Kurzumfrage „Goldstandard Vereinbarkeit?: Familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik 2021 in Krankenhäusern/ Kliniken“ durch. 13 Krankenhäuser bzw. Kliniken, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie tragen, nahmen teil. Die Ergebnischarts sind auf der Website abrufbar.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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69 Arbeitgeber zeigen zum Auftakt der ersten Zertifizierungsrunde in diesem Jahr mit ihrer (wiederholten) Zertifizierung nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, dass eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gerade auch in Krisenzeiten wichtig und zugleich vorteilhaft ist. Die strategische Verankerung von Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ermöglicht Arbeitgebern und Beschäftigten, sich flexibel, schnell und ressourcenschonend und somit im Sinne der Nachhaltigkeit auf die neue Arbeitswelt einzustellen – sei es durch eine passgenaue und bedarfsgerechte Ausgestaltung der Arbeitszeit, der Arbeitsorganisation oder des Arbeitsorts.

Das Kuratorium der berufundfamilie zeichnete zum 15. März 2021 das Engagement von 26 Unternehmen, 36 Institutionen und sieben Hochschulen mit der Erteilung bzw. Bestätigung des Zertifikats zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule aus. Diese sind damit (erneut) berechtigt, das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik für (weitere) drei Jahre zu tragen. Das Zertifikat belegt, dass die Organisationen das von der berufundfamilie angebotene Auditierungs- bzw. Dialogverfahren erfolgreich durchlaufen haben und somit (weiterhin) einen strategischen Prozess nutzen, um die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die zentralen Messgrößen für den Einsatz der Arbeitgeber sind in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogramme. Die praktische Umsetzung der Maßnahmen wird durch die berufundfamilie Service GmbH jährlich geprüft.

Neun Institutionen unter den 69 Zertifizierten wurden dabei erstmalig ausgezeichnet: Bundesanstalt für Straßenwesen, Bundesarchiv, Bundesstadt Bonn, Georg-Speyer-Haus – Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie, IT Baden-Württemberg – BITBW, Kaiserswerther Diakonie, Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) Brandenburg, Landesamt für Umwelt (LfU) Brandenburg und Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg (MBJS).

Somit durchliefen 60 Organisationen eine Re-Auditierung bzw. ein Dialogverfahren: Fünf Unternehmen, zwei Institutionen und zwei Hochschulen bekamen zum zweiten Mal das Zertifikat. Zum Dritten Mal zertifiziert wurden fünf Unternehmen und zehn Institutionen.

Den erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens, der mit dem dauerhaften Charakter (bzw. dessen Weiterführung) des Zertifikats honoriert wird, erreichten insgesamt 36 Organisationen. Das Dialogverfahren ist ein schlankes Verfahren, das durch jene Arbeitgeber genutzt werden kann, die seit mindestens neun Jahren mit dem audit eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik in ihren Organisationen vorantreiben. 15 Arbeitgeber (sechs Unternehmen, sechs Institutionen, drei Hochschulen) wurden nach erfolgreichem Abschluss des Dialogverfahrens zum vierten Mal zertifiziert. Acht Unternehmen, fünf Institutionen und eine Hochschule wurden durch das Dialogverfahren bereits zum fünften Mal und sechs Organisationen (zwei Unternehmen, drei Institutionen und eine Hochschule) zum sechsten Mal zertifiziert. Ein Arbeitgeber ist zum siebten Mal mit dem Zertifikat für seine lebensphasen- und familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet worden: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) ist bereits seit 2002 Zertifikatsträger.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Viele Beschäftigte haben während der Coronapandemie Home-Office erst kennen- und zugleich schätzen gelernt. Umfragen zeigen, dass Mitarbeitende zukünftig vermehrt die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten nutzen wollen. Und auch Arbeitgeber haben die Chancen der neuen bzw. stärker genutzten Möglichkeiten wie z.B. Telearbeit erkannt. Gleichzeitig sehen Beschäftigte wie auch Führungskräfte negative Auswirkungen von vorrangiger bzw. dauerhafter Arbeit auf Distanz – für das Teamgefüge und die Innovationskraft. Was bedeutet das für die Zusammenarbeit nach Corona? Die berufundfamilie Service GmbH rät Organisationen dazu, schnellstmöglich die Post-Corona-Erwartungen der Belegschaft bezüglich der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben individuell zu ermitteln und eine Strategie für den Umgang zu entwickeln. Dazu gibt sie fünf Tipps.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, gibt zu bedenken: „Ein völlige Kehrtwende zu Vor-Corona-Zeiten wird es nicht geben. So ist nicht zu erwarten, dass alle Beschäftigten zu ihren ursprünglichen Arbeitsmodellen zurückkehren werden. Was in der Notsituation forciert werden musste – nämlich das Aufsetzen einer Infrastruktur für Remote Work und die Verschlankung von Antragsverfahren für das Home-Office – hat sich vielfach als positiv erwiesen. Das wollen Mitarbeitende und Führungskräfte nicht missen. Und doch müssen sich Arbeitgeber darüber im Klaren sein: Die Erwartungen an die Vereinbarkeit sind in der Coronazeit unterschiedlich gewachsen. Das hängt mit der jeweiligen Lebensphase, dem Lebensentwurf und der Lebenssituation zusammen. Es wird Beschäftigte geben, die zu festen Tagen im Home-Office sein möchten, solche, die sich noch mehr Flexibilität bei der Wahl ihres Arbeitsorts und der Arbeitszeit wünschen, und die, die Präsenzarbeit bevorzugen werden. Sich hier Einblick zu verschaffen und adäquat darauf reagieren zu können, ist jetzt die vorrangigste Aufgabe von Arbeitgebern.“

Folgende fünf Tipps gibt die berufundfamilie Arbeitgebern mit auf den Weg, um Umgang mit den Post-Corona-Erwartungen an die Vereinbarkeit zu finden:

  1. Erwartungen analysieren

Zunächst einmal gilt es zu erfassen, inwieweit sich die Erwartungen bezüglich der Vereinbarkeit durch Corona bei den Beschäftigten und auch bei Führungskräften verändert haben und welcher Nutzen in einer erhöhten Flexibilisierung gesehen wird. Neben den aktuellen Wünschen z.B. hinsichtlich Arbeitsort, Arbeitszeit und Arbeitsorganisation können daher auch die konkreten Gründe eruiert werden, die für das Home-Office sprechen. Abfragen lassen sich zudem Einschätzungen zur Produktivität im Home-Office versus Präsenzarbeit – sowohl der eigenen als auch der des Teams.

Als Formate für die Erhebung bieten sich Fokusgruppengespräche an. Denkbar sind getrennte Interviews von Beschäftigten und Führungskräften. Möglich ist auch eine breiter angelegte Beschäftigtenbefragung – als Vollbefragung oder nach Bereichen gegliedert.

  1. Maßnahmenportfolio anpassen bzw. ausbauen

In einigen Fällen wird es notwendig sein, den Rahmen, in dem sich Arbeitnehmende und Arbeitgeber bei der Gestaltung der Zusammenarbeit bewegen, neu zu definieren. Bedarf es z.B. einer Überarbeitung der Arbeitszeitregelung, müssen gegebenenfalls entsprechende Betriebsvereinbarungen angepasst werden.

Zudem stellt sich die Frage, wie Antragsverfahren für Home-Office, mobiles Arbeiten und (alternierende) Telearbeit, unbürokratischer gestaltet werden können.

Doch auch die Aktualisierung der Rahmenbedingungen entledigt Führungskräfte nicht der Aufgabe, sich den individuellen Vereinbarkeitswünschen der Beschäftigten zu stellen. Empfehlenswert ist es, Aushandlungsprozesse zu systematisieren – wie z.B. im Vereinbarkeits-Trialog der berufundfamilie. Dabei eruieren Beschäftigte*r und Führungskraft anhand gezielter Fragestellungen, welche passgenaue Vereinbarkeitslösung gefunden werden kann, die sowohl den individuellen Bedarfen der* des Beschäftigten als auch der Tätigkeit der*des Beschäftigten und den betrieblichen Erfordernissen entspricht. Zudem muss die Lösung auf die Belange des Teams abgestimmt sein. Detaillierte Fragebögen dienen als Leitfaden. Wenngleich es sich empfiehlt, Aushandlungsprozesse in Präsenzgesprächen durchzuführen, ist auch die Übertragung in ein virtuelles Format möglich – und im Sinne der „Neuen Normalität“ zeitgemäß.  

  1. Führungskräfte fit machen

Angesichts sich verändernder Erwartungen bei Beschäftigten sind Führungskräfte besonders gefordert. In ihrer Rolle als erste Ansprechpartner*innen und oftmals auch Entscheider*innen in Vereinbarkeitsfragen müssen sie sich auch den neuen Herausforderungen stellen, die verstärkt hybrid arbeitende Teams mit sich bringen.

Dazu zählt, die oben angesprochenen Aushandlungsprozesse zu moderieren und auch die Zusammenarbeit von abwechselnd remote voneinander arbeitenden Teammitgliedern zu koordinieren. Nicht zu vergessen sind eigene Vereinbarkeitsanliegen und deren Ausbalancierung mit den Belangen des Teams. Spezielle Führungskräfterunden, in denen Erfahrungen ausgetauscht und Taktiken gemeinsam entwickelt werden, können hier hilfreich sein. Eine wichtige Unterstützung kann zudem ein externes Coaching leisten, das sich speziell mit der Führung hybrid arbeitender Teams befasst.

  1. Teambuilding auffrischen

Die Coronapandemie hat an zuvor etablierten Teamstrukturen und Arbeitsabläufen gezerrt. Das liegt nicht nur an der räumlichen Trennung von Kolleg*innen, sondern auch an der – vor dem Hintergrund von Kita- und Schulschließungen – notwendigen weiteren Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Somit ist trotz virtueller Meetings eine gewisse Entfremdung von Kolleg*innen unumgänglich gewesen. Ist bei Beschäftigten jetzt der Wunsch gewachsen, mehr im Home-Office zu arbeiten, ist die Gefahr eines weiteren Auseinanderdriftens der Teammitglieder gegeben. Nicht zu unterschätzen ist auch das Thema Neiddebatte, das entfacht wird, wenn unter Mitarbeitenden der Eindruck des Ungleichgewichts bei der Nutzung von Vereinbarkeitslösungen – wie eben Home-Office – entsteht.

Dringend anzuraten ist daher, das Teambuilding unter dem Eindruck der Coronapandemie zu gestalten. Ein erster Schritt kann ein Teamtag sein, der die Möglichkeit des gemeinsamen Aufarbeitens der Arbeitssituation während Corona und damit einhergehenden Herausforderungen bietet.

  1. Kommunikationskultur fördern

Unerlässlich für die Aufarbeitung der berufsbezogenen Entwicklungen in der Coronazeit und die sinnvolle Neugestaltung der Teamarbeit, inkl. individueller Vereinbarkeitsmöglichkeiten, ist eine offene Kommunikation. Diese ist sowohl auf Seiten der Beschäftigten als auch auf Seiten der Führung zu fördern.

Es gilt, offen über die Grenzen von Belastungen einzelner und des Teams zu reden. Und auch die Grenzen des betrieblich Vertretbaren sind für alle Beteiligten transparent zu machen, um Akzeptanz von Veränderungen zu erzeugen und letztendlich die Tragfähigkeit der Lösungen zu unterstützen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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Die berufundfamilie Service GmbH appelliert an Arbeitgeber, ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik von Anfang an auf Nachhaltigkeit auszurichten und dabei auf eine erweiterte Zielgruppenerschließung zu setzen. Damit verweist sie auf die umfassenden sozialen, ökonomischen und in Teilen auch ökologischen Effekte, die nur eine strategisch gestaltete Vereinbarkeitspolitik langfristig erzielen kann. Zu den Voraussetzungen zählt allerdings, dass ausnahmslos alle Beschäftigten angesprochen und mitgenommen werden.

In der 2015 vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) an der Hochschule Ludwigshafen im Auftrag der berufundfamilie Service GmbH durchgeführten Studie „Vereinbarkeit 2020“ zeigte sich, dass Vereinbarkeit von den Beschäftigten in erster Linie als Thema für Mütter wahrgenommen wird. Sie gilt in den Augen von Mitarbeitenden weniger für Beschäftigte in schwierigen Lebenssituationen oder mit anderen Familienaufgaben im Sinne eines weiten Familienbegriffs. Dass sich daran in der Fläche bis heute nur geringfügig etwas geändert hat, sieht Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, problematisch: „Zeitliche, personelle und ggf. finanzielle Ressourcen in die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zu investieren und doch feststellen zu müssen, dass das Engagement seine gewünschten Effekte verfehlt, ist frustrierend für Arbeitgeber. Schaut man genauer hin, zeigt sich oft, dass die Angebote zu selektiv auf vereinzelte Zielgruppen zugeschnitten sind und dass zudem eine stringente Ansprache der gesamten Belegschaft fehlt. Eine moderne familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik muss alle mitnehmen.“

Vereinbarkeit unabhängig von Elternschaft, Familienstand und Geschlecht

Damit ist gemeint, über die primären Zielgruppen wie Mütter* und Väter* deutlich hinauszugehen. Oliver Schmitz erläutert: „Erfreulicherweise sind Erwerbstätige, die Pflegeaufgaben wahrnehmen, in den vergangenen Jahren stärker in das Blickfeld der Personalpolitik geraten. Und auch älteren, erfahrenen Beschäftigten gilt mehr die Aufmerksamkeit. Aber das reicht nicht aus. Wir sprechen bei der berufundfamilie bewusst von der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben, um auch die Bedarfe derer in den Mittelpunkt zu rücken, die keine familiären Aufgaben im engeren Sinne und dennoch Vereinbarkeitsbedarfe haben: z.B. Alleinstehende und Young Professionals ohne Kinder. Wollen wir Akzeptanz und gegenseitige Stütze unter den Beschäftigten in den Organisationen erreichen und fördern, müssen wir den Blick zusätzlich weiten. So geht es bei der erweiterten Erschließung von Zielgruppen auch darum, dass die Vereinbarkeitsbelange gleichgeschlechtlicher Paare berücksichtigt werden und auch Personen diversen Geschlechts ihre Vereinbarkeitsplattform finden.“

Diese Zielgruppen zu beachten, sie einzubeziehen und ihnen Angebote zu machen, ist aus vielerlei Gründen wichtig: In Vereinbarkeitsfragen darf es keine Bewertung unterschiedlicher Hintergründe und Bedarfe geben. Diese können nämlich schnell zu einem Ungleichgewicht der Nutzung von familien- und lebensphasenbewussten Angeboten führen. Dies birgt letztlich die Gefahr einer Neiddebatte unter den Beschäftigten – insbesondere derer mit und derer ohne familiäre Aufgaben im engeren Sinne. Die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Belegschaft, die für eine nachhaltige Vereinbarkeitspolitik essenziell ist, gerät so ins Wanken. Tragfähige Vereinbarkeitsangebote für jede*n Beschäftigte*n und die entsprechende Durchdringung der Organisation – und damit eine stringente Kommunikation an und mit allen Mitarbeitenden – sind unerlässlich für eine familien- und lebensbewusste Personalpolitik, die nachhaltig wirken soll.

Nachhaltigkeit durch Dreiklang der Dimensionen Leistung, Dialog und Kultur

Nachhaltige Wirkungen von Vereinbarkeit erarbeiten sich Arbeitgeber somit nicht durch ein reines Leistungsangebot. Es reicht nicht, Maßnahmen zu eruieren und diese implementieren zu wollen. Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, macht deutlich: „Eine nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik basiert auf einem Dreiklang der Dimensionen Leistung – also dem Angebot von Vereinbarkeitslösungen, die für alle nutzbar sind –, Dialog – der intensiven, fortlaufenden Kommunikation mit allen Beschäftigten – und Kultur – also sozusagen einem Selbstverständnis gelebter Vereinbarkeit in der Organisation."

Zu den nachhaltigen sozialen Effekten zählt sowohl der individuelle Nutzen der Beschäftigten, ihre beruflichen und privaten Aufgaben besser in Einklang bringen zu können, als auch das positive Wirken einer ganzheitlichen Vereinbarkeitsphilosophie auf das Betriebsklima. Betriebswirtschaftlich ergibt sich für Organisationen ein vielfacher Nutzen – durch eine erhöhte Identifikation und Bindung der Mitarbeitenden, weniger Fehlzeiten und eine geringere Fluktuationsrate, bis hin zu einer gesteigerten Produktivität und Innovationskraft sowie erfolgreicheres Recruiting. Vor dem Hintergrund der Ausweitung des Home-Office und im Zusammenspiel mit einem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement zeichnen sich auch immer größere ökologische Effekte ab.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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  • Umfrage unter nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Kommunalverwaltungen belegt zunehmenden Stellenwert von strategischem Familien- und Lebensphasenbewusstsein im Kampf gegen das Fachkräftedefizit

Neun von zehn Kommunalverwaltungen stufen ihre strategische familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik als wichtig bis sehr wichtig ein, um die eigene Produktivität in der Coronapandemie aufrecht zu erhalten. Das belegt der berufundfamilie Scout „Stadtgespräch Vereinbarkeit“ – eine im November 2020 von der berufundfamilie Service GmbH durchgeführte Stichprobenbefragung von zwölf Kommunalverwaltungen (Bezirke, Gemeinden, Kreise, Städte etc.), die das Zertifikat zum audit berufundfamilie tragen.

Für 58,3 Prozent der auditierten Kommunalverwaltungen ist die systematische Vereinbarkeit ein wichtiger und für weitere 33,3 Prozent ein sehr wichtiger Faktor ihrer betrieblichen Funktionsfähigkeit während der Krise. Denn: Sie können nicht nur aus den bereits etablierten Angeboten in den acht Handlungsfeldern Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information/ Kommunikation, Führung, Personalentwicklung, finanzielle Leistungen und Serviceleistungen schöpfen. Die systematische Gestaltung ihrer Vereinbarkeitspolitik ist gleichzeitig Grundlage für die schnelle, unkomplizierte Umsetzung passgenauer Lösungen, dank derer Beschäftigte arbeitsfähig, produktiv und ansprechbar bleiben. Der Switch ins Home-Office und anhaltendes Führen auf Distanz sind z.B. Aspekte, mit denen zertifizierte Kommunalverwaltungen bereits in der ersten Phase der Coronapandemie i.d.R. unmittelbar und erfolgreich umgehen konnten.

Vereinbarkeitsangebote von Kommunalverwaltungen: Herausragender Faktor bei Bindung und Gewinnung von Mitarbeitenden

Alle an der Kurzumfrage teilnehmenden Kommunalverwaltungen – also 100 Prozent – stufen Maßnahmen zur Vereinbarkeit für die Bindung von Personal als sehr wichtig (25 Prozent) oder wichtig (75 Prozent) ein. Das kommt nicht von ungefähr, denn 83,3 Prozent berichten, dass die Nachfrage nach Vereinbarkeitslösungen durch ihre Beschäftigten in den vergangenen fünf Jahren gestiegen ist. Bei keinem der befragten kommunalen Arbeitgeber ist die Nachfrage nach Vereinbarkeitsangeboten gesunken. Und Vereinbarkeit wird an Bedeutung noch gewinnen: So schätzen 75 Prozent der zertifizierten Arbeitgeber aus der Branche Kommunen, dass die Nachfrage nach Vereinbarkeitslösungen bei den Beschäftigten in den kommenden fünf Jahren zunehmen wird. Jede vierte Kommune geht davon aus, dass die Nachfrage in etwa so hoch bleiben wird wie sie momentan ist. Keine der Kommunen ist der Meinung, dass die Nachfrage sinken wird.

Gleichzeitig finden 91,7 Prozent der auditierten Kommunalverwaltungen Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bei der Werbung von Fachkräften besonders wichtig. 75 Prozent der auditierten Kommunen sagen, dass die berufliche Weiterentwicklung bzw. Karrieremöglichkeiten von besonderer Wichtigkeit sind und für nahezu sieben von zehn sind es auch Weiterbildungsangebote. Demgegenüber stufen nur 16,7 Prozent der befragten Zertifikatsträger bei den Kommunen das Gehalt als besonders wichtig ein. Und nahezu sechs von zehn (58,4 Prozent) der befragten Kommunen werden in Bewerbungsgesprächen auf die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben häufig (41,7 Prozent) bis sehr häufig (16,7 Prozent) angesprochen. Keine der Kommunalverwaltungen berichtet, dass Bewerber*innen die Vereinbarkeit überhaupt nicht thematisieren.

Angesichts der Tatsache, dass 25 Prozent bereits aktuell von ihnen von großen Problemen und weitere 50 Prozent von teilweisen Problemen bei der Stellenbesetzung berichten, wird die strategisch ausgerichtete familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik zu einem immer wichtigeren Faktor für Kommunalverwaltungen. Der Blick in die Zukunft zeigt, wie wichtig es ist, diese auch im Sinne der eigenen personalpolitischen Nachhaltigkeit zu nutzen: 75 Prozent der auditierten Kommunalverwaltungen rechnen damit, dass sich in den kommenden fünf Jahren die Probleme bei der Stellenbesetzung verschärfen werden – sofern sich die Rahmenbedingungen und Anreize nicht verändern.

Zum berufundfamilie Scout „Stadtgespräch Vereinbarkeit“

Unter dem Dach berufundfamilie Scout führte die berufundfamilie Service GmbH vom 02.11. bis 04.12.2020 die Kurzumfrage „Stadtgespräch Vereinbarkeit: Familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik von Kommunen“ durch. Zwölf Kommunalverwaltungen, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie tragen, nahmen teil.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de 

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  • berufundfamilie stellt Jahresmotto 2021 und erste Angebote unter dem Themendach vor

Die berufundfamilie Service GmbH stellt das Jahr 2021 unter das Motto „lebe hybrid – vereinbare nachhaltig“. Unter dem Themendach sind eine Reihe von Aktionen und Angeboten geplant, die Personalverantwortliche und weitere Führungskräfte mit vereinbarkeitsrelevanten Schlüsselfunktionen im strategischen und operativen Bereich unterstützen sollen.

Der Think-Tank und Dienstleister hat es sich von jeher zur Aufgabe gemacht, Organisationen bei der Gestaltung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik zu begleiten. Mit der Coronapandemie wurde mehr denn je deutlich, wie wichtig diese für Arbeitgeber – und nicht zuletzt auch Beschäftigte – gerade auch in Krisen ist: Die nachhaltige Verankerung von Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatlieben ermöglicht allen Beteiligten, flexibel, schnell und ressourcenschonend – also ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – mit der „neuen Normalität“ umzugehen. Stichwörter sind hier u.a. Home-Office, Vertrauens- und Gleitzeit und auch hybride Modelle.

Hybride Arbeitsmodelle sind zu einem gängigen Schlagwort avanciert, das zukünftig mit Leben gefüllt werden muss. Für die berufundfamilie greift das Stichwort „hybrid“ aber nicht nur mit Blick auf die stärkere Durchmischung von Präsenz- und mobiler Arbeit. Ihrem Verständnis nach ist das gesamte Erwerbsleben von Hybridität gekennzeichnet: Beschäftigte investieren je nach Lebensphase mal mehr Energien in den Beruf, mal mehr in Privates. Das gilt für Beschäftigte, die schwerpunktmäßig Bürotätigkeiten ausüben genauso wie für Schichtarbeitende in der Fertigung. Eine nachhaltige Vereinbarkeitspolitik trägt deutlich dazu bei, dass es dabei keine großen Rupturen gibt.

Sozial, ökonomisch, ökologisch – Nachhaltige Vereinbarkeit hat viele Dimensionen

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, macht deutlich: „Mit der Coronapandemie hat die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben in einigen Bereichen einen enormen Schub bekommen – und zwar nicht nur durch die beschleunigte Nutzung der Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet. Spürbar ist auch, dass das Verständnis von Führungskräften und Kolleg*innen untereinander für die privaten Herausforderungen (Kinderbetreuung, Pflege eines Angehörigen, Unterstützung von Freunden …) gewachsen ist. Die Akzeptanz und damit Legitimität der Nutzung von Vereinbarkeitslösungen – wie Home-Office, Flexibilisierung der Arbeitszeit, etc. – hat deutlich zugenommen. Und: Arbeitgeber haben sozusagen am eigenen Leib erfahren können, welche großen Chancen und Vorteile ihnen die strategische Gestaltung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik für das Krisenmanagement und Turnaround-Management bietet. Wir möchten diese Erfahrungen teilen und aufzeigen, welche nachhaltigen Effekte eine systematische Vereinbarkeitspolitik hat: sozial – für jeden Beschäftigten aber auch gesamtgesellschaftlich, ökonomisch – hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Entwicklung von Organisationen – und in Teilen auch ökologisch.“

Für nachhaltige Vereinbarkeit: Akademie-Angebote und Materialien

Das Jahresmotto „lebe hybrid – vereinbare nachhaltig“ wird sich in 2021 in zahlreichen Aktionen und Angeboten der berufundfamilie widerfinden. Das erfolgreiche kostenfreie remote café – das in 2020 als Format für 45-minütige Online-Impulse – öffnete, startet beispielsweise am 21. Januar 2021 mit dem Thema „Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit.

Wieviel Mobilität braucht Vereinbarkeit?“. Auch in dem weiteren Portfolio der berufundfamilie Akademie wie Online- und Präsenz-Seminaren und Netzwerktreffen sowie selbstverständlich auch in für Arbeitsgeberbedarfe individuell ausgestaltete Inhouse-Seminare wird Nachhaltigkeit ein Thema sein.

Außerdem sind Publikationen und regelmäßige Blogbeiträge geplant, die die sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekte einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik aufgreifen werden. Schon jetzt sind PDF-Vorlagen für den Vereinbarkeitskalender 2021 und die Zitate-Karten „lebe hybrid – vereinbare nachhaltig“ kostenlos über die Website www.berufundfamilie.de abrufbar.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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      • Befragung von 800 Eltern legt Erfahrungsvorsprung mit Home-Office von Beschäftigten bei Arbeitgebern mit audit berufundfamilie offen

Die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten hat die Arbeitgeberattraktivität von Organisationen, die das Zertifikat zum audit berufundfamilie tragen, in den Augen beschäftigter Eltern stärker geprägt als die nicht-zertifizierter Unternehmen. Das zeigt die Studie „New Work und Home-Office“, für die das Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag der voiio GmbH – einer der führenden Anbieter für betriebliche Kinderbetreuung – im Juni 2020 insgesamt 800 Eltern befragte.

Für 64 Prozent der bei zertifizierten Arbeitgebern tätigen Eltern hat die Home-Office-Option die Arbeitgeberattraktivität bereits vor Corona stark positiv beeinflusst. Hingegen unterstrichen dies nur 38 Prozent der bei nicht-auditierten Unternehmen arbeitenden Eltern. Ein möglicher Grund für den durchaus signifikanten Unterschied ist in den etablierten Strukturen einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik bei zertifizierten Arbeitgebern zu finden, die auch die systematische Gestaltung des Home-Office und mobilen Arbeitens vorsieht. Hinzukommt, dass Home-Office hier auch häufiger erprobt ist.

Denn: Bereits vor der Pandemie hatten mehr der bei auditierten Arbeitgebern beschäftigten Eltern Erfahrung mit Home-Office. 58,1 Prozent der Befragten hatten diese Option bereits genutzt. Demgegenüber hatten weit weniger als die Hälfte (42,3 Prozent) der Eltern, die bei Arbeitgebern ohne audit-Begutachtung tätig sind, von zu Hause aus gearbeitet. Und auch hinsichtlich des zeitlichen Anteils zeigt sich ein Unterschied: Während vor Corona in zertifizierten Organisationen Beschäftigte 40,5 Prozent ihrer Arbeitszeit im Home-Office verbrachten, waren es bei Arbeitgebern ohne Zertifikat 34,5 Prozent.

Positive Erfahrungen sind es wohl auch, die dazu führten, dass 86,5 Prozent der Mütter* und Väter*, die bei Arbeitgebern mit dem audit-Siegel arbeiten, das Home-Office-Modell bereits vor Corona für familienkompatibel hielten. Bei Organisationen ohne audit berufundfamilie fanden dies 79,9 Prozent. Corona störte das familiäre Miteinander demnach bei zertifizierten Arbeitgebern weniger stark: 36,9 Prozent der bei ihnen beschäftigten Eltern meinen, dass das familiäre Miteinander während Corona besser geworden sei. Dem können nur 25,5 Prozent der bei nicht-auditierten Organisationen tätigen Eltern zustimmen; ganz im Gegenteil: Mehr als jede*r Vierte (26,8 Prozent) findet, dass das Familienleben gelitten habe (versus 20,4 Prozent bei zertifizierten Arbeitgebern). Eine Erkenntnis, die gerade auch mit Blick auf das Andauern der Coronapandemie und den härteren Lockdown von großer Bedeutung ist.

Zertifikatsträger bau(t)en ihre Arbeitgeberattraktivität während der Coronapandemie nochmals deutlich aus

Während der Coronapandemie hat die Chance auf Heimarbeit die Arbeitgeberattraktivität der Zertifikatsträger sogar laut 52,7 Prozent der dort beschäftigten Eltern stark positiv beeinflusst. Bei nicht-zertifizierten Arbeitgebern sagten dies ganze 20 Prozent weniger (32,7 Prozent). Damit ist der Impact auf die Arbeitgeberattraktivität während Corona bei Müttern* und Vätern*, die bei zertifizierten Organisationen tätig sind, nochmals deutlich gestiegen.

Über die Studie:

Für die Studie „New Work und Home-Office“ befragte das Marktforschungsunternehmen respondi im Auftrag von voiio 800 Eltern mit Kindern zwischen 0 und 15 Jahren, die im Zuge der Coronakrise im Home-Office gearbeitet haben. 18,5 Prozent der Teilnehmenden (148) waren bei Arbeitgebern tätig, die das von der berufundfamilie Service GmbH angebotene audit berufundfamilie erfolgreich durchlaufen hatten. Der Befragungszeitraum lag Mitte Juni 2020. Die Befragten lagen alle zum Zeitpunkt der Befragung im Alter zwischen 18 und 59 Jahre und befanden sich in einem Arbeitsverhältnis. Die komplette Studie steht hier gratis zum Download bereit: https://voiio.de/studie/

Das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule ist das zentrale Angebot der berufundfamilie Service GmbH und beruht auf einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Als strategisches Managementinstrument unterstützt das audit Arbeitgeber darin, die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen nachhaltig zu gestalten. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Das audit familiengerechte hochschule wird seit 2002 angeboten. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

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      • Insgesamt 331 Zertifizierungen im Kalenderjahr 2020

73 Arbeitgeber belegen zum Jahresende mit ihrer (wiederholten) Zertifizierung nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, dass eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gerade auch in Krisenzeiten einen hohen Stellenwert bei strategisch ausgerichteten Organisationen hat. So tragen insbesondere die Maßnahmen zur Flexibilisierung von Arbeitszeit, -ort und auch
-organisation dazu bei, den coronabedingten Herausforderungen wie Arbeit auf Distanz gerecht zu werden. Viele der Teams können mit Hilfe der Vereinbarkeitslösungen ihre Zusammenarbeit und Produktivität aufrechterhalten. Damit fühlt sich die berufundfamilie Service GmbH in ihrem Jahresmotto „TEAM2020“ bestätigt, das nun von der fünften und abschließenden Zertifizierungsrunde zum 10.12.2020 gekrönt wurde. Insgesamt erhielten damit in diesem Kalenderjahr 331 Organisationen das Zertifikat für ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik.

Das Kuratorium der berufundfamilie honorierte das Engagement der aktuellen Zertifikatsempfänger – 35 Unternehmen, 28 Institutionen und zehn Hochschulen – mit der Erteilung bzw. Bestätigung des Zertifikats zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule. Diese sind damit (erneut) berechtigt, das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik für (weitere) drei Jahre zu tragen. Das Zertifikat belegt, dass die Organisationen das von der berufundfamilie angebotene Auditierungs- bzw. Dialogverfahren erfolgreich durchlaufen haben und somit (weiterhin) einen strategischen Prozess nutzen, um die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben nachhaltig zu gestalten. Unter die zentralen Messgrößen ihres Engagements fallen in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats vor allem ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogramme. Die Implementierung der Maßnahmen wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft.  

Unter den 73 Zertifizierten sind sechs Unternehmen und drei Institutionen, die die Auszeichnung zum ersten Mal erhalten haben: Butenschön und Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB, GEKA GmbH, IMG - Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, Kreissparkasse Waiblingen, Lotto Rheinland-Pfalz GmbH, REWE Markt GmbH – Logistik national (Logistikstandort Neu-Isenburg), Barkhausen Institut gGmbH, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin und das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO).

Somit wurden 64 Organisationen im Rahmen einer Re-Auditierung bzw. eines Dialogverfahrens erneut begutachtet: Sechs Unternehmen und drei Institutionen erhielten zum zweiten Mal das Zertifikat. Sechs Unternehmen, vier Institutionen und eine Hochschule wurden zum dritten Mal zertifiziert. Den erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens und damit den dauerhaften Charakter des Zertifikats sicherten sich die weiteren 44 Organisationen. Das Dialogverfahren ist ein schlankes Verfahren, das Arbeitgeber nutzen können, die sich seit mindestens neun Jahren mit dem audit für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik einsetzen. 19 Organisationen (zehn Unternehmen, sechs Institutionen, drei Hochschulen) wurden nach erfolgreichem Abschluss des Dialogverfahrens zum vierten Mal ausgezeichnet. Elf Organisationen wurden mittels des Dialogverfahrens (fünf Unternehmen, fünf Institutionen, eine Hochschule) insgesamt zum fünften Mal und zehn Arbeitgeber (ein Unternehmen, vier Hochschulen, fünf Institutionen) bereits zum sechsten Mal begutachtet. Darüber hinaus erhielten vier Arbeitgeber (ein Unternehmen, zwei Institutionen, eine Hochschule) zum siebten Mal das Zertifikat: Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart,  Commerzbank AG, Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen sowie Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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Die Generation Y ist aktuell der größte Nutznießer von familien- und lebensphasenbewussten Angeboten. Generationenübergreifende Teams bieten in den Augen der Arbeitgeber mehrfachen Nutzen – insbesondere mit Blick auf das Bewahren und den Aufbau von Wissen innerhalb der Organisationen. Schließlich haben sie generationenübergreifende Teams nach Meinung von jedem fünften Arbeitgeber während der Coronapandemie besser bewährt als altershomogene Teams. Das sind drei Ergebnisse der aktuellen Stichprobenbefragung, die die berufundfamilie unter 21 Organisationen durchführte, die das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen. Die Befragung stellt den aktuellen Stellenwert des Generationenmanagements als Teil einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik in den Fokus. Denn: Verschiedenen Generationen wird nachgesagt, dass sie unterschiedliche Bedarfe der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben haben. Angesichts der steigenden Heterogenität von Teams – auch aufgrund breiterer Altersstruktur – erhält das Generationenmanagement im Rahmen einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik einen immer größeren Stellenwert.

Alle Augen auf die Generation Y?

95,2 Prozent der 21 befragten Arbeitgeber meinen, dass die Generation Y – also in etwa die zwischen 1980 und 1996 Geborenen – am meisten von den von ihnen angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen profitiert. Für 52,4 Prozent der zertifizierten Organisationen ist (auch) die Generation X die Gruppe, die am meisten in den Genuss der Angebote kommt. 42,9 Prozent sehen die Babyboomer und lediglich 4,8 Prozent die Generation Z als diejenigen, die die Maßnahmen besonders intensiv nutzen.

Die Generation Y wird von den Arbeitgebern auch am häufigsten benannt, wenn es um die Frage geht, bei welcher Generation der Wunsch nach Individualisierung und passgenauen Vereinbarkeitslösungen besonders stark ausgeprägt ist: 85,7 Prozent der Arbeitgeber – also mehr als acht von zehn – sind dieser Meinung. Die Generation Z (10 – 23 Jahre alt) nimmt mit 38,1 Prozent den zweiten Rang ein, die Generation X (41 – 54 Jahre alt) mit 33,3 Prozent den dritten und die Babyboomer (55 – 74 Jahre alt) mit 19 Prozent den vierten.

Neun von zehn zertifizierten Arbeitgebern sind gleichzeitig der Auffassung, dass bei der Generation Y die*der Partner*in der*des Beschäftigten besonders großen Einfluss auf berufliche Entscheidungen und Vereinbarkeitswünsche hat. Lediglich jeweils 14,3 Prozent schreiben innerhalb der Generation X und der Generation Z der*dem Partner*in der*des Beschäftigten eine besonders große Einflussnahme zu. Bezüglich der Babyboomer sehen dies sogar nur 4,8 Prozent.

Der Generationenmix fordert Führungskräfte

Was sind die Vorteile und was die besonderen Herausforderungen im Zusammenhang mit Teams, die sich aus verschiedenen Generationen zusammensetzen?

Die befragten Arbeitgeber sehen in generationenübergreifenden Zusammensetzungen von Teams eine Reihe von Vorteilen: 85,7 Prozent finden es vorteilhaft, dass junge Beschäftigte von der Erfahrung und dem Prozesswissen der lebensälteren Beschäftigten profitieren. Zusätzlich erscheint es sechs von zehn Arbeitgebern als nützlich, dass junge Beschäftigte älteren Kolleg*innen Digitalkompetenzen vermitteln und neue Arbeitsmethoden befördern, wie z.B. Scrum. Entsprechend meinen auch 61,9 Prozent, dass sich in der Zusammenarbeit die Stärken der Jüngeren und der Älteren wechselseitig ergänzen können. 57,1 Prozent der Arbeitgeber stimmen der Aussage zu, dass die Kombination aus der Haltung und dem Erfahrungswissen der älteren Beschäftigten mit dem Wissen und dem Lebensstil der jüngeren Mitarbeitenden in der Summe einen deutlichen Mehrwert ergibt. Zudem ergibt sich für 47,6 Prozent der Befragten einen Vorteil daraus, dass Beschäftigte verschiedener Generationen über die gemeinsame Arbeit besser zusammenwachsen.

Etwas zurückhaltender, aber immer noch mit 42,9 Prozent stark ist die Zustimmung zur Aussage „Generationenübergreifende Teams sind insgesamt kreativer und erfolgreicher“ als Vorteil.

Knapp jeder fünfte Arbeitgeber ist der Meinung, dass sich generationenübergreifende Teams während der Coronapandemie besser bewährt haben als altershomogene Teams. Lediglich 4,8 Prozent sind nicht dieser Meinung. Die große Mehrheit von 76,2 Prozent kann keine Entscheidung dazu treffen.

Generationenübergreifendes Teambuilding rückt vor allem die Rolle der Führungskräfte in den Blick – zumindest wenn es nach Ansicht der befragten zertifizierten Arbeitgeber geht: 81 Prozent von ihnen meinen, dass die Anforderungen an die Führung von Teams vielfältiger werden, da die Erwartungen an eine Führungskraft zwischen den Generationen sehr unterschiedlich sind. Führungskräfte sollten dahingehend unterstützt werden. Konflikte zwischen jüngeren und älteren Beschäftigten sehen 61,9 Prozent der Arbeitgeber als Herausforderung. 57,1 Prozent sehen sich darin gefordert, für alle die passende Kommunikation zu finden. Jeweils 47,6 Prozent finden es herausfordernd, den jeweils altersbezogenen Vorurteilen der Beschäftigten zu begegnen und zwischen den unterschiedlichen Vereinbarkeitsbedarfen zu vermitteln. 42,9 Prozent beschäftigen die unterschiedlichen Perspektiven junger und lebensälterer Beschäftigter hinsichtlich ihres beruflichen Daseins und deren Harmonisierung.

Gutes Generationenmanagement bedarf nach Meinung von 81 Prozent der befragten zertifizierten Arbeitgeber einer Unternehmenskultur, die offensiv alle Generationen respektiert und das Arbeiten in altersübergreifenden Teams fördert. Jeweils 57,1 Prozent der Arbeitgeber finden es wichtig, Führungskräfte zum Managen von generationenübergreifenden Teams zu qualifizieren und Teams in ihrem selbstorganisierten gemeinsamen Handeln zu stärken (z.B. durch Teambuilding-Maßnahmen, die teamübergreifende Teamarbeit in den Fokus rücken).

Vier von zehn Organisationen sehen es zudem als essenziell an, Teams aus möglichst vielen Generationen mit Personen zusammenzusetzen, die sich grundsätzlich als team- und kritikfähig erweisen.

Zum aktuellen berufundfamilie Scout

Unter dem Dach berufundfamilie Scout führte die berufundfamilie Service GmbH vom 17.08. bis 09.10.2020 die Stichprobenbefragung „Generationenübergreifende Teams – Magical Mix?!“ durch. 21 Arbeitgeber, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen, nahmen teil – 45 Prozent Unternehmen, 35 Prozent Institutionen und 20 Prozent Hochschulen.

Informationen zur Stichprobenbefragung (u.a. Präsentation) unter: https://bit.ly/3kxHb5x

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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          • Ab sofort abrufbar: Praxisbeispiele von Arbeitgebern, die nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind

Am heutigen Montag (02.11.2020) ist die zweite von der berufundfamilie Service GmbH initiierte „Woche der Vereinbarkeit“ gestartet. Bis einschließlich Freitag präsentiert die berufundfamilie dazu auf ihrer Website sowie ausgewählten Social Media-Kanälen Maßnahmen unter der Überschrift „Teams von morgen: Heterogener und schlagkräftiger?!“. Die über 30 Praxisbeispiele geben einen Einblick in die Praxis der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik von Arbeitgebern, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen. Die Organisationen zeigen damit, welche Maßnahmen sie ergreifen, um einzelne Altersgruppen/ Generationen zu unterstützen, den Brückenbau zwischen den Generationen (z.B. altersgemischte Teams) und deren Zusammenarbeit zu fördern, die Teamarbeit auf Distanz zu gestalten, Führungskräfte von sich neu organisierenden Teams zu unterstützen und/ oder die Kompetenzen von Teammitgliedern und Führungsverantwortlichen zu stärken.

Die befristete Arbeitszeitreduzierung bei der Anton Debatin GmbH für die nebenberufliche Gründung eines Startups und das Angebot FlexTeam der Regio Kliniken GmbH zählen genauso dazu wie die Möglichkeiten bei der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub), im Tandem zu arbeiten, und das Jobsharing mit Überhang bei der Stadt Reutlingen. Mit der Vertrauensarbeitszeit punktet die Volksbank RheinAhrEifel bereits seit 2016 bei ihren Mitarbeitenden. Im Zuge der Coronapandemie ist dieses Angebot nicht nur von Beschäftigten mit Kindern gut angenommen worden, auch Beschäftigten, die zu einer gesundheitlichen Risikogruppe zählen, dient diese Maßnahme der Rücksichtnahme und Unterstützung.

Deutlich wird anhand der Beispiele, wie intensiv sich die zertifizierten Arbeitgeber mit der Aufgabenstellung des Arbeitens auf Distanz sowie dem Ausbau der Digitalisierung und deren Umgang auseinandersetzen. Dank ihrer Grundsätze rund um das mobile Arbeiten, die die SSC-Services GmbH bereits vor zwei Jahren etabliert hatte, gelang dem IT-Dienstleister schnell und reibungslos der Switch, um in Zuge der Coronapandemie von unterschiedlichen Orten aus und mit unterschiedlichen Kunden erfolgreich zusammenzuarbeiten. Und wie bleiben Teams auf Distanz im sozialen Kontakt und wie finden Beschäftigte Umgang mit der Situation? Die Proact Deutschland GmbH hat im Rahmen des verstärkten Remote Work z.B. die Telefondates ins Leben gerufen, während die Technische Hochschule Wildau u.a. auf digitales Teambuilding durch Fotos setzte. Der Deutsche Zentrum Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) liefert Wissen und Rat mit dem „Projekt Gesund Zuhause“.

Mit transformation@ergo – fit für die neue Arbeitswelt“ stärkt die ERGO Group AG seit 2019 die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden in Zeiten der digitalen Transformation. Die ING-DiBa AG hat jüngst das Programm „LeanING – Helden wie Du können alles lernen!“ eingeführt, mit dem die eigenverantwortliche, selbstbestimmte Lernkultur gefördert wird. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) unterstützt seine Führungskräfte durch eine gezielte Weiterbildung zur Online-Moderation von Team- und Projektgruppenbesprechungen. Beim Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) kommen alle Beschäftigten in den Genuss von Workshops zur Digitalisierung. Und die Sparkasse Siegen treibt die digitale Entwicklung mit Hilfe des DNA-Teams voran, das sich aus jungen Mitarbeitenden zusammensetzt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat mit ihrem „Reverse Mentoring“ den Einstieg zum kulturellen und digitalen Wandel im Team begonnen.

Die Edwards Lifesciences Services GmbH schrieb den Support ihres THV-Teams groß, das durch signifikante Veränderungen neuorganisiert wurde: U.a. wurden für alle Rollen im Team Kompetenzmodelle entwickelt mit dem Ziel, Anhaltspunkte zu gewinnen, welche Kompetenzfelder im Vergleich zum Idealbild bereits besonders ausgeprägt sind und wo es Möglichkeiten gibt, gewisse Kompetenzen und Fähigkeiten noch weiter zu vertiefen und auszubauen.

Wenn es um Teamentwicklung geht, hat das Jobcenter Flensburg mit seinen Teamtagen gute Erfahrungen gemacht. Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover setzt das Konzept „Selbstbewertung von Teams“ erfolgreich um.

Das Thema „Arbeit und Alter“ und das Generationenmanagement haben bei den zertifizierten Arbeitgebern ebenfalls einen zunehmend hohen Stellenwert. Die Kreissparkasse Augsburg unterstützt u.a. gezielt ältere Beschäftigte durch eine Bonuszeit. Die Ev. Johanneswerk gGmbH belebt mit dem so genannten „Generation-Gespräch“ ihre Arbeitsorganisation. Die Sana Klinikum Hof GmbH setzt auf altersgemischte Teams in der zentralen Patientenaufnahme, die ein Mentoringsystem von älteren für jüngere Beschäftigte beinhalten. Damit wird das Onboarding systematisch aufgewertet – genauso wie beim Niedersächsischen Kultusministerium, das sein Willkommenskonzept für die Zielgruppe der Berufseinsteiger*innen der Laufbahn des gehobenen Dienstes erweitert hat.

In Sachen Recruiting und Teamerweiterung geht die Volksbank Mittelhessen neue Wege, indem sie berufsfremden Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung einen Quereinstieg über ein zweijähriges Weiterbildungsangebot eröffnet. Die toom Baumarkt GmbH arbeitet gemeinsam mit der Lebenshilfe an mehr Inklusion im normalen Arbeitsleben und übernahm in Schwerin in diesem Jahr einen Mitarbeitenden vom Werkstattaußenarbeitsplatz in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis.

Teams können nur dann funktionieren, wenn ihre Mitglieder den notwendigen Freiraum für die Arbeit haben. Daher unterstützen zertifizierte Organisationen ihre Beschäftigten auch ganz konkret bei privaten Betreuungsaufgaben. So macht die Technische Universität CAROLO-WILHELMINA zu Braunschweig studierenden und beschäftigten Eltern und ihren Kindern mit dem bunten Pilotprojekt „Digitale Ferien“ für Kinder in Sommer und Herbst 2020 während der Coronakrise ein hilf- und lehrreiches sowie unterhaltsames Angebot.

Weitere Informationen zu den Praxisbeispielen

Alle Praxisbeispiele sind abrufbar auf der berufundfamilie-Website: https://berufundfamilie.de/woche-der-vereinbarkeit. Aufgeführt werden diese auch in fünf Blogbeträgen, die während der laufenden „Woche der Vereinbarkeit“ veröffentlicht werden: www.berufundfamilie-blog.de. Zudem erhalten Interessierte Hinweise auf die Maßnahmen auf dem berufundfamilie-Twitter-Kanal: https://twitter.com/berufundfamilie (#wochedervereinbarkeit, #wdv20, #personalbewusst).

Hintergrund

Nicht zuletzt mit der Coronapandemie zeigt sich: Funktionierende Teams sind der Motor von Organisationen, der sie durch so manche Krise bringt. Kommt dieser ins Stottern, wird der Weg für den gesamten Betrieb holprig. Doch Teams werden zunehmend heterogener: Ihre Mitglieder unterscheiden sich mehr und mehr z.B. durch spezielle Ausbildungen, individuelle Lebensentwürfe und nicht zuletzt im Alter bzw. durch ihre Generationenzugehörigkeit. Die berufundfamilie Service GmbH nutzt die „Woche der Vereinbarkeit“ (02. – 06.11.2020), um familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen zum Thema „Teams von morgen: Heterogener und schlagkräftiger?!“ von Arbeitgebern zu highlighten, die aktuell nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind. Die „Woche der Vereinbarkeit“ reiht sich somit in die berufundfamilie-Aktionen unter dem Dach des berufundfamilie Jahresmottos „TEAM2020: Talente – Empowerment – Agilität – Management“ ein.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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Flexibilität hat sich in der Coronapandemie in der Personalpolitik als äußerst gewinnbringender Faktor bewiesen. Auch die berufundfamilie Service GmbH zeigte sich flexibel und eröffnete eine zusätzliche Zertifizierungsrunde in 2020 für Arbeitgeber, die aufgrund der Coronakrise einen zeitlichen Puffer für die (Weiter-)Gestaltung ihrer familien- und lebensphasenbewussten nutzen oder bereits vor der nächsten anstehenden Zertifizierungsrunde (Dezember) ihre Einreichungen machen wollten. So konnte das Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH nun zum 14. Oktober 2020 14 Organisationen das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule erteilen oder bestätigen.

Die sieben Unternehmen, fünf Institutionen und zwei Hochschulen sind damit (erneut) berechtigt, das Zertifikat zum audit, das als Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gilt, für (weitere) drei Jahre zu tragen. Das Zertifikat belegt, dass die Organisationen das von der berufundfamilie angebotene Auditierungs- bzw. Dialogverfahren erfolgreich durchlaufen haben und somit (weiterhin) einen strategischen Prozess nutzen, um die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben nachhaltig zu gestalten. Zu den Messgrößen ihres Engagements zählen in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats vor allem ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogrammen. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft.

Unter den 14 frisch Zertifizierten sind ein Unternehmen und eine Institution, die das audit berufundfamilie zum ersten Mal genutzt haben: PETZ REWE GmbH, Deutsches Patent- und Markenamt. Somit ließen sich zwölf Organisationen im Rahmen einer Re-Auditierung bzw. eines Dialogverfahrens erneut begutachten: Ein Unternehmen und eine Hochschule wurden zum dritten Mal zertifiziert. Den erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens und damit den dauerhaften Charakter des Zertifikats sicherten sich die weiteren zehn Organisationen. Das Dialogverfahren ist ein schlankes Verfahren, das Arbeitgebern offensteht, die sich seit mindestens neun Jahren mit dem audit für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik engagieren. So wurden acht Organisationen mittels des Dialogverfahrens (4 Unternehmen, 3 Institutionen, 1 Hochschule) insgesamt zum fünften Mal und zwei Arbeitgeber (1 Unternehmen, 1 Hochschule) bereits zum sechsten Mal begutachtet.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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          • Erteilung bzw. Bestätigung des Zertifikats zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule

Das Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH erteilte bzw. bestätigte 45 Arbeitgebern das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule. Die 20 Unternehmen, 19 Institutionen und sechs Hochschulen durchliefen zuvor das dazugehörige Auditierungverfahren bzw. das Dialogverfahren. Letzteres steht Arbeitgebern offen, die mindestens seit neun Jahren ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik mit dem audit gestalten. Damit zeigten sie, dass sie auch während der Coronapandemie an der systematischen Gestaltung ihrer Vereinbarkeitsangebote festhalten. Schließlich bot die strategische Vereinbarkeitspolitik vielen Organisationen die Grundlage, flexibel und schnell auf die durch die Coronakrise aufgekommenen Rahmenbedingungen reagieren zu können, wie z.B. die Verlegung großer Teile der Belegschaft ins Home-Office.

Die jetzt 45 ausgezeichneten Arbeitgeber sind (erneut) berechtigt, das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das als Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gilt, für drei Jahre zu tragen. Zu den Messgrößen ihres Engagements zählen vor allem ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogramme. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft.

Zu den 45 frisch Zertifizierten zählen fünf Arbeitgeber (2 Unternehmen, 1 Institutionen, 1 Hochschule), die das audit berufundfamilie erstmals genutzt haben. 40 Organisationen ließen sich im Rahmen einer Re-Auditierung bzw. eines Dialogverfahrens erneut begutachten: So wurden zwei Unternehmen zum zweiten Mal und vier Arbeitgeber (3 Unternehmen, 1 Institution) zum dritten Mal zertifiziert.

Den erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens, der mit dem dauerhaften Charakter (bzw. dessen Weiterführung) des Zertifikats honoriert wird, sicherten sich insgesamt 34 Organisationen: zwölf Unternehmen, 17 Institutionen und fünf Hochschulen. 14 von ihnen (6 Unternehmen, 7 Institutionen, 1 Hochschule) wurden somit bereits zum vierten Mal zertifiziert. Weitere 14 Organisationen (3 Unternehmen, 9 Institutionen, 2 Hochschulen) stellten sich zum fünften Mal der Zertifizierung und fünf Organisationen (2 Unternehmen, 1 Institution, 2 Hochschulen) schon zum sechsten Mal. Das Unternehmen Semper idem Underberg AG kann als Zertifikatsträger der ersten Stunde (seit 1999) auf die insgesamt siebte Zertifizierung stolz sein.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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          • Weiterbildung: berufundfamilie remote café mit kostenlosen Online-Sessions – auch zum vereinbarenden Krisenmanagement
          • Praxisberichte: Interviewfilme „Remote Work & Führen auf Distanz“ jetzt auf berufundfamilie-Website abrufbar

Für 98,5 % der nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifizierten Arbeitgeber hat sich ihre strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik als Mittel des Risikomanagements in der Coronakrise bewährt.[1] Die systematische Vereinbarkeitspolitik erlaubt zudem in für das Personalmanagement fordernden Situationen/ Phasen einen frühestmöglichen Turnaround. Übersetzt: Mittels strategischer Vereinbarkeit können Arbeitgeber aus Krisen sogar gestärkter hervorgehen als sie es zuvor waren.

Die neue Online-Publikation der berufundfamilie Service GmbH mit dem Titel „Der Dreh mit der Vereinbarkeit“ zu Krisen- und Turnaround-Management zeigt auf 24 Seiten, welche Bedeutung die systematische Gestaltung der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben für die anhaltende Produktivität und letztendlich für den Fortbestand von Organisationen hat – auch angesichts einer kollektiven Ausnahmesituation wie der Coronapandemie mit all ihren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Implikationen. Aufgeführt sind Maßnahmen, die zertifizierte Arbeitgeber im Rahmen ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik während der Coronakrise ergriffen haben. Die Rubriken lauten:

          • Arbeitszeit und -ort flexibilisieren
          • Zeit gutschreiben und zusätzlich gewähren
          • Home-Office unterstützen
          • Digitalisierungsprojekte beschleunigen
          • Informationen sammeln, bereitstellen & Weiterbildung verfolgen
          • Informelle Kommunikation fördern
          • Externe Kommunikation weiterverfolgen
          • Führungskräfte einbinden und stärken
          • Zeichen der Wertschätzung setzen
          • Unterstützung für Familien leisten

Vertreter*innen aktueller Zertifikatsträger verraten zudem in O-Tönen, welche Vereinbarkeitswege sie gegangen sind und gehen. Zusätzlich bietet der Ideengeber Tipps, wie sich die Erfahrungen in Wert setzen lassen, um sich als Arbeitgeber zukünftig noch besser aufstellen zu können. Dabei zeigt sich, dass ein vereinbarender Turnaround aktuell vier Aufgabenfelder umfasst: Beschäftigte binden und gewinnen, Eigenverantwortung stärken & Entgrenzung vermeiden, Flexibilisierung von Arbeitsmodellen ausbauen, Führungskräfte und Führungsarbeit unterstützen.

Der Ideengeber „Der Dreh mit der Vereinbarkeit: Krisen- und Turnaround-Management mit systematischer familien- und lebensphasenbewusster Personalpolitik“ ist kostenlos über die Website der berufundfamilie Service GmbH abrufbar: https://bit.ly/329gUnm

Wiedereröffnung des remote cafés und Interviewfilme

Wie zertifizierte Arbeitgeber die Coronakrise meisterten und meistern und wie es in der neuen Normalität mit der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik weitergehen wird, ist auch Thema im remote café der berufundfamilie. Die kostenlosen Online-Sessions sind nach der Sommerpause ab sofort wieder über die Website der berufundfamilie buchbar (unter „Auditierungen“ > „berufundfamilie remote café“).

Ab jetzt ebenfalls auf der berufundfamilie Website zu finden sind die Interviewvideos aus der Serie „Remote Work & Führen auf Distanz“ (unter „Auditierungen“ > „Gute Praxis“), für die Führungsverantwortliche zertifizierter Arbeitgeber den Auditorinnen Sigrid Bischof und Birgit Mogler Rede und Antwort standen. In den Gesprächen, die ab Ende Mai 2020 geführt wurden, verraten die Vertreter*innen von Unternehmen und Institutionen, welche konkreten Lösungen ihre Organisation für die Zusammenarbeit der Teams und das dazugehörige Leadership während der Coronapandemie gefunden haben, und geben einen Ausblick auf die Zukunft der Arbeit.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de 

[1] berufundfamilie Scout „Stark in und nach der Krise – Corona und Vereinbarkeit“, Kurzumfrage unter 130 nach dem audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule zertifizierten Arbeitgebern, 16.04. bis 07.05.2020; https://www.berufundfamilie.de/images/dokumente/Praesentation_bfSScout_StarkInDerKrise_Mai2020.pdf

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          • Virtuelle Feststunde mit Grußwort von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey

Erstmals in der 22-jährigen Geschichte des audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule wurden in diesem Jahr die Arbeitgeber, die die Auditierung durch das strategische Managementinstrument zur Gestaltung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik bzw. familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen im Laufe der vorangegangenen zwölf Monate erfolgreich durchlaufen hatten, in einem Zertifikats-Online-Event geehrt. In einer Feierstunde, die den Kern des Online-Events bildete, wurde an 334 Organisationen – 134 Unternehmen, 164 Institutionen und 36 Hochschulen – symbolisch das Zertifikat zum audit verliehen. Das Zertifikat selbst, das als Qualitätssiegel für die nachhaltige Gestaltung der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik gilt, erhielten die Arbeitgeber vorab. Die Ausgezeichneten sind berechtigt, das Zertifikat für drei Jahre zu tragen. In dieser Laufzeit sind sie angehalten, die in der Zielvereinbarung bzw. im Handlungsprogramm getroffenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen zu verfolgen. Die berufundfamilie überprüft jährlich die Entwicklung.

Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die die Schirmherrschaft über das audit berufundfamilie trägt, betonte in ihrer Grußbotschaft an die Zertifikatsempfänger: „Gerade in den letzten Wochen hat sich gezeigt, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist. Wenn Schule und Kita fehlen – dann kommt es auf die Flexibilität der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber an.“ Die Ministerin machte in diesem Zusammenhang auf Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung aufmerksam, wie dem Notfall-Kinderzuschlag für Familien mit kleinen Einkommen, der Lohnfortzahlung bei fehlender Kinderbetreuung, dem Kurzarbeitergeld, der Anpassung des Elterngeldes sowie dem Kinderbonus. „In der derzeitigen Situation beweist sich, was auch in normalen Zeiten gilt: Eine starke Wirtschaft braucht starke Familien – und umgekehrt“, so Franziska Giffey.

Das Zertifikats-Online-Event stand unter dem Titel „TEAM2020 – Mit Vereinbarkeit Stark in und nach der Krise“. Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, der neben John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, die Feierstunde eröffnete, erklärte dazu: „Familien- und lebensphasenbewusste Arbeitgeber hatten immer ein Gespür dafür – mit der Coronapandemie wurde aber in der gesamten Arbeitswelt offensichtlich: Eine strategisch angelegte Vereinbarkeitspolitik ist ein Mittel des Risikomanagements. Dank ihr sind Arbeitgeber in der Lage, auf Veränderungen flexibel zu reagieren – und das schnell und passgenau. Eine Unternehmenskultur, in der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben verankert ist, fördert auch die Funktionalität von Teams. Denn sie bietet den Rahmen, in dem Talente gefördert, das Empowerment der Beschäftigten unterstützt, die Agilität von Arbeitsabläufen angetrieben und das Management von Vereinbarkeitsfragen effektiv gestaltet werden kann. Diese Effekte, auf der die Zusammenarbeit innerhalb der Teams eine gute Basis findet, zahlen sich gerade auch in Krisenzeiten aus.“

Vereinbarkeit für rund 615.000 Beschäftigte

Dabei ist die Größe der Teams auch der diesjährigen Zertifikatsempfänger höchst unterschiedlich: Von 21 Kleinunternehmen (0 – 25 Beschäftigte), bis hin zu 51 Arbeitgebern mit über 3.000 Beschäftigten ist alles dabei.

33 der Zertifikatsempfänger haben das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zum ersten Mal genutzt. 47 erhielten das Zertifikat zum zweiten, 62 zum dritten und 111 Arbeitgeber zum vierten Mal. Bereits mit dem fünften Zertifikat wurden 66 Arbeitgeber geehrt. Weitere zwölf erhielten das Zertifikat zum sechsten Mal und gestalten damit ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik seit mehr als 15 Jahren mit dem audit. Die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, die KfW (inklusive der KfW IPEX-Bank GmbH) und die Universität Trier wurden zum siebten Mal mit dem Zertifikat ausgezeichnet.

Nach der dritten Zertifizierung durchlaufen die Organisationen in der Regel das schlanke Dialogverfahren, das Arbeitgebern offensteht, die seit mindestens neun Jahren mit dem audit eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik etabliert haben. Von den 334 diesjährigen Zertifikatsempfängern sind dies rund 250.

Von dem familien- und lebensphasenbewussten Engagement der aktuellen Zertifikatsempfänger können rund 615.000 Beschäftigte und 518.000 Studierende profitieren.

Die Liste der diesjährigen Zertifikatsempfänger und eine dazugehörige Statistik steht oben zum Download zu Verfügung. Eine Übersicht aller derzeit nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifizierten Organisationen (alphabetisch geordnet) ist hier zu finden.

Das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule ist das zentrale Angebot der berufundfamilie Service GmbH und beruht auf einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Als strategisches Managementinstrument unterstützt das audit Arbeitgeber darin, die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen nachhaltig zu gestalten. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Das audit familiengerechte hochschule wird seit 2002 angeboten. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

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Wie bewährt sich eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik in der Krise? Antworten darauf fand die berufundfamilie Service GmbH u.a. aktuell mit einer Kurzumfrage unter 130 Arbeitgebern, die nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind. Das Ergebnis dieses „berufundfamilie Scouts“ zeigt: Arbeitgeber, die eine Vereinbarkeitspolitik systematisch verfolgen, haben Vorteile in der Krise. Für 98,5 % der zertifizierten Arbeitgeber hat sich ihre familien- und lebensphasenbewusste Ausrichtung als Mittel des Risikomanagements in der Coronakrise bewährt.

Um arbeitsfähig zu bleiben und gleichzeitig Beschäftigten die Vereinbarkeit mit privaten Aufgaben zu ermöglichen, setzten neun von zehn zertifizierten Arbeitgebern während der Coronapandemie auf mobiles Arbeiten – ohne fest eingerichteten Arbeitsplatz. 47,3 % weiteten die Rahmenarbeitszeiten aus. Die Möglichkeit für Home-Office – mit fest eingerichtetem Telearbeitsplatz – wählten 45,7 %. In der Ausweitung der Gleitzeit haben 41,1 % eine Lösung gefunden, während nur jeder vierte Arbeitgeber (23,3 %) Vertrauensarbeitszeit anbietet.

Für 93,1 % der Organisationen, die nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind, war es wichtig, auf ein bestehendes familien- und lebensphasenbewusstes Maßnahmenportfolio zurückgreifen bzw. darauf aufbauen zu können – z.B. Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, Unterstützung in der Kinderbetreuung oder bei Pflege von Angehörigen. Mehr als jeder zweite Arbeitgeber (54,3 %) findet diese Basis, die ihnen die strategische Vereinbarkeitspolitik bietet, sogar sehr wichtig. Lediglich 0,8 % sehen darin keine Relevanz für das Handling während der Coronapandemie.

Dass die systematische Vereinbarkeitspolitik eine ideale Grundlage für flexibles Agieren schafft, zeigt sich gerade auch in der Krise. Knapp sieben von zehn (68,2 %) der zertifizierten Arbeitgeber stimmen der Aussage zu, dass die Coronakrise dazu geführt hat, dass familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen, die bereits in der Diskussion oder Planung waren, schneller umgesetzt wurden. Bei mehr als der Hälfte (54,3 %) wurden Maßnahmen eingeführt, die vorher nicht geplant waren. Jede dritte Organisation (34,1 %) führte sogar Maßnahmen ein, die zuvor auf Ablehnung gestoßen waren – z.B. Home-Office. Nur bei 7,8 % der Arbeitgeber wurden die bislang vorhandenen Maßnahmen wie geplant umgesetzt – ohne dass die Coronakrise daran etwas geändert hätte.

Sieben von zehn zertifizierten Arbeitgebern werden die Möglichkeiten zur Flexibilisierung der während der Coronapandemie ausgeweiteten bzw. eingeführten Maßnahmen weiter ausbauen. 17,4 % meinen, zu ihrem bisherigen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen-Portfolio zurückzukehren, während 15,7 % einen Großteil der Lösungen so wie sich in der Krise entwickelt haben, für die Zeit nach der Coronapandemie übernehmen möchte.

Zum aktuellen berufundfamilie Scout

Unter dem Dach berufundfamilie Scout führte die berufundfamilie Service GmbH vom 16.04. bis 07.05.2020 die Kurzumfrage „Stark in und nach der Krise – Corona und Vereinbarkeit“ durch. 130 Arbeitgeber, die aktuell das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen, nahmen teil – 58,1% Unternehmen, 32,6 % Institutionen und 9,3 % Hochschulen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

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104 Arbeitgebern wurde am 31. Mai 2020 vom Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule erteilt bzw. bestätigt. Die 47 Unternehmen, 48 Institutionen und neun Hochschulen sind damit (erneut) berechtigt, das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik zu tragen. Und sie komplettieren den Kreis der insgesamt über 330 Organisationen, die im Rahmen des anstehenden Zertifikats-Online-Event für ihre strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gewürdigt werden.

Das Zertifikat belegt, dass die Arbeitgeber das von der berufundfamilie angebotene Auditierungs- bzw. Dialogverfahrens erfolgreich durchlaufen haben und somit (weiterhin) einen strategischen Prozess nutzen, um die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben nachhaltig zu gestalten. Zu den Messgrößen ihres Engagements zählen in der dreijährigen Laufzeit des Zertifikats vor allem ihre individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogrammen. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft.

Unter den 104 frisch Zertifizierten sind neun Arbeitgeber (vier Unternehmen, fünf Institutionen), die das audit berufundfamilie zum ersten Mal genutzt haben.

95 Arbeitgeber ließen sich im Rahmen einer Re-Auditierung bzw. eines Dialogverfahrens erneut begutachten.

Elf Arbeitgeber wurden zum zweiten (fünf Unternehmen, sechs Institutionen) und 20 zum dritten (neun Unternehmen, zehn Institutionen, eine Hochschule) Mal begutachtet. Ein Arbeitgeber wählte auch nach langjähriger familienbewusster Aktivität bei der vierten Zertifizierung die Re-Auditierungsform Konsolidierungsverfahren.

Den erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens und damit den dauerhaften Charakter des Zertifikats sicherten sich insgesamt 63 Organisationen. Das Dialogverfahren ist ein schlankes Verfahren, das Arbeitgebern offensteht, die sich seit mindestens neun Jahren mit dem audit für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik engagieren. So wurden 32 Arbeitgeber mittels des Dialogverfahrens (14 Unternehmen, 16 Institutionen, zwei Hochschulen) insgesamt zum vierten, 22 (elf Unternehmen, acht Institutionen, drei Hochschulen) zum fünften und sieben (drei Unternehmen, zwei Institutionen und zwei Hochschulen) zum sechsten Mal begutachtet. Mit der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und der Universität Trier haben sich zwei Organisationen bereits zum siebten Mal begutachten lassen und gestalten ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik damit seit gut 18 Jahren mit dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule.

In dem Download-Dokument sind die jetzt zertifizierten Organisationen gelistet.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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          • berufundfamilie Scout zeigt: Arbeitgeber sehen Relevanz von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auf Distanz. Aber weniger als die Hälfte bietet diese.
          • Erscheint am Internationalen Tag der Pflege: Arbeitgeber-Guide zu Pflege auf Distanz

In Coronazeiten brennt nicht nur bei Beschäftigten die Frage nach der adäquaten Kinderbetreuung. Auch die Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen ist zur zunehmenden Herausforderung geworden. Dabei ist Pflege in vielen Fällen zu Pflege auf Distanz geworden. Der Aspekt der Pflege auf Distanz – auch als Distance Caregiving bezeichnet – wird allerdings trotz des sich ausweitenden Engagements von Arbeitgebern für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wenig berücksichtigt. Und dies, obwohl die Versorgung bzw. Unterstützung von Pflegebedürftigen bei räumlicher bzw. zeitlicher Entfernung längst kein Randphänomen mehr ist.

So zeigt der berufundfamilie Scout – eine Kurzumfrage unter mehr als 110 Vertreter*innen von Organisationen, die nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind: Während ein Viertel (26 Prozent) der Arbeitgeber keine Aussage darüber treffen kann, wie viele ihrer Beschäftigten auf Distanz pflegen (definiert nach einer Entfernung von mind. 100 km oder eine Stunde Fahrtzeit), meinen 37 Prozent, dass der Anteil zwischen 0 und 10 Prozent liegt. 27 Prozent gehen von 11 bis 30 Prozent aus und immerhin 8 Prozent sehen 31 bis 50 Prozent sowie knapp 2 Prozent sogar mehr als die Hälfte ihrer Beschäftigten als Distance Caregivers.

Neun von zehn Organisationen, die sich im Rahmen ihrer Auditierung bereits mit der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege intensiv befassen, finden den Aspekt Pflege auf Distanz daher als Teil einer pflegebewussten Personalpolitik wichtig oder sogar sehr wichtig. Und 66 Prozent der befragten Arbeitgeber erwarten, dass die Relevanz des Themas Pflege auf Distanz in den kommenden fünf Jahren eigenen Betrieb zunehmen wird.

Entsprechend ist den befragten Organisationen bewusst, dass es einen hohen Bedarf an Maßnahmen für auf Distanz pflegende Mitarbeitende gibt: 85 Prozent finden es wichtig bzw. sehr wichtig, dass Arbeitgeber Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auf Distanz machen.

Allerdings bieten 52 Prozent der Umfrageteilnehmenden keine konkreten Maßnahmen für die Pflege auf Distanz an. Gefragt nach möglichen Gründen dafür, dass ein Arbeitgeber keine Angebote zu Distance Caregiving macht, nennen lediglich knapp 5 Prozent der Vertreter*innen der zertifizierten Organisationen, dass die auf Distanz Pflegenden auf ausreichend vorhandene Lösungen außerhalb der Organisationen zurückgreifen können. Ebenfalls geringe 10 Prozent meinen, dass sich durch konkrete Angebote zu Pflege auf Distanz keine Vorteile für die Arbeitgeberattraktivität ergeben. Dass Distance Caregiving bereits durch vorhandene Angebote zur pflegebewussten Personalpolitik abgedeckt sind, meinen 26 Prozent. Ein Drittel (33 Prozent) sieht den fehlenden aktuellen Bedarf als Motiv. Für 45 Prozent der Befragten sind zu hohe Kosten und für 56 Prozent ein zu hoher organisatorischer Aufwand Gründe gegen die momentane Implementierung von Angeboten zur Pflege auf Distanz. Die Top-Antwort ist mit rund 60 Prozent allerdings, dass es den Arbeitgebern an Umsetzungshilfen bzw. Praxistipps mangelt.

Neu: Kostenloser Arbeitgeber-Guide unterstützt mit Lösungsansätzen

Erste Umsetzungshilfen und Praxistipps bietet die berufundfamilie Service GmbH mit der neuen Publikation „Pflege auf Distanz – Aus den Augen, niemals aus dem Sinn“, die sie am Internationalen Tag der Pflege (12. Mai 2020) herausgibt. Der schlanke Arbeitgeber-Guide soll dazu beitragen, die Informationslücke zu Pflege auf Distanz bei Arbeitgebern zu verringern. Die Publikation bietet nicht nur einen Überblick über derzeitige Definitionen, sondern schafft auch ein Verständnis für die vielfältigen Aufgaben und Belastungen der auf Distanz Pflegenden. Und vor allem hält dieser Arbeitgeber-Guide Relevantes für die personalpolitische Praxis bereit: Er benennt pflegebewusste Maßnahmen, mit denen Arbeitgeber Beschäftigte, die auf Distanz pflegen, gezielt unterstützen können.

Die Publikation kann über die berufundfamilie Website gebührenfrei zum Download angefordert werden: https://bit.ly/2WCLeTd

Kostenloses Webinar zu Pflege auf Distanz

In der Reihe remote café – dem kostenlosen Webinarangebot – widmet sich die berufundfamilie am 5. Juni 2020 ebenfalls der Pflege auf Distanz. Die Teilnehmenden erwartet u.a. Einblicke in das beruflich-private Spannungsfeld von Distance Caregivers und Tipps für Arbeitgeber, wie sie ihre betroffenen Beschäftigten mit Vereinbarkeitsmaßnahmen unterstützen können. Anmeldung unter: https://bit.ly/3bfSOs0  

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

 

 

Artikel Fachmedien (Beispiele)

 


Wie sich Vereinbarkeit von Familie und Beruf umsetzen und messen lässt
Personalwirtschaft.de

       Link vom 05.08.2022

 


Faire Arbeitswelt - mehr Wunsch als Wirklichkeit
ZfK.de (Zeitschrift für Kommunale Wirtschaft online)

       Link vom 20.07.2022

 


Betriebliche Vereinbarkeitspolitik als Gesundheitsfrage
arbeit-und-arbeitsrecht.de

       Link vom 14.03.2022

 


Berufsstart mit Kind: Noch ein steiniger Weg
aerzteblatt.de

       Link vom 02.03.2022

 


Schichtarbeit flexibel gestalten
industrieanzeiger.de

       Link vom 15.11.2021

 


Vereinbarkeit makes the difference: Verwaltungen als attraktive Arbeitgeber
f4p.online (Future4Public online)

       Link vom 04.10.2021

 


Kind und Karriere: Wie Unternehmen unterstützen können – und davon profitieren
t3n.de

       Link vom 14.09.2021

 

(Überschrift und Auszug) 
Das Herz schlägt für Ärzt:innen - Wie Employer Branding erfolgreich sein kann
... "Der Rückgang an Bewerbungen im ärztlichen Bereich stellt viele Krankenhäuser und Kliniken vor große Herausforderungen.Zwar werben viele Einrichtungen mit guten Karrierechancen und Gehältern,„doch liegt der Fokus nochzu sehr auf dem externen EmployerBranding“, sagt Professor Dr. NicoleRichter, die an der Hochschule Düsseldorf unter anderem zu Unternehmensführung und Personalmanagement forscht. ... Entsprechende Maßnahmen für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalarbeit wurden sukzessive ausgebaut, wofür die Klinik (Asklepios Klinik Barmbek) bereits zum dritten Mal durch die berufundfamilie ServiceGmbH zertifiziert wurde. ..."
KU Gesundheitsmanagement, ET: August 2021 (Ausg. 8/2021)

  

 

Artikel Publikumsmedien (Beispiele)

 


Dienstwagen oder Kinderwagen
lob-magazin.de

       Link vom 10.05.2022

 


Die neue Balance zwischen Home und Office
manager-magazin.de

       Link vom 13.08.2021

 


Was brauchen studierende Eltern?
Ahmed

       Link vom 12.08.2021

 

(Überschrift und Auszug)
Büffeln in der Babypause
... "Verlässliche Zahlen zu Angebot und Nachfrage nach beruflicher Weiterbildung in Elternzeit sind kaum zu bekommen. Mangelnde Bereitschaft der Arbeitgeber will Oliver Schmitz jedoch nicht unterstellen. Der Geschäftsführer der Organisation Beruf und Familie schätzt vielmehr das Lernbedürfnis junger Eltern kurz nach der Geburt als eher gering ein. ... Auf Inititiative der Hertie-Stiftung zertifiziert das gemeinnützige Unternehmen familienfreundliche Arbeitgeber. Der Zugang zu Weiterbildungsangeboten während Eltern- oder Pflegezeit seit dabei ausdrücklich kein Kriterium, so Schmitz: "Nicht umsonst heißt es Elternzeit und nicht Weiterbildungszeit." Wer die familienbedingte Auszeit zur beruflichen Fortbildung nutzen wolle, müsse dies freiwillig tun. Chefs dürften hier keinen Druck ausüben. Wie familienfreundlich ein Unternehmen wirklich ist, zeigt sich Schmitz zufolge vor allem durch eine offene, weniger präsenzorientierte Firmenkultur sowie attraktive Karriereperspektiven auch in Teilzeit. Hier sei vielerorts noch Luft nach oben. ..."
Handelsblatt, ET: Ausg. Nr. 150 (06.08.2021)

 


Themenschwerpunkt 1 (Juni - August): Fachkräftebindung in der Sozialwirtschaft. Episode 2: Oliver Schmitz (berufundfamilie Service gGmbH)
Parität-BW.de, relevant & sozial. Der Podcast rund um die Soziale Arbeit und die Sozialwirtschaft.

       Link vom 29.07.2021

 

(Überschrift und Auszug)
Corona-Zeiten: Strategisch vereinbarende Arbeitgeber sind im Vorteil
... "Durch Coronba wird eine wichtige Erkenntnis nochmals betont: Angebote, die Arbeitgeber ihren Beschäftigten machen, die dazu beitragen, dass diese ihren privaten Veranwortungen gerecht werden können, sind mittlerweile in der Arbeitswelt unverzichtbatr. Dabei spielt es keine Rolle, wie Familie an sich definiert wird ..."
Stimme der Familie (Magazin des Familienbunds der Katholiken), ET: Ausg. 02/2021 (Juni 2021)

 


Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es eine Definition als Managementinstrument
stern.de

       Link vom 17.05.2021

 


Familienfreundlichkeit greift für Karriereplanung zu kurz
SZ.de (auf Basis von dpa-infocom/ dpa-Themendienst)

       Link vom 05.04.2021

 


Corona-Lockdown: Was Unternehmen jetzt für Eltern tun können
ZEIT.de

       Link vom 13.01.2021

 

 

Podcast-Beiträge (Beispiele)


Flexibilisierung braucht Regelungen - Mobiles Arbeiten bei der U.I Lapp GmbH
Soundcloud.com

       Link vom 28.06.2022

 


„Wir brauchen mehr Führungsskills, um zu erkennen, wie es wem geht. - Jeannine Kallert, GISA GmbH
Soundcloud.com

       Link vom 24.05.2022

 


„Ich kann als Arbeitgeber nicht sagen: ‚Es ist mir egal, was du zuhause machst.‘ - Katja Müller, Technische Universität Berlin
Soundcloud.com

       Link vom 12.05.2022

 


„Wir haben das Ohr an der Mannschaft - Anika König, GELSENWASSER
Soundcloud.com

       Link vom 11.11.2021

 


„Digitale Barrierefreiheit von Anfang an mitdenken - A11y-Design
Soundcloud.com

       Link vom 15.10.2021

 


„Familiengerechte Hochschule hat viel mit Kommunikation zu tun, regelmäßig“ – Universität Bremen
Soundcloud.com

       Link vom 25.08.2021

 


„Licht in die Black-Box Pflege für Arbeitgeber bringen“ – ALTE LEIPZIGER - HALLESCHE Konzern
Soundcloud.com

       Link vom 06.08.2021

 


„Die strukturelle Benachteiligung von Frauen stellt immer noch ein großes Problem dar“ – Stadt Mannheim
Soundcloud.com

       Link vom 06.07.2021

 


„LGBT*IQ und Vereinbarkeit – das wird nicht mitgedacht“ – Albert Kehrer, PROUT AT WORK-Foundation
Soundcloud.com

       Link vom 10.06.2021

 


„Es geht um ganz selbstverständliche Akzeptanz“ – Matthias Weber, Völklinger Kreis
Soundcloud.com

       Link vom 03.05.2021

 


„Es findet keine proaktive Familienpolitik für Studierende statt“ - Stimmen aus dem fzs
Soundcloud.com

       Link vom 21.04.20201

 


„Agilität nur der Agilität wegen ist nicht sinnvoll“ – Transformation von Verwaltungen mit Apiarista
Soundcloud.com

       Link vom 03.03.2021

 


„Es ist ein Marathon und kein Sprint“ – Strategische Vereinbarkeit in der Stadtverwaltung Einbeck
Soundcloud.com

       Link vom 29.01.2021

 

 


 

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