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Silke Güttler, Leitung Corporate Communications
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berufundfamilie Service GmbH
Hochstraße 49, 60313 Frankfurt am Main

 

Hier finden Sie eine chronologische Auflistung unserer Meldungen an die Medien.

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  • berufundfamilie Scout zeigt: Arbeitgeber sehen Relevanz von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auf Distanz. Aber weniger als die Hälfte bietet diese.
  • Erscheint am Internationalen Tag der Pflege: Arbeitgeber-Guide zu Pflege auf Distanz

In Coronazeiten brennt nicht nur bei Beschäftigten die Frage nach der adäquaten Kinderbetreuung. Auch die Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen ist zur zunehmenden Herausforderung geworden. Dabei ist Pflege in vielen Fällen zu Pflege auf Distanz geworden. Der Aspekt der Pflege auf Distanz – auch als Distance Caregiving bezeichnet – wird allerdings trotz des sich ausweitenden Engagements von Arbeitgebern für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wenig berücksichtigt. Und dies, obwohl die Versorgung bzw. Unterstützung von Pflegebedürftigen bei räumlicher bzw. zeitlicher Entfernung längst kein Randphänomen mehr ist.

So zeigt der berufundfamilie Scout – eine Kurzumfrage unter mehr als 110 Vertreter*innen von Organisationen, die nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind: Während ein Viertel (26 Prozent) der Arbeitgeber keine Aussage darüber treffen kann, wie viele ihrer Beschäftigten auf Distanz pflegen (definiert nach einer Entfernung von mind. 100 km oder eine Stunde Fahrtzeit), meinen 37 Prozent, dass der Anteil zwischen 0 und 10 Prozent liegt. 27 Prozent gehen von 11 bis 30 Prozent aus und immerhin 8 Prozent sehen 31 bis 50 Prozent sowie knapp 2 Prozent sogar mehr als die Hälfte ihrer Beschäftigten als Distance Caregivers.

Neun von zehn Organisationen, die sich im Rahmen ihrer Auditierung bereits mit der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege intensiv befassen, finden den Aspekt Pflege auf Distanz daher als Teil einer pflegebewussten Personalpolitik wichtig oder sogar sehr wichtig. Und 66 Prozent der befragten Arbeitgeber erwarten, dass die Relevanz des Themas Pflege auf Distanz in den kommenden fünf Jahren eigenen Betrieb zunehmen wird.

Entsprechend ist den befragten Organisationen bewusst, dass es einen hohen Bedarf an Maßnahmen für auf Distanz pflegende Mitarbeitende gibt: 85 Prozent finden es wichtig bzw. sehr wichtig, dass Arbeitgeber Angebote für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auf Distanz machen.

Allerdings bieten 52 Prozent der Umfrageteilnehmenden keine konkreten Maßnahmen für die Pflege auf Distanz an. Gefragt nach möglichen Gründen dafür, dass ein Arbeitgeber keine Angebote zu Distance Caregiving macht, nennen lediglich knapp 5 Prozent der Vertreter*innen der zertifizierten Organisationen, dass die auf Distanz Pflegenden auf ausreichend vorhandene Lösungen außerhalb der Organisationen zurückgreifen können. Ebenfalls geringe 10 Prozent meinen, dass sich durch konkrete Angebote zu Pflege auf Distanz keine Vorteile für die Arbeitgeberattraktivität ergeben. Dass Distance Caregiving bereits durch vorhandene Angebote zur pflegebewussten Personalpolitik abgedeckt sind, meinen 26 Prozent. Ein Drittel (33 Prozent) sieht den fehlenden aktuellen Bedarf als Motiv. Für 45 Prozent der Befragten sind zu hohe Kosten und für 56 Prozent ein zu hoher organisatorischer Aufwand Gründe gegen die momentane Implementierung von Angeboten zur Pflege auf Distanz. Die Top-Antwort ist mit rund 60 Prozent allerdings, dass es den Arbeitgebern an Umsetzungshilfen bzw. Praxistipps mangelt.

Neu: Kostenloser Arbeitgeber-Guide unterstützt mit Lösungsansätzen

Erste Umsetzungshilfen und Praxistipps bietet die berufundfamilie Service GmbH mit der neuen Publikation „Pflege auf Distanz – Aus den Augen, niemals aus dem Sinn“, die sie am Internationalen Tag der Pflege (12. Mai 2020) herausgibt. Der schlanke Arbeitgeber-Guide soll dazu beitragen, die Informationslücke zu Pflege auf Distanz bei Arbeitgebern zu verringern. Die Publikation bietet nicht nur einen Überblick über derzeitige Definitionen, sondern schafft auch ein Verständnis für die vielfältigen Aufgaben und Belastungen der auf Distanz Pflegenden. Und vor allem hält dieser Arbeitgeber-Guide Relevantes für die personalpolitische Praxis bereit: Er benennt pflegebewusste Maßnahmen, mit denen Arbeitgeber Beschäftigte, die auf Distanz pflegen, gezielt unterstützen können.

Die Publikation kann über die berufundfamilie Website gebührenfrei zum Download angefordert werden: https://bit.ly/2WCLeTd

Kostenloses Webinar zu Pflege auf Distanz

In der Reihe remote café – dem kostenlosen Webinarangebot – widmet sich die berufundfamilie am 5. Juni 2020 ebenfalls der Pflege auf Distanz. Die Teilnehmenden erwartet u.a. Einblicke in das beruflich-private Spannungsfeld von Distance Caregivers und Tipps für Arbeitgeber, wie sie ihre betroffenen Beschäftigten mit Vereinbarkeitsmaßnahmen unterstützen können. Anmeldung unter: https://bit.ly/3bfSOs0  

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

 

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Mit dem berufundfamilie remote café startet die berufundfamilie Service GmbH ein neues kostenloses digitales Informationsangebot. Inhaltlich widmet sich der Think-Tank und Dienstleister in dem neuen informellen Format brandaktuellen Herausforderungen der Arbeitswelt und familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Im Mittelpunkt der ersten Serie stehen Lösungen in der Krise – wie Fragestellungen zum reibungslosen, erfolgreichen Remote Work während der Coronapandemie.

In den Webinaren werden Praxisbeispiele geboten und der Wert familien- und lebensphasenbewusster Personalpolitik als Mittel des Risikomanagements betrachtet. Denn von Beginn der Coronakrise an wurde deutlich, dass Arbeitgeber, die die betriebliche Vereinbarkeit strategisch gestalten, jetzt Vorteile haben. Moderiert wird das berufundfamilie remote café von Teammitgliedern der berufundfamilie, zusammen mit anderen Expert*innen aus der Praxis oder gemeinsam mit Arbeitgebern, die das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen. Nach einem Impuls zum jeweiligen Thema findet ein Austausch statt. Fragen sind daher willkommen.

Teilnehmen können alle an Vereinbarkeit und Personalpolitik interessierten Fach- und Führungskräfte. Das berufundfamilie remote café ist kostenfrei und dauert jeweils ca. eine Stunde. Es findet in geschütztem Rahmen statt.

Die ersten Termine rund um Remote Work

Mit der Coronapandemie ist das Arbeiten auf Distanz binnen kürzester Zeit zur zentralen Maßnahme vieler Arbeitgeber geworden. Allerdings: Im digitalen Raum miteinander zu agieren, den Workflow aufrecht zu erhalten und Teams zu führen, ist eine Herausforderung. Dieser geht die erste Serie des berufunsfamilie remote café nach.

Hier die Informationen zu den ersten fünf Terminen, die auf der folgenden berufundfamilie-Website abrufbar sind und über die auch die Anmeldung erfolgt: https://bit.ly/2Rmb4sQ

Plötzlich im Home-Office: Entgrenzung in der digitalen Arbeitswelt
Was haben Webkameras und Toilettenpapier gemeinsam? Sie sind inzwischen gleichermaßen schwer erhältlich, weil viele Beschäftigte mit Präsenzarbeitsplätzen plötzlich im Home-Office arbeiten. Wenn die Arbeit nach Hause kommt, verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben – noch stärker als im Normalmodus des flexiblen Arbeitens. Welche typischen Gefährdungen können dadurch entstehen und wie gelingt ein gutes Grenzziehungsmanagement auch in Krisenzeiten? In diesem remote café zeigen wir wesentliche Aspekte von Entgrenzung auf und geben Tipps für gute Arbeit im Home-Office.

16.04.2020, 11:30 – 12:30 Uhr Moderation: Birgit Weinmann

Damit zusammenhält, was zusammenarbeitet. Herausforderungen und Lösungen für Generationen im Team in Home-Office Zeiten.
Mit der Corona-Krise ist vieles anders. Menschen, die sich bisher täglich begegnet sind, arbeiten nun in räumlicher Distanz. Persönliche Begegnungen sind Luxus oder unmöglich geworden. Viele informelle Treffen müssen offiziell und virtuell organisiert werden. Führungsverantwortliche und Teammitglieder machen gemeinsam die Erfahrung, dass dies Einzelnen unterschiedlich gut gelingt. Liegt dies nur an unterschiedlichen Ansprüchen und Erwartungen oder spielen hier auch Prägungen der Generationen eine Rolle? Lassen Sie uns darüber sprechen, im remote café. Wir schauen, welche Chancen in der neuen Form der Zusammenarbeit zwischen den Generationen liegen und bringen gute Beispiele auditierter Arbeitgeber mit.

17.04.2020, 12:00 – 13:00 Uhr; Moderation: Martin Volz-Neidlinger

Gute Praxis zertifizierter Arbeitgeber: Lösungen in der Krise
Herausfordernde Zeiten für Arbeitgeber und Beschäftigte. Gleichzeitig auch spannend, wirkt die Krise doch auch als Beschleuniger für die Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort.
In diesem remote café haben wir für Sie gute Beispiele der zertifizierten Arbeitgeber zusammengetragen und stellen diese "Lösungen in der Krise" vor.

20.04.2020, 14:30 – 15:30 Uhr; Moderation: Oliver Schmitz & Gabriele Eylers

Telefon- und Videokonferenz: Tipps für eine wirkungsvolle Gestaltung aus dem Home-Office
Für viele Menschen ist die Nutzung von Telefon- oder Videokonferenztools neu – und allein deshalb eine Herausforderung. Zurzeit sind vor allem viele Tipps zu technischen Tools zu lesen. Doch die Technik allein macht noch keine gelungene Online-Besprechung. Lassen Sie Ihre Gespräche in Telefon- oder Videokonferenzen angenehmer, produktiver und professioneller ablaufen. Wie es funktioniert, dazu haben wir für Sie im remote café einige Erfahrungen und Empfehlungen zusammengetragen.

21.04.2020, 11:00 – 12:00 Uhr; Moderation: Dr. Elisabeth Mantl

Familienbewusste Unternehmenskultur? Echt jetzt? Gerade jetzt!
Familienbewusste Unternehmenskultur ist in den Zeiten der Coronapandemie wichtiger denn je. Denn gute Instrumente wie z.B. Home-Office können nur dann Beschäftigten und Arbeitgebern helfen, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen, wenn Haltung und Kommunikation auch stimmen. Im remote café erfahren Sie praktische Ideen und Hinweise und tauschen sich mit den anderen Teilnehmenden über aktuelle Erfahrungen aus.

23.04.2020, 9:00 10:00 Uhr; Moderation: Ute Lysk

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Gestern (15. März 2020) wurde 95 Arbeitgebern das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule erteilt bzw. bestätigt. 38 Unternehmen, 43 Institutionen und 14 Hochschulen erhielten damit die (erneute) Berechtigung, das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik zu tragen. Voraussetzung für die Zertifizierung ist der erfolgreiche Abschluss des von der berufundfamilie angebotenen Auditierungs- bzw. Dialogverfahrens. Das Zertifikat belegt, dass die Arbeitgeber (weiterhin) einen strategischen Prozess nutzen, um die Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium, Familie und Privatleben nachhaltig zu gestalten. Messen lassen müssen sie sich im Laufe der dreijährigen Laufzeit an individuell erstellten Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogrammen. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft.

Zu den aktuellen Zertifikatsempfängern zählen acht Arbeitgeber (drei Unternehmen, fünf Institutionen), die das audit berufundfamilie zum ersten Mal genutzt haben.

Der Anteil der Arbeitgeber, die sich erneut zertifizieren ließen, ist auch in dieser – ersten von vier Begutachtungsrunden im Jahr 2020 – gewohnt hoch: Insgesamt 87 Organisationen durchliefen erfolgreich eine Re-Auditierung bzw. ein Dialogverfahren. Letzteres steht Arbeitgebern offen, die sich seit mindestens neun Jahren mit dem audit für eine systematische betriebliche Vereinbarkeitspolitik engagieren.

Zehn Arbeitgeber wurden zum zweiten (vier Unternehmen, vier Institutionen, zwei Hochschulen) und 25 zum dritten (zehn Unternehmen, 13 Institutionen, zwei Hochschulen) Mal zertifizieren. Den erfolgreichen Abschluss des Dialogverfahrens und damit den dauerhaften Charakter des Zertifikats sicherten sich insgesamt 52 Organisationen. Dabei ließen sich 28 (zehn Unternehmen, 15 Institutionen, drei Hochschulen) und zum vierten, 20 (neun Unternehmen, sechs Institutionen, fünf Hochschulen) zum fünften und drei (Giesecke+Devrient GmbH, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Frankfurt University of Applied Sciences) zum sechsten Mal begutachten. KfW erhält das Zertifikat bereits zum siebten Mal und gestaltet seine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik damit seit gut 18 Jahren mit dem audit berufundfamilie.

Die jetzt Zertifizierten haben die Gelegenheit, am 15. Juni 2020 an der einmal jährlich stattfindenden bundesweiten Zertifikatsverleihung teilzunehmen. Dort wird ihnen zusammen mit allen Arbeitgebern, die in den vorangegangenen zwölf Monaten das Auditierungs- bzw. Dialogverfahren erfolgreich abschließen konnten, die Zertifikate offiziell überreicht. Zu den Gratulant*innen wird u.a. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey zählen, die die Schirmherrschaft über das audit trägt.

Die Liste der aktuellen Zertifikatsempfänger ist dem PDF-Dokument zu entnehmen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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  • berufundfamilie gibt Tipps für Nutzung und Ausbau von zukunftsfähigen Maßnahmen

Als globales Problem wirkt der Coronavirus auch in der Berufswelt. Arbeitgeber schicken ihre Beschäftigten derzeit nach Möglichkeit ins Home-Office oder splitten Teams auf und lassen sie auf Distanz zusammenarbeiten, um das Risiko von Totalausfällen zu minimieren. Die berufundfamilie Service GmbH, Think-Tank und Dienstleister im gleichnamigen Themenfeld, verweist darauf, dass eine Flexibilisierung des Arbeitsorts nicht ausreicht, um der Lebenswirklichkeit der Mitarbeitenden zu entsprechen. Gleichzeitig fordert sie Arbeitgeber und Arbeitnehmende auf, die Chancen alternativer Arbeitsmodelle jetzt zu nutzen und diese im weiteren Verlauf in die Unternehmenskultur zu überführen. In der Krise steckt ihrer Ansicht nach ein großes Potenzial für die Weiterentwicklung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik von Organisationen und damit für die nachhaltige Stärkung ihrer Arbeitgeberattraktivität.

Home-Office, Telearbeit bzw. Remote Work – das sind angesichts von COVID-19 die Mittel der Wahl von Arbeitgebern. Mit der Gesundheitskrise hat die Flexibilisierung von Arbeitsmodellen nach Beobachtung der berufundfamilie an Dynamik gewonnen. Allerdings: Organisationen agieren jetzt einerseits erfreulich schnell, andererseits lassen sie wichtige Optionen teilweise außer Acht. Neben der Flexibilisierung des Arbeitsorts sollte auch die Flexibilisierung der Arbeitszeit stärker in Betracht gezogen werden.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, gibt zu bedenken: „Was ist mit Beschäftigten, deren Kinder aufgrund von Kita- oder Schulschließungen zu betreuen sind? Wie können Mitarbeitende mit pflegebedürftigen Angehörigen, die zu einer Hochrisikogruppe für eine Infektion mit dem Coronavirus zählen, zurechtkommen? Wir alle wissen, das berufliche und familiäre bzw. private Aufgaben nicht gleichzeitig bewältigt werden können. Beides braucht seine Zeit. Wenn Beschäftigte von zu Hause aus tätig sind und gleichzeitig Kinder betreuen müssen, die aktuell nicht in die Schule gehen können, braucht es erweiterte Lösungen. Entsprechend sollten Arbeitgeber sich jetzt mehr denn je alternativen Modellen der Arbeitszeit öffnen – z.B. auf Gleit- oder Vertrauensarbeitszeit umzustellen und es auch ermöglichen, dass Beschäftigte längere Pausen während eines Arbeitstags einlegen bzw. in den Abendstunden tätig sind, um sich zwischenzeitlich um Privates kümmern zu können. Allerdings gerät man da auch schnell an die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes. Eine Kombination aus Arbeitsort- und Arbeitszeitflexibilisierung ist aktuell am zielführendsten – aber nicht nur jetzt.“

Acht Fragen für den Notfall und die Zukunft

Was derzeit als Notfalllösungen implementiert wird, kann zu nachhaltigen Modellen ausgebaut werden. Arbeitgeber sollten dafür die Chancen und Risiken ihrer aktuellen Lösungen überprüfen. Dabei helfen folgende acht Fragen:

  1. Ist alternierende Telearbeit oder mobiles Arbeiten möglich?
  2. Welche technische Ausstattung wird benötigt?
  3. Ist bei alternierender Telearbeit der Heimarbeitsplatz angemessen und sicher gestaltet?
  4. Wie kann der Datenschutz gewährleistet werden?
  5. Müssen Dienstvereinbarungen aufgebrochen bzw. erstellt werden und müssen Arbeitsverträge angepasst werden?
  6. Sind Regelungen bzgl. der Haftung/ Versicherungen zu treffen?
  7. Wie funktioniert die Zeiterfassung oder die Leistungsbemessung?
  8. Wie gelingt die Kommunikation zwischen Teammitgliedern und mit Führungskräften?

Oliver Schmitz motiviert Arbeitgeber: „Mit dem Coronavirus sind das Berufs- und das Privatleben noch näher beieinander. Das ist jetzt ein Härtetest, der die Aussicht auf ein gutes zukünftiges Risikomanagement von Arbeitgebern in sich birgt. Es muss nicht immer die globale Krise sein, die Arbeitsprozesse ins Wanken bringt. Es gibt auch im Kleinen – also bei einzelnen Beschäftigten in ihrer jeweiligen Lebensphase – private Notfälle, die aufgefangen werden müssen, damit der Laden weiterläuft. Die Kinderbetreuung kann schließlich jederzeit ausfallen und der zu pflegende Angehörige ad hoc intensive Hilfe benötigen. Spätestens dann müssen Arbeitgeber in der Lage sein, den Beschäftigten flexible Angebote machen zu können – wie etwa Telearbeit.“

Lösungen, die jetzt kurzfristig implementiert wurden, sind daher in die Kultur der Organisation zu überführen. Auf die Notfalltaktik muss die nachhaltige Strategie für die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik folgen. Und die bringt einen umfassenden Nutzen mit sich: Beschäftigte danken Arbeitgebern eine systematische Vereinbarkeitspolitik mit einer höheren Motivation und Bindung. Vielfach ist zudem eine höhere Produktivität ablesbar. Der Gewinn für Arbeitgeberattraktivität wirkt sowohl nach innen als nach außen und erleichtert damit die Gewinnung von Beschäftigten.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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  • 10 Jahre berufundfamilie Akademie
  • Neuer Webauftritt

Aktuelles Wissen zur (Weiter-)Entwicklung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik vermitteln – das ist seit zehn Jahren Aufgabe der berufundfamilie Akademie. Seit 2010 ergänzt die Akademie der berufundfamilie Service GmbH, deren zentrales Angebot das audit berufundfamilie und das audit familiengerechte hochschule ist, um Weiterbildungsmaßnahmen.

Ihrer Kernzielgruppe Fach- und Führungskräfte bietet die berufundfamilie Akademie auch in diesem Jahr wieder unterschiedliche Veranstaltungsformate an, mit denen sie deren Empowerment in Sachen betrieblich gestützte Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben fördert. In den Netzwerktreffen und Seminaren gesellen sich zu den Dauerbrennerthemen wie „Lebensphasenbewusste Führung“ und „Strategischer Faktor Betriebliches Gesundheitsmanagement“ in 2020 neue Aspekte, die sich im Jahresmotto „TEAM2020: Talente, Empowerment, Agilität und Management“ wiederfinden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit einem übergreifenden Generationenmanagement, bei der sowohl die Führung altersgemischter Teams als auch die Zusammenarbeit immer heterogener werdender Arbeitsgruppen beleuchtet werden. Neu wird auch das Thema Distance Care sein, das von Arbeitgebern angesichts der wachsenden Arbeitsmobilität stärkere Berücksichtigung finden sollte. Zudem überträgt die berufundfamilie Akademie die Know-how-Vermittlung von Themen, die im Rahmen von Netzwerktreffen bislang nach dem audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule zertifizierten Arbeitgebern vorbehalten waren, in Seminare, die auch nicht-auditierte Organisationen besuchen können. Ein Beispiel ist der Aspekt Nudging, der in diesem Jahr in zwei offenen Veranstaltungen für neue Impulse bei Führungskräften sorgen soll.

Der Flyer „Jahresübersicht. Termine 2020.“ steht zum Download zur Verfügung unter: https://bit.ly/2wLrrI9 Alle Themen können von der berufundfamilie Akademie und deren Trainer*innen auch in individuelle Inhouse-Schulungen überführt werden, die passgenau für den jeweiligen Arbeitgeber ausgearbeitet werden. Und auch Aspekte, die nicht explizit im Netzwerktreffen- und Seminarprogramm benannt sind, werden auf Wunsch für Inhouse-Sessions er- und bearbeitet.

Auch der Webauftritt der berufundfamilie Akademie ist neu. Interessierte erhalten in deutlich übersichtlicherer Form als bisher ausgiebige Informationen über die jeweilige Veranstaltung. Hier kann auch direkt und auf einfachem Weg die Buchung vorgenommen werden. Die Akademie-Seiten sind Bestandteil der berufundfamilie Website www.berufundfamilie.de und sind erreichbar unter: https://akademie.berufundfamilie.de

Seminare und Netzwerktreffen: UlTEAMativ familienbewusst

Hier eine Auswahl der geplanten Veranstaltungen für das erste Halbjahr 2020.

Seminare

Die Seminare der berufundfamilie Akademie sind als praxisnahe Weiterbildungseinheiten zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen konzipiert, die allen Arbeitgebern – und damit auch Organisationen, die nicht nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind – offenstehen.

26.03.2020 | Bremen

Um die Ecke zum Ziel.

Nudging - die kreative Art zu bewegen.

21.04.2020 | Leipzig

Generationen in altersgemischten Teams erfolgreich führen.

Gemeinsamkeiten. Herausforderungen. Lösungen.

12.05.2020 | Berlin
Führen im flexiblen Umfeld.
Ergebnisorientiert führen in einer zunehmend flexiblen und mobilen Arbeitswelt.

16.06.2020 | Berlin
Fit für die Umsetzung!
Der Einstieg in eine erfolgreiche Projektarbeit.

23.06.2020 | Köln
Engagement bis zum Burn-out?
Brennen ohne auszubrennen!

Netzwerktreffen

Arbeitgeber, die aktuell nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind, bietet die berufundfamilie Akademie mit den Netzwerktreffen eine kostenlose Plattform für den Erfahrungs- und Wissensaustausch.

23.04.2020 | München
Female Business Force.
Frauennetzwerke gründen.

23.04.2020 | Eschborn
Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Auslandseinsatz.

Geplante Veranstaltungen – Termine und Orte folgen

Maßnahmen mit großer Wirkung.
Kostenbewusste Personalpolitik im audit berufundfamilie.

Dialoger-Forum.
Netzwerktreffen für langjährig auditierte Organisationen.

Distance Care.
Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Zeitalter steigender Mobilität.

Übergang in den Ruhestand - ein kritisches Ereignis?
Alles eine Frage des Blickwinkels!

Mitmachen erwünscht!
Wie können Beschäftigte mobilisiert werden, sich aktiv einzubringen?

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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  • Interview mit Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, über die Chancen der beruflichen Weiterentwicklung von Beschäftigten mit Vereinbarkeitsbedarfen

„Darf nicht sein, ist aber häufig immer noch so.“ – Das ist die spontane Antwort von Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH – dem Dienstleister und Think Tank im gleichnamigen Themenfeld, auf die Frage, ob Vereinbarkeit ein Karrierehemmnis darstellt. Der Hintergrund: Laut Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) meinen 42 % der Beschäftigten familienbewusster Arbeitgeber, die z.T. mobil arbeiten, dass sich eine stärkere Nutzung von Angeboten zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben negativ auf ihre Karriere auswirkt. Bei Organisationen, die nicht familienbewusst agieren, befürchten 55 % einen Karriereknick bei der Inanspruchnahme familienbewusster Maßnahmen.[1] In beiden Fällen zu viel. Im Interview führt Oliver Schmitz aus, welche Chancen für die berufliche Weiterbildung trotz oder gerade wegen Vereinbarkeitswünschen bestehen sollten.

Ist Vereinbarkeit ein Karrierekiller?

Darf nicht sein, ist aber häufig immer noch so. Die, die sich stets am Arbeitsplatz zeigen – von nine to five –, sind die, die eher wahrgenommen werden und auf dem Schirm sind, wenn es um den nächsten Karriereschritt geht. Diejenigen, die in Teilzeit arbeiten, sich in einer familienbedingten Auszeit befinden oder aus dem Home-Office arbeiten, werden häufig weniger wahrgenommen. Das hat selten mit Leistung und Potenzial zu tun, sondern vielmehr mit einer Präsenzkultur, die in unsere dynamische und vernetzte Zeit eigentlich nicht mehr reinpasst. Es besteht die Gefahr, dass sich Arbeitgeber einiges an Potenzialen entgehen lassen, wenn sie die Beschäftigten mit familiären Aufgaben durch das „Karriereraster“ fallen lassen!

In welchen Situationen oder unter welchen Umständen kann Vereinbarkeit zu Karrierefalle werden? Was kann dagegen getan werden?

Bei Home-Office können neue Medien helfen, eine stärkere Anbindung und Vernetzung aufrechtzuerhalten. Wenn Videotelefonie zum Beispiel häufiger genutzt wird, dann führt das zu einem anderen Gefühl des Miteinanders zwischen den Beschäftigten im Betrieb und im Home-Office. Generell birgt die stärkere Digitalisierung aber auch die Gefahr einer zu formalisierten Kommunikation. Hier kann es dann schnell an einem sozialen Austausch fehlen, der auch wichtig ist, um sich „in Erinnerung“ zu bringen. Hier kann das Intranet etwas gegensteuern, das immer mehr zu einer Art von sozialer Plattform wird. Seine Nutzung erhöht auch den sozialen Austausch und schafft bessere Möglichkeiten für alle, an Innovationen mitzuwirken.

Teilzeitkräfte arbeiten in der kürzeren Zeit ihrer Anwesenheit oft hoch effizient, nehmen deswegen aber auch häufig nicht am informellen Austausch teil, wie gemeinsame Mittagessen oder auch dem Gespräch an der Kaffeemaschine. Dieser Austausch ist jedoch wichtig, um sich in einer Organisation Netzwerke zu schaffen und um an Innovationen stärker mitzuwirken, die ja bekanntlich nicht immer in Besprechungsräumen entstehen. Hier sollte man als Beschäftigte*r darauf achten, dass Chancen zum sozialen Austausch genutzt werden. Auch Führungskräfte sollten Möglichkeiten schaffen, bei denen sich die Beschäftigten untereinander auch informell austauschen, indem zum Beispiel bei Besprechungen bewusst gemeinsame Pausen eingebaut werden.

Bei uns, bei der berufundfamilie, wird zum Beispiel auch sehr zeitlich und örtlich flexibel gearbeitet, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Wir haben feste gemeinsame Termine des Austausches eingeführt, an denen die Beschäftigten, die sich nicht im Büro befinden, per Video zuschalten können. Zusätzlich haben wir einmal im Monat einen „Team-Office-Day“, an dem alle versuchen sollten, physisch im Büro anwesend zu sein. Das ermöglicht auch denen, die aus familiären Gründen weniger physisch anwesend sind, eine stärkere emotionale Bindung zum Unternehmen und zu den Kolleg*innen aufrecht zu erhalten.

Familienbedingte Auszeiten stellen häufig eine besondere Herausforderung dar. Hierbei ist es wichtig, eine langfristige Karriereplanung zu machen, um Perspektiven für die Beschäftigten zu schaffen, aber auch für den Betrieb und die Kolleg*innen. Die Bindung während der Auszeit sowie Angebote zur Weiterbildung während der Auszeit helfen, diese Zeit zu überbrücken und sich weiter „zugehörig“ zu fühlen. Eine gelingendes Kontakthalten während der Auszeit erleichtert und beschleunigt auch den Wiedereinstieg.

Die einen wollen auf der Karriereleiter hochklettern, die anderen sich auf der Karrierestufe halten. Kann Vereinbarkeit Führungskräften gefährlich werden?

Die Frage ist, wie stark ist es akzeptiert, dass auch Führungskräfte Möglichkeiten der Vereinbarkeit nutzen dürfen? Hier geht es nicht nur um die Akzeptanz durch den Arbeitgeber, sondern auch um die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. Der Anspruch an Anwesenheit und zeitnaher physischer Verfügbarkeit der Führungskraft ist bei Beschäftigten häufig sehr hoch.

Gerade außertariflich beschäftigte Führungskräfte mit Vertrauensarbeitszeit leisten zeitlich häufig deutlich mehr als 100 %. Was bedeutet es dann, wenn die Führungskraft vollzeitnah auf 80 % reduzieren will oder muss? Das ist alles machbar. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich als Führungskraft ein Arbeitsumfeld geschaffen hat, bei dem man durch Vertretung oder Delegation auch mal abkömmlich sein kann.

Ich habe auch schon Führungskräfte erlebt, die die Angst hatten „Was ist denn, wenn ich reduziere und der Laden läuft trotzdem!?“ Diese halte ich aber eher für schwache Führungskräfte, die auch ein Unternehmensrisiko darstellen können.

Das zentrale Studienergebnis des IW Köln lässt erkennen, dass eine familienbewusste Grundhaltung eines Arbeitgebers entscheidend dafür ist, ob Karriere auch bei Nutzung von Vereinbarkeitsangeboten möglich ist. Wie sehen Sie das?

Die Grundhaltung sollte die gelebte Kultur abbilden, nur dann habe ich eine kongruente und authentische Arbeitgebermarke. Das kann man nicht verordnen, so etwas muss erarbeitet werden. Die gelebte Grundhaltung entscheidet aber letztendlich darüber, wie Beschäftigte mit familiären Aufgaben wahrgenommen werden und auch wie diese sich selbst in der Organisation wahrnehmen. Kriege ich zum Beispiel als Teilzeitkraft vermittelt, dass ich eine vollwertige Kraft bin oder habe ich das Gefühl, dass ich „nur“ Teilzeitkraft bin? Letzteres führt oft dazu, dass sich Beschäftigte weniger engagieren und der Organisation hierdurch viele wichtige Potenziale entgehen können.

Kann Vereinbarkeit also auch ein Promoter von Karriere sein?

In Deutschland ist es leider noch nicht so verbreitet, dass Familienaufgaben auch als Kompetenzerweiterung angesehen werden. Aber jede*r, die*der die Abläufe einer Kleinfamilie zu organisieren hat, weiß, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und welche Kompetenzen zum Ressourcenmanagement und welche Sozialkompetenzen dafür entwickelt werden müssen.

Auszeiten bieten generell auch die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen und Dinge neu zu betrachten. Hierdurch hat man die Chance, mit neuem Elan und frischen Ideen wieder in den Job einzusteigen und vielleicht auch zu den ein oder anderen Innovationen beizutragen, wofür andere vielleicht schon zu betriebsblind geworden sind.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

[1] https://www.iwd.de/artikel/mobiles-arbeiten-segen-oder-karrierebremse-456346

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Vereinbarkeitsbedarfe sind unabhängig von Alter, Familienstand und Elternschaft hoch. Dies belegt die von der berufundfamilie Service GmbH initiierte repräsentative Umfrage unter 2.500 Erwerbstätigen zur Zertifizierung von Arbeitgebern für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Die vom Meinungsforschungsunternehmen Civey im September 2019 durchgeführte Online-Befragung zeigt zudem: Für die Vereinbarkeit zertifizierte Arbeitgeber sind für Erwerbstätige – egal mit welcher Berufsbildung – attraktiv. Und: Erwerbstätige lassen sich unabhängig von Geschlecht, Alter, Schul- und Berufsbildung von einem objektiven und optimierenden Vereinbarkeitszertifikat überzeugen.

Nach der Veröffentlichung der Umfrageresultate zu den Zielgruppen „Beschäftigte gesamt, Personaler*innen und Entscheider*innen“, informiert die berufundfamilie Service GmbH jetzt über die Highlights der Detailergebnisse zu den Kategorien „Erwerbstätige gesamt nach Alter, nach Geschlecht, nach Familienstand, mit/ ohne Kinder im Haushalt, nach beruflicher Stellung und nach Schulbildung“.

Vereinbarkeit ist definitiv ein Entscheidungskriterium bei der Arbeitgeberwahl

Mehr Frauen (81 %) als Männer (72,2 %) sagen, dass ihnen die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bei der Wahl eines Arbeitgebers wichtig ist. Zudem zeigt sich, dass die Vereinbarkeitsbedarfe bei den Beschäftigten unabhängig von ihrem Familienstand stark ausgeprägt sind: Zwar sind es bei den Verheirateten und Verwitweten die meisten (78,3 %), denen die Vereinbarkeit bei der Arbeitgeberwahl wichtig ist. Dahinter folgen aber direkt die Ledigen (73,7 %) und dann die Geschiedenen (70,2 %).

83,5 % der Erwerbstätigen, bei denen Kinder im eigenen Haushalt leben, finden die Vereinbarkeit bei der Arbeitgeberwahl essenziell. Bei den Beschäftigten ohne Kinder im Haushalt sind es rund 10 Prozentpunkte weniger: 73 %. Dennoch wird deutlich, dass Kinder nicht alleinig eine Rolle dabei spielen, ob für Beschäftigte Vereinbarkeit ein Entscheidungskriterium für einen Arbeitgeber ist.

Betrachtet man die Berufsbildung der befragten Erwerbstätigen zeigen sich kaum Unterschiede bei der Beantwortung der Frage, wie wichtig die Vereinbarkeit bei der Arbeitgeberwahl ist: Bei den Beschäftigten mit Berufsausbildung geben 78,1 % an, dass ihnen die Vereinbarkeit wichtig ist, bei den sich noch in Ausbildung befindlichen sind es 77,9 %, bei den Beschäftigten mit Studium oder einem höheren Abschluss 73,8 % und bei den Beschäftigten ohne Abschluss 71,4 %.

Absage an nicht-familienbewusste Arbeitgeber

Bei der Frage „Wäre die schlechte Vereinbarkeit für Sie ein Grund den Job zu wechseln?“ zeigt sich ein Trend: Je jünger desto handlungsentschlossener. Je jünger Erwerbstätige sind, desto mehr von ihnen würden den Job wechseln, wenn sich die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben für sie als schlecht erweist: Bei den 18- bis 29-Jährigen bekunden 77 % ihren Wechselwillen und bei den 30- bis 39-Jährigen 76 %. Immerhin knapp sieben von zehn (68 %) 40- bis 49-Jährige würden aufgrund schlechter Vereinbarkeit kündigen. Bei den Beschäftigten im Alter zwischen 50 und 64 Jahren sind es 57,5 % und bei den mindestens 65-Jährigen immerhin noch jeder Zweite (51,7 %).

Leben Kinder mit im Haushalt, scheint der Entschluss für einen Jobwechsel bei schlechter Vereinbarkeit eher gegeben. Aber auch die Kinderlosen bekundigen Handlungswillen: 74,1 % der Beschäftigten mit Kinder im eigenen Haushalt sehen in der schlechten Vereinbarkeit einen Grund, den Job zu wechseln. Bei den Erwerbstätigen ohne Kinder im Haushalt sind es 61,7 %.

Vereinbarkeitszertifikat überzeugt

50,1 % der männlichen Erwerbstätigen würden sich bei gleichen Bedingungen eher für einen Arbeitgeber entscheiden, der für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zertifiziert ist. Bei den Frauen sind es sogar über fünf Prozent mehr: 55,5 %. Nur 7,2 % der weiblichen und 8,7 % der männlichen Erwerbstätigen würden sich auf keinen Fall für einen zertifizierten Arbeitgeber entscheiden.

Unterschiede im Familienstand scheinen keinen großen Einfluss darauf zu haben, ob Erwerbstätige einen Arbeitgeber attraktiver finden, wenn dieser ein unabhängiges Vereinbarkeitszertifikat trägt. Interessanterweise sind es – wenn auch mit einem geringen Vorsprung – bei den Ledigen die meisten, für die ein solches Siegel die Arbeitgeberattraktivität steigert: 54,6 %. Bei den Verheirateten bzw. Verwitweten sind es 51,3 % und bei den Geschiedenen 51,1 %.

Insbesondere die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen, die auch Teile der Generation Z einschließt, findet einen Arbeitgeber attraktiver, wenn dieser für die Vereinbarkeit unabhängig zertifiziert ist: Für sechs von zehn Personen dieser Altersgruppe (63,7 %) steigt die Arbeitgeberattraktivität mit einem unabhängigen Zertifikat für die Vereinbarkeit. Im Altersdurchschnitt sind es 52 %.

Zertifizierte Arbeitgeber sind beim Recruiting im Vorteil

Unabhängig vom Familienstand würde sich die Hälfte der Beschäftigten bei der Wahl des Arbeitgebers unter gleichen Bedingungen für die Organisation entscheiden, die für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zertifiziert ist: 54,9 % der unverheirateten Erwerbstätigen würden sich bei gleichen Bedingungen für einen Arbeitgeber mit Zertifizierung für die Vereinbarkeit entscheiden. Bei den Verheirateten bzw. Verwitweten sind es mit 52,1 % geringfügig weniger. Bei den Geschiedenen sind es noch leicht weniger, allerdings immer noch jeder Zweite: 50,8 %.

Sind Kinder im Haus, tendieren Beschäftigte eher zu einem für die Vereinbarkeit zertifizierten Arbeitgeber: Sechs von zehn (61,6 %) Beschäftigte, bei denen Kinder im Haushalt leben, würden sich bei gleichen Bedingungen für einen Arbeitgeber entscheiden, der ein Vereinbarkeitszertifikat trägt. Bei den Erwerbstätigen ohne Kinder im eigenen Haushalt sind es 49,6 %.

Zertifizierte Arbeitgeber locken Erwerbstätige – egal mit welcher Berufsbildung: Sechs von zehn (58,4 %) Erwerbstätige, die sich noch in der Ausbildung befinden, würden sich bei gleichen Bedingungen eher für einen Arbeitgeber entscheiden, der für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zertifiziert ist. Bei den Beschäftigten mit Berufsausbildung sind es 54,2 %, und bei den Erwerbstätigen ohne Abschluss 53,4 %. Am wenigsten, aber immer noch über die Hälfte (51,5 %) sind es bei den Erwerbstätigen mit Studium oder einem höheren akademischen Abschluss.

Das ideale Vereinbarkeitszertifikat: Objektiv und optimierend

Gefragt nach den Kriterien, die sie bei einem Zertifikat für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben ansetzen, stimmen Frauen und Männer überein: Knapp vier von zehn Frauen (36,9 %) und Männern (36,7 %) ist bei einem Vereinbarkeitszertifikat wichtig, dass eine externe und unabhängige Begutachtung stattfindet. An zweiter Stelle folgt in der Rangliste bei beiden Geschlechtern (Frauen: 31,3 %: Männer: 32,1 %) der Nachweis kontinuierlicher Verbesserung als Kriterium. Platz 3 nimmt die Bewertung des aktuellen Stands ein (Frauen: 28 %; Männer: 28,8 %).

Auf den Rängen 4 und 5 folgen als Kriterien die langjährige Bekanntheit des Vereinbarkeitszertifikats und dessen überregionale Anerkennung. Allerdings finden 5 bis 6 % mehr Frauen diese Kriterien wichtig als ihre männlichen Geschlechtsgenossen (langjährige Bekanntheit – Frauen: 15,3 %; Männer: 9,2 %; überregionale Anerkennung – Frauen: 14,1 %; Männer: 8,4 %).

Welches Kriterium Erwerbstätigen bei einem Zertifikat für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben wichtig ist, ist somit nicht vom Geschlecht abhängig, allerdings scheinbar (u.a.) von ihrem Alter. Während sich die meisten der 18- bis 29-Jährigen (43,8 %) für die Bewertung des aktuellen Stands aussprechen, legen die meisten der 30- bis 39-Jährigen (41,1 %) Wert auf eine externe und unabhängige Begutachtung. Jedoch folgt für diese Altersgruppe kurz dahinter (39 %) der Nachweis kontinuierlicher Verbesserungen der Vereinbarkeit. Die 40- bis 49-Jährigen (39,2 %) und die 50- bis 64-Jährigen (34.2 %) nennen ebenfalls am häufigsten die externe und unabhängige Begutachtung als wichtiges Kriterium für ein Vereinbarkeitszertifikat. In der Altersgruppe der ab 65-Jährigen sprachen sich die meisten (34,2 %) hingegen für die überregionale Anerkennung des Zertifikats aus.

Und auch bei der Betrachtung der Schulbildung der Erwerbstätigen zeigen sich bezüglich der am häufigsten genannten Kriterien, die ihnen bei einem Vereinbarkeitszertifikat wichtig sind, Unterschiede. Die Beschäftigten mit Abitur (40,6 %) nennen am meisten die externe und unabhängige Begutachtung als relevantes Kriterium. Bei den Erwerbstätigen mit mittlerer Reife und bei den Beschäftigten mit Hauptschulabschluss bzw. ohne Abschluss liegt das Kriterium Nachweis kontinuierlicher Verbesserung (28,6 % bzw. 33,6 %) ganz vorne.

Insgesamt belegen die externe und unabhängige Begutachtung sowie der Nachweis kontinuierlicher Verbesserungen damit die Top-Ränge der Kriterienskala. Objektivität und die Optimierung der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik liegen damit im Fokus der Beschäftigten.

Einigkeit über Altersgruppen und Berufsbildung hinweg: Anbieter von Vereinbarkeitszertifikaten sollen unabhängig sein und durch fachliche Kompetenz überzeugen

Dass Neutralität erheblich zur Glaubwürdigkeit eines Vereinbarkeitszertifikats beiträgt, zeigen auch die Antworten auf die Frage, welche Kriterien bei einem Anbieter von Zertifizierungen zur Vereinbarkeit wichtig ist. So wird in allen Altersgruppen die Unabhängigkeit am häufigsten genannt: Sechs von zehn (57,9 %) der 18- bis 29-Jährigen finden diesen Aspekt essenziell, 42,2 % der 30- bis 39-Jährigen, 47 % der 40- bis 49-Jährigen, 40,6 % der 50- bis 65-Jährigen und 42,1 % der ab 65-Jährigen.

Und auch der Wunsch nach der Weiterentwicklung der betrieblich gestützten Vereinbarkeit bestätigt sich bei dieser Frage. Auf dem zweiten Rang der Kriterien für einen Zertifizierungsanbieter liegt bei allen Altersgruppen die fachliche Kompetenz in der Begleitung. Wieder ist der Anteil derer, die sich für dieses Kriterium aussprechen, bei den 18- bis 29-Jährigen am größten: 44,5 %. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 35,9 %, bei den 40- bis 49-Jährigen 39,1 %, bei den 50- bis 65-Jährigen 35,7 % und bei den mindestens 65-Jährigen 33,8 %.

Beim Blick auf die Berufsbildung der Erwerbstätigen bestätigt sich ebenfalls das Ranking der Kriterien, die bei einem Zertifizierungsanbieter für die Vereinbarkeit für wichtig erachtet werden: Auf Platz 1 sowohl bei den Beschäftigten ohne Abschluss (67,7 %), bei den in Ausbildung befindlichen Beschäftigten (53,5 %), als auch bei den Beschäftigten mit Studium oder mit einem höheren akademischen Abschluss (47,3 %) und den Beschäftigten mit Berufsausbildung (37,8 %) die Unabhängigkeit des Zertifizierungsanbieters.

Die fachliche Kompetenz in der Begleitung durch einen Zertifizierungsanbieter finden 37,7 % der Akademiker wichtig. 36,9 % der Erwerbstätigen ohne Abschluss schließen sich dieser Meinung an. Bei den Beschäftigten mit Berufsausbildung finden 36,5 % die fachliche Kompetenz in der Begleitung wichtig und bei den noch in Ausbildung befindlichen Beschäftigten knapp jeder Vierte (24,4 %).

Hintergrundinformation

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey führte im September 2019 im Auftrag der berufundfamilie Service GmbH eine Umfrage durch und erhielt von 2.500 Personen Antworten. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Erwerbstätige in Deutschland ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3,5 Prozent. Zusätzlich gefilterte Befragtengruppen sind Fachkräfte im Personalwesen/ Human Resources und Entscheider*innen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleisterin und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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  • Befragung zeigt: Personalverantwortliche sind auf pragmatischen Idealismus der Generation Z nicht eingestellt

In einem wesentlichen Punkt stimmen Eigen- und Fremdwahrnehmung der Generation Z absolut überein: Die Generation Z wünscht kein Work-Life-Blending. Allerdings: Dass der Idealismus der Generation Z mit einer gehörigen Prise Pragmatismus gewürzt ist, dringt scheinbar zu den HR-Expert*innen noch nicht völlig durch. Das zeigt ein Vergleich der aktuellen Befragung von 32 Personalverantwortlichen mit der Vorstudie zur Generation Z, die beide auf Initiative der berufundfamilie Service GmbH von Studierenden der Hochschule Campus M21 (Nürnberg) durchgeführt wurden.[1]

Laut Personaler*innen ist Freizeit für die Digital Natives das Maß aller Dinge: Ihrer Beobachtung nach nimmt sich die Generation Z möglichst viele Freiheiten, um vor allem ihrem Wunsch nach Entfaltung im Privaten nachzukommen. Die Generation Z sieht dies laut Vorstudie aus 2018 jedoch viel differenzierter. Sie ist zwar nicht bereit, die Prioritätensetzung ihrer Vorgängergenerationen, die sie als Fehler wahrnehmen, zu wiederholen und Arbeit über Privates zu stellen. Dennoch hat sie die Haltung: Wenn eine höhere Position angestrebt wird, ist ein Verlust an Freizeit hinzunehmen. Und wenn es Projekte bedürfen, wird auch länger gearbeitet und/ oder ist man für Kolleg*innen bzw. Führungskräfte auch über die reguläre Arbeitszeit hinaus erreichbar. Während sich die Generation Z also leistungsbereit zeigt, wenn der Nutzen für sie stimmt – Karriere und mehr Gehalt –, zweifeln Personalverantwortliche ein ausreichendes berufliches Engagement und Verantwortungswillen bei der nachrückenden Beschäftigtengeneration an.

Was jetzt – Flexibilität oder fester Rahmen?

Mit der Generation Z werden die Anforderungen an einen attraktiven Arbeitgeber größer. Ihre Vorstellung von einer idealen Arbeitswelt umfasst u.a.: Wahlfreiheit bzgl. des Arbeitsorts und der Arbeitszeit, weitestgehend selbstständiges Arbeiten und gutes Teamgefüge sowie Sinnhaftigkeit der eigenen Tätigkeit bei einem CSR-orientierten Arbeitgeber.

So findet die GenZ eine offene vertrauensvolle Unternehmenskultur essenziell; angereichert werden sollte diese mit flexiblen Arbeitsmodellen – bzgl. Zeit, Ort und Organisation, einer Gesundheitsförderung und stimmigen Weiterbildungsmöglichkeiten. Sowohl die Generation Z selbst als auch Personalverantwortliche kommen diesbezüglich – in Selbst- und Fremdwahrnehmung – überein.

Nahezu deckungsgleich sind die Aussagen auch hinsichtlich folgender Aspekte: Die Generation Z hat den ausgeprägten Wunsch nach Sicherheit. Die gibt ihr nicht nur der Job selbst, sondern auch feste Strukturen z.B. hinsichtlich Arbeitszeit und Arbeitsort. Nicht zuletzt legen die Digital Natives Wert auf eine zuverlässige Führung – als Sicherheit gebende Ansprechperson. Führungskräfte sollen über fachliche Kompetenzen verfügen, Entscheidungen transparent machen bzw. für Mitspracherecht öffnen und nicht zuletzt Ansprechpartner*innen für persönliche Belange sein – Stichwort „partizipatives Führungsmodell“. Selbständiges Arbeiten sollen sie fördern und gleichzeitig Lösungen präsentieren.

Wie sieht Zusammenarbeit in Zukunft aus?

Die Generation Z verspürt trotz gewünschter enger Führung den Drang, möglichst selbstbestimmt zu arbeiten – wenngleich sie die Integration in ein Team schätzt. Selbstaussagen der GenZ bestätigen Personalverantwortliche. Und genau das bereitet ihnen Sorge. Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, resümiert dazugehörige Erkenntnisse aus den beiden Studien: „Die Hin- und Hergerissenheit der Generation Z zwischen festen Strukturen und Freiheit bzw. Flexibilität birgt in den Augen der Personaler*innen für die Zusammenarbeit mit anderen Generationen reichlich Challenges. Und auch der steigende Anspruch an die Führungskräfte scheint ihnen in Teilen zu hoch gegriffen. Personalverantwortliche sehen sich daher jetzt mit Fragen konfrontiert, deren Antworten das Potenzial haben, die Zukunft der Arbeit maßgeblich mitzubestimmen: Werden altersgemischte bzw. generationenübergreifende Teams wie gewohnt arbeiten und funktionieren können? Welche Bedarfe – auch hinsichtlich der Vereinbarkeit – haben die Einzelnen? Wie lässt sich die wachsende Heterogenität von Teams managen? Was ist in Zukunft effektive Führung? Und wie muss Kommunikation aussehen, mit der alle Beschäftigten erreicht werden?“

Ausblick: Fortsetzung der Studienreihe zur Generation Z

Mit diesen grundlegenden Fragestellungen im Gepäck arbeitet der Campus M21 in Nürnberg in Kooperation mit der berufundfamilie Service GmbH aktuell an einer repräsentativen Umfrage bei der Generation Z. Im Zentrum der Befragung, mit der die 2018 gestartete Studienreihe zur Generation Z konsequent fortgesetzt wird, werden Fragen zu den Handlungsfeldern Arbeitsorganisation, Kommunikation und Führung stehen. Die Fokussierung auf diese drei zentralen Handlungsfelder, die auch Kernelemente des audit berufundfamilie sind, erlaubt einen vertiefenden Blick auf die Erwartungen der Generation Z. Ziel ist es, aus den Ergebnissen Impulse für die zukünftige Arbeitswelt abzuleiten. Arbeitgeber – und hier nicht zuletzt die Human Resources-Manager*innen – sollen Erkenntnisse für eine zukunftsfähige Personalpolitik gewinnen, in der die technologische Entwicklung – sprich Digitalisierung – genauso Berücksichtigung findet wie soziale Aspekte.

Service

Das Paper zur Personaler*innen-Befragung Pragmatischer Idealismus der Generation Z: Inspiration oder Ballast für Personalverantwortliche?ist kostenfrei hier abrufbar unter.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleisterin und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

[1] Personaler*innen-Befragung zur Generation Z und deren Erwartungen an die zukünftige Arbeitswelt, berufundfamilie Service GmbH in Zusammenarbeit mit dem Campus M21 (Nürnberg), 2019
Vorstudie „Generation Z und ihre Erwartungen an die zukünftige Arbeitswelt“, berufundfamilie Service GmbH in Zusammenarbeit mit dem Campus M21 (Nürnberg), 2018

Siehe https://bit.ly/38bBJ1l

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Die berufundfamilie Service GmbH gestaltet das Jahr 2020 unter dem Motto „TEAM2020: Talente – Empowerment – Agilität – Management“. Der Think-Tank und Dienstleister im Themengebiet der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben greift damit personalpolitische Trends auf, die sich u.a. in seiner Studienreihe zur Generation Z herauskristallisierten. So zeigt u.a. das aktuelle Paper For the Record „Pragmatischer Idealismus der Generation Z: Inspiration oder Ballast für Personalverantwortliche?“, welche Entwicklungen bereits jetzt in Teilen ihren Eintritt in die Arbeitswelt suchen bzw. nach Lösungen rufen: die wachsende Vielfalt der Beschäftigten und agile Arbeitsformen müssen gemanagt und Digitalisierung als Treiber genutzt werden; dem verstärkten Wunsch von Beschäftigten nach selbstständigem Arbeit will entsprochen und Workplace Wellbeing gefördert werden; gleichzeitig ändert sich die Führungsrolle deutlich.[1]

Als Erfolgsparameter für die Performance von Organisationen rückt dabei mehr denn je das Zusammenspiel der Individuen in den Fokus. Vor dem Hintergrund der an Heterogenität gewinnenden Belegschaften – aufgrund unterschiedlicher Generationenzugehörigkeit, dem unterschiedlichen Erfahrungswissen und Umgang mit technischen Entwicklungen sowie ihren unterschiedlichen Vereinbarkeitsbedarfen – bewegt die Arbeitswelt die Frage wie Menschen jetzt und künftig zusammenarbeiten und was ihnen dabei hilft, in der Arbeitsgemeinschaft motiviert und produktiv zu agieren. Dabei spielt eine strategisch angelegte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik eine entscheidende Rolle.

Konkrete Aufgaben, die sich für Arbeitgeber ergeben, sind:

  • Sich verändernde Arbeitsformen von Teams antreiben und steuern
    • … dabei den Trend der Individualisierung intelligent nutzen
    • … dabei Technologie/ Digitalisierung (Arbeiten & Führen auf Distanz) nutzen
  • Möglichkeiten der Vereinbarkeit für alle Teammitglieder öffnen/ erweitern
    • … dadurch wachsende Vereinbarkeitswünsche auffangen
    • … dadurch selbständiges und selbstverantwortliches Arbeiten fördern
    • … dadurch Talente besser binden und werben
  • Führungskräfte hinsichtlich zunehmender Aufgaben stärken
    • … damit neue Rolle des Mentors/ Coach aktiv nutzen
    • … damit gleichzeitig Führungskräften „neue Freiheiten“ eröffnen (eigene Vereinbarkeit inkl. Führen auf Distanz, Weiterbildung…)

Im TEAM mit der berufundfamilie

Die berufundfamilie wird diesen Aspekten im Jahr 2020 besondere Aufmerksamkeit widmen. Zu den gestarteten bzw. geplanten Projekten zählt die Fortführung der Studienreihe zur Generation Z mit einer repräsentativen Umfrage unter den so genannten Digital Natives. Diese soll u.a. Impulse der GenZ für neue Formen der Zusammenarbeit freilegen.

Neben den jungen Talenten stehen selbstverständlich auch die erfahrenen Beschäftigten im Fokus der berufundfamilie – etwa auch solche, die private Pflegeaufgaben wahrnehmen. Derzeit erarbeitet die berufundfamilie einen „Distance Care Coach“ (Arbeitstitel) – eine Publikation für Arbeitgeber mit Tipps zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege auf Distanz.

Bereits jetzt steht auf der Website der berufundfamilie der Vereinbarkeitskalender im Pocketformat zum Download zur Verfügung. Das Gimmick, das fast für den jeden Tag des Jahres einen Aktions- bzw. Awarenesstag aufzeigt, können Arbeitgeber in gewünschter Stückzahl ausdrucken und intern nutzen: https://bit.ly/2T172I8

Die berufundfamilie Akademie unterstützt u.a. Führungskräfte gezielt darin, in der sich verändernden Arbeitswelt Orientierung zu finden und ihre sich verändernde Rolle auszufüllen. Teams lebensphasenbewusst zu führen und Interessenausgleich im Team zu fördern sind dabei wesentliche Erfolgsgaranten. Ein zentrales Werkzeug ist dabei der Vereinbarkeits-Trialog, der als Führungsverständnis die Einbindung des Teams von Anfang mitdenkt.

Und auch die im Juni in Berlin stattfindende 22. Zertifikatsverleihung zum audit berufundfamilie wird vom Aspekt TEAM getragen werden. Mehr dazu im 2. Quartal 2020.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

[1] For the Record „Pragmatischer Idealismus der Generation Z: Inspiration oder Ballast für Personalverantwortliche?“, Qualitative Befragung von Personalverantwortlichen, Campus M21 (Nürnberg) in Kooperation mit der berufundfamilie Service GmbH, 2019; abrufbar unter https://bit.ly/2upb2aU

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Zum 10. Dezember 2019 machten sich 84 Arbeitgeber selbst ein nachhaltiges Weihnachtsgeschenk: Nach dem erfolgreichen Durchlaufen des audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule wurde ihnen jetzt das dazugehörige Zertifikat erteilt, das (in der Regel) eine Laufzeit von drei Jahren hat. Die 29 Unternehmen, 47 Institutionen und acht Hochschulen belegen mit dem Zertifikat, das als Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gilt, dass sie ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. ihre familiengerechten Arbeits- und Studienbedingungen strategisch und damit nachhaltig gestalten.

12 erstmals Zertifizierte

Gut 14 Prozent der aktuell 84 ausgezeichneten Arbeitgeber haben das Managementinstrument audit berufundfamilie zum ersten Mal genutzt: sieben Unternehmen und fünf Institutionen (zusammen zwölf). Insgesamt 72 Arbeitgeber wurden mindestens zum zweiten Mal begutachtet: 20 zum zweiten (neun Unternehmen, zehn Institutionen und eine Hochschule) und sechs zum dritten (zwei Unternehmen und vier Institutionen) Mal. Weitere 46 Arbeitgeber durchliefen erfolgreich das schlanke Dialogverfahren, das auf Organisationen ausgerichtet ist, die seit mindestens neun Jahren auditiert sind; also nach der dritten Auditierung angeboten wird: 28 von ihnen (fünf Unternehmen, 19 Institutionen und vier Hochschulen) erarbeiteten sich somit die vierte und 18 (sechs Unternehmen, neun Institutionen und drei Hochschulen) bereits die fünfte Zertifizierung.

Die Liste der jetzt zertifizierten Arbeitgeber ist dem Download-Dokument zu entnehmen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Download Chart 'Kriterien an Zertifizierung' (112 Kb)

  • Für Personal- und Unternehmensverantwortliche ist der strategische Prozess hinter der Zertifizierung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik ausschlaggebend
  • Sechs von zehn Erwerbstätigen würden Arbeitgeber aufgrund schlechter Vereinbarkeit verlassen

Eine spezifizierte Zertifizierung zur familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik ist nicht lediglich eine CSR-Frage, sie ist mit Blick auf die Fachkräftebindung essenziell. So hat nur jeder zehnte Beschäftigte (10,9 %) keinen Zweifel an der Attraktivität des Arbeitgebers, wenn dieser kein unabhängiges Vereinbarkeitszertifikat vorweisen kann. Für Personaler*innen und Entscheider*innen ist am wichtigsten, dass mit der Zertifizierung die kontinuierliche Verbesserung der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik nachgewiesen werden und der Zertifikatsanbieter fachlich kompetent begleiten kann. Gefragt ist demnach auf Arbeitgeberseite, dass hinter einer Zertifizierung strategische Prozesse stehen, mit der die Organisationsentwicklung vorangetrieben wird. Zu diesen Ergebnissen kommt das Meinungsforschungsunternehmen Civey, das im Auftrag der berufundfamilie Service GmbH im September 2019 eine Umfrage durchführte, die von 2.500  Personen – Beschäftigte, Personaler*innen und Entscheider*innen – beantwortet wurde.

Reines Labelling reicht nicht: Arbeitgeber wünschen sich strategisches Vereinbarkeitsmanagement

75,9 % der Fachkräfte im Personalwesen geben an, dass ihnen die Vereinbarkeit bei der Wahl eines Arbeitgebers wichtig ist. Interessant ist das starke Votum der Entscheider*innen bei dieser Frage: Acht von zehn bezeichnen die Vereinbarkeit als wichtig bei der Arbeitgeberwahl. Lediglich 2,8 % der HR-Expert*innen findet die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben gar nicht wichtig. Bei den Entscheider*innen sind es ebenfalls geringe 4,3 %. Vereinbarkeit ist bei den Fach- und Führungskräften demnach als Entscheidungskriterium bei der Arbeitgeberwahl eindeutig identifiziert.

Folgerichtig sind sechs von zehn Human Ressources-Manager*innen (63,8 %) der Ansicht, dass ein Arbeitgeber attraktiver sei, wenn dieser für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben unabhängig zertifiziert ist. Bei den Entscheider*innen ist jede/ jeder Zweite (54,6 %) dieser Meinung. Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH dazu: „Personaler*innen sind ggf. häufig näher an den Beschäftigten und sehen die Effekte einer Zertifizierung für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben unmittelbarer als Entscheider*innen. Das wird auch bei der Frage ablesbar, ob sich bei gleichen Bedingungen eher für einen Arbeitgeber mit Zertifizierung zur Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben entschieden würde. Während dies von den Entscheider*innen immerhin jeder Zweite meint, sind es bei den HR-Fachkräften sogar sechs von zehn – genauer gesagt 59,1 %. Insgesamt wird der gehobene Stellenwert eines Zertifikats bei den Personal- und auch Unternehmensverantwortlichen deutlich. Besonders interessant sind dabei deren Kriterien an Zertifizierung und Zertifikatsanbieter.“

Bei den Fachkräften im Personalwesen steht eindeutig der Nachweis kontinulierlicher Verbesserungen bei einer Zeitifizierung für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben im Fokus: 44,4 % sehen dieses Kriterium als wichtig an. Auf dem zweiten Rang folgt bei den HR-Expert*innen der Aspekt, dass die Begutachtung extern und unabhängig zu erfolgen habe. Die Entscheider*innen sehen die externe und unabhängige Begutachtung als am wichtigsten an: Knapp vier von zehn (37,9 %) stimmen dafür. Auf dem zweiten Rang landet auf ihrer Wichtigkeitsskala bzgl. der Zertifizierungskriterien die Bewertung des aktuellen Standes. Knapp dahinter folgt dann mit 28,4 % Zuspruch der Nachweis kontinuierlicher Verbesserungen.

Welche Kriterien setzen Personal- und Unternehmensverantwortliche bei dem Anbieter, der die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bewertet, an? Knapp die Hälfte (48,7 %) der Personaler*innen findet es wichtig, dass sich der Anbieter durch fachliche Kompetenz in der Begleitung auszeichnet. Für 44,9 % ist die Unabhängigkeit des Anbieters essenziell und für 41,5 % dessen langjährige Erfahrung. Die Entscheider*innen nennen am häufigsten die Unabhängigkeit des Anbieters: 41,2 % finden dies wichtig. Die fachliche Kompetenz nimmt mit 38 % den zweiten Rang ein.

Oliver Schmitz resümiert: „Dass bei beiden Fachzielgruppen der Nachweis kontinuierlicher Verbesserungen als Kriterium für die Zertifizierung und auch die fachliche Kompetenz in der Begleitung durch den Zertifikatsanbieter auf den vorderen Plätzen liegt, macht den Bedarf an systematischer Organisationsentwicklung im Rahmen der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik deutlich. Will betriebliche Vereinbarkeit Erfolg haben, muss sie strategisch angelegt sein. Eine reine Status quo-Analyse – welche Maßnahmen zur Vereinbarkeit gibt es – reicht da absolut nicht aus. Den Mehrwert – auch betriebswirtschaftlich – bringt eine Zertifizierung erst, wenn dahinter Prozesse stehen, die auf Passgenauigkeit, Optimierung und Nachhaltigkeit gleichzeitig setzen. Letztendlich geht es darum, Vereinbarkeit auf der Ebene der Unternehmenskultur zu verankern. Dazu, dass Vereinbarkeit schließlich in der Organisation gelebt wird, braucht es allerdings kompetente Beratung, Zielvorgaben und auch regelmäßige Überprüfung. Als Tool eignet sich ein strategisches Managemeninstrument – wie das audit berufundfamilie.“

Beschäftigte lassen sich nicht blenden: Unabhängige Zertifizierung und kontinuierliche Verbesserung der Vereinbarkeitspolitik gefordert

Der hohe Stellenwert des Zertifikats und der damit möglichen Positionierung als familien- und lebensphasenbewusster Arbeitgeber wird auch durch die Haltung der Erwerbstätigen gestützt: Jeder zweite Beschäftigte (52,6 %) würde sich bei gleichen Bedingungen für einen Arbeitgeber entscheiden, der zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zertifiziert ist. 30,1 % sind unentschieden, was vermutlich auf fehlende Informationen zur Zertifizierung zurückzuführen ist. Nur für 8 % der Beschäftigten ist die Zertifizierung auf keinen Fall entscheidend.

Allerdings zählt das reine Label „Zertifikat“ nichts, wenn es nicht mit Leben gefüllt wird. Denn: Sechs von zehn Beschäftigten (64,4 %) würden den Job wechseln, wenn sich die Angebote des Arbeitgebers zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben für sie als schlecht erweisen. Nur knapp jede/ jeder Zehnte (9 %) sieht in der schlechten Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben keinen Grund, den Arbeitgeber zu verlassen.

Die externe und unabhängige Begutachtung ist in den Augen der Erwerbstätigen das Top-Kriterium für ein Arbeitgeberzertifikat, das die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bewertet: Nahezu jedem Vierten (36,8 %) ist dies wichtig. Und 31,6 % schätzen es, wenn das Zertifikat für den Nachweis kontinuierlicher Verbesserung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik steht. Demnach erwarten Beschäftigte, dass Vereinbarkeitsfragen fortlaufend bearbeitet bzw. optimiert werden. Oliver Schmitz folgert daraus: „Auch die Erwartungen der Erwerbstätigen sprechen also dafür, die Zertifizierung an einen strategischen Prozess zu koppeln. Beschäftigte lassen sich nicht blenden. Sie hinterfragen zu Recht, was hinter einem Zertifikat zur Vereinbarkeit steht. An der Glaubwürdigkeit ihrer familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik müssen sich Arbeitgeber zunehmend messen lassen. Entscheidend dafür ist, sich mit den individuellen Bedarfen der Beschäftigten intensiv auseinanderzusetzen und konsequent zum Thema Vereinbarkeit intern und extern zu kommunizieren.“

Zum Gelingen kann eine fachlich kompetente Begleitung beitragen, die nahezu vier von zehn Beschäftigten (37 %) mit Blick auf den Anbieter, der die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zertifiziert, als wichtig erachten. Das deutet erneut darauf hin, dass Beschäftigte erwarten, dass sich ihr Arbeitgeber hinsichtlich seiner Vereinbarkeitspolitik systematisch und strategisch beraten lässt, um sich weiterzuentwickeln. Noch wichtiger scheint den Erwerbstätigen nur die Unabhängigkeit des Zertifikatsanbieters zu sein (44 %). Auf dem dritten Rang der Wichtigkeitsskala bei den Beschäftigten liegt übrigens die langfristige Erfahrung des Zertifizierungsanbieters: 20,9 % vertrauen auf das langjährige Know-how.

Letztendlich ist Vereinbarkeit ein Entscheidungskriterium für Erwerbstätige: Fast acht von zehn Beschäftigten (76,3 %) ist die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben bei der Wahl eines Arbeitgebers wichtig. Lediglich bei 6,3 % der Beschäftigten fällt die Vereinbarkeit bei der Arbeitgeberwahl gar nicht ins Gewicht. Für Arbeitgeber bedeutet das, dass Ihre Attraktivität auf Erwerbstätige durch eine wahrnehmbare familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik deutlich steigt – und dies durch ein glaubwürdiges Zertifikat signalisiert. Schließlich hält jede/ jeder zweite Beschäftigte (52 %) einen Arbeitgeber für attraktiver, wenn dieser für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben unabhängig zertifiziert ist. Nur jeder Zehnte (10,9 %) hat keinen Zweifel an der Attraktivität des Arbeitgebers, wenn dieser kein unabhängiges Vereinbarkeitszertifikat vorweisen kann.

Hintergrundinformation

Das Meinungsforschungsunternehmen Civey führte im September 2019 im Auftrag der berufundfamilie Service GmbH eine Umfrage durch und erhielt von 2.500 Personen Antworten. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Erwerbstätige in Deutschland ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3,5 Prozent. Zusätzlich gefilterte Befragtengruppen sind Fachkräfte im Personalwesen/ Human Resources und Entscheider*innen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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  • berufundfamilie Service GmbH eröffnet die „Woche der Vereinbarkeit“ vom 4. bis 8. November 2019 – mit Praxisbeispielen unter dem Motto „Vielfalt voraus!“
  • berufundfamilie-Umfrage zeigt: Jeder Fünfte verbindet Vereinbarkeit nicht mit Vielfalt

Die berufundfamilie Service GmbH ruft erstmals die „Woche der Vereinbarkeit“ aus. Die Awarenesswoche, die vom 4. bis 8. November 2019 stattfindet, steht in ihrem Premierenjahr unter dem Motto „Vielfalt voraus“.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH: „Vereinbarkeit ist ein gesellschaftlich sehr stark anerkanntes Themenfeld. Das bedeutet aber nicht, dass es damit ein Selbstläufer ist. Ganz im Gegenteil: Zu viele Beschäftigte sind immer noch der Ansicht, Berufliches und Privatleben nicht in Einklang bringen zu können. Wollen Arbeitgeber erfolgreich dem Fachkräftemangel entgegentreten und sich für die Zukunft aufstellen, müssen Sie mehr denn je hinsichtlich einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik aktiv werden. Gestalten sie diese strategisch und systematisch, können sie auch der Vielschichtigkeit der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik – und damit ihrer nie zuvor dagewesen Komplexität – entsprechen. Vereinbarkeit bedeutet schließlich mehr als nur darüber zu reden und isolierte Einzelmaßnahmen einzuführen. Auf all das wollen wir mit der „Woche der Vereinbarkeit“ aufmerksam machen. Als Think Tank im Themenfeld Vereinbarkeit möchten wir mit der Awarenesswoche bundesweit weiter Anstöße geben.“

Vereinbarkeit: Noch nicht alle Zielgruppen gleichermaßen erfasst

Bestätigung für die Notwendigkeit weiterer Aufklärungsarbeit findet die berufundfamilie u.a. mit ihrem berufundfamilie Scout. Unter diesem Dach führt sie Kurzumfragen durch, um Vereinbarkeitsthemen auf- und nachzuspüren – jüngst zum Thema Vielfalt.[1] Jeder Fünfte der rund 80 befragten Beschäftigten verbindet Vereinbarkeit nicht mit Vielfalt bzw. Diversity (20,3 %). 69,6 % der Befragten sind der Meinung, dass alle Beschäftigten die Zielgruppe betrieblicher Vereinbarkeitsangebote sind. Bei genauerer Betrachtung scheint dies aber mehr Wunsch als Wirklichkeit zu sein. So nehmen 59,5 % der Befragten Mütter als die primäre Zielgruppe betrieblicher Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben wahr. Dahinter folgen – gleichauf mit jeweils 58,2 % – Väter und Beschäftigte mit Pflegeaufgaben. Immerhin knapp die Hälfte (49,4 %) sehen auch Beschäftigte mit Familienaufgaben im weiteren Sinne (z.B. Großeltern, Paten, Freunde) in der Ansprache. Was die Vereinbarkeit angeht, scheinen Beschäftigte in schwierigen Lebenssituationen (z.B. bei Trauer oder Trennung) in die zweite Reihe zu rutschen (39,2 %). Noch weiter dahinter folgen in der Wahrnehmung der Mitarbeitenden Beschäftigte mit Behinderung (27,8 %), Beschäftigte in Weiterbildung (26,6 %) und Beschäftigte unterschiedlicher sexueller Orientierung (20,3 %).

Beim Blick auf die Lebensphasen werden nach Beobachtung der Befragten vor allem Beschäftigte in der Familiengründungsphase (51,3 %) und Beschäftigte mit Pflege-verantwortung (46,2 %) mit entsprechenden Maßnahmen angesprochen. Knapp jeder Vierte meint jeweils auch, dass Beschäftigten, die sich in der Karrierephase (24,4 %) oder im Übergang in den Ruhestand (23,1 %) befinden, Vereinbarkeitslösungen gewidmet sind. Am wenigsten Berücksichtigung finden bislang Beschäftigte in Ausbildung (14,1 %). Dennoch sehen 61,5 % der Befragten in allen Lebensphasen Vereinbarkeitsbedarfe.

Ein ganz klares Votum gibt es hinsichtlich der Lebensentwürfe. So meinen 97,4 %, dass sich die betrieblichen Vereinbarkeitsangebote an Beschäftigte richten, die sich sowohl beruflich entwicklen als auch genügend Zeit für Familie und Privatleben haben möchten. Lediglich 16,7 % sehen Beschäftigte als Zielgruppe, die sich hauptsächlich im Privatleben verwirklichen. Noch weniger meinen, dass Beschäftigte, die einen klaren Fokus auf die Selbstverwirklichung im Beruf haben, angesprochen werden (15,4 %).

Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die noch vor Jahren vorherrschende singuläre Ansprache von Eltern bzgl. der Vereinbarkeit aufgebrochen wurde. Ganz deutlich zeigt sich dies beim Thema Pflege. Dennoch werden nicht alle Zielgruppen – und das mit Blick auf ihre unterschiedlichen Lebensphasen und Lebensentwürfe – gleichermaßen angesprochen. Die Vielfalt der Beschäftigten scheint sich damit noch nicht vollständig in der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik der Organisationen abzubilden. Dementsprechend wird das Potenzial, das in einer umfassenden Vereinbarkeitspolitik liegt, die aktiv alle Beschäftigten in ihrer Vielfalt einschließt, nicht ausreichend genutzt.

Vielfalt voraus: Galerie der guten Praxis

Vielfalt ist ein personalpolitischer Treiber – und eine Herausforderung. Das zeigt sich auch deutlich im Themenfeld Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Anhand der Beispiele von Arbeitgebern, die das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule tragen, möchte die berufundfamilie Service GmbH die Vielfalt innerhalb der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik aufzeigen. Mehr noch: Die Beispiele sollen andere Arbeitgeber für den Vielfaltsaspekt sensibilisieren helfen und auch zur Eigeninitiative in diesem Bereich motivieren. So wurden zertifizierte Arbeitgeber aufgerufen, aktuelle familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen als Praxisbeispiele einzureichen, die ihrer Ansicht nach das Thema Diversität/ Vielfalt (ihrer Beschäftigten und/ oder Studierenden) in besonders gelungener Weise aufgreifen.

Die Sammlung der Praxisbeispiele wird mit Start der „Woche der Vereinbarkeit“ am 4. November 2019 auf der Website der berufundfamilie in der „Galerie der guten Praxis“ abrufbar und damit für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Vom 4. bis 8. November wird es zudem jeden Tag einen Blogbeitrag mit Kurzberichten zu den Maßnahmen geben. Begleitend postet die berufundfamilie täglich mehrfach Tweets.

Hier die Kanäle der berufundfamilie, auf denen bzw. über die die Praxisbeispiele ab dem 4. November 2019 zu finden sind:

www.berufundfamilie.de

www.berufundfamilie-blog.de

www.twitter.com/berufundfamilie (#personalbewusst)

[1] berufundfamilie Scout „Mit Vielfalt auf Vereinbarkeitskurs?“, Online-Umfrage unter Beschäftigten (n=79), Ende Juni – Ende August 2019

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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In der dritten der insgesamt vier Zertifizierungsrunden im laufenden Jahr wurde am 30. September 2019 insgesamt 51 Arbeitgebern das Zertifikat zum audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule erteilt bzw. das Zertifikat bestätigt. 20 Unternehmen, 26 Institutionen und fünf Hochschulen sind nun berechtigt, das Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik – das in der Regel eine Laufzeit von drei Jahren hat – (weiterhin) zu tragen. Zuvor hatten sie das von der berufundfamilie Service GmbH angebotene Auditierungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Mit der Zertifizierung setzen sie auf eine strategische Gestaltung ihrer Vereinbarkeitspolitik, bei der sie sich an den Zielvereinbarungen bzw. Handlungsprogrammen messen lassen müssen.

Europaweit anerkanntes Zertifikat

Unter den aktuellen Zertifikatsempfängern sind vier Arbeitgeber (ein Unternehmen, zwei Institutionen und eine Hochschule), die ihre Angebote zum ersten Mal mit dem audit erarbeiteten. Darunter ist auch die erste niederländische Universität, die sich Trägerin des Zertifikats zum audit familiengerechte hochschule schimpfen kann: Universiteit Maastricht. Möglich ist dies, da die berufundfamilie Service GmbH die europaweiten Rechte am audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule trägt.

47 Arbeitgeber ließen sich zum wiederholten Male begutachten: sechs zum zweiten (drei Unternehmen, drei Institutionen) und elf zum dritten (sieben Unternehmen, zwei Institutionen, zwei Hochschulen) Mal.

30 der Zertifizierten manifestierten im schlanken Dialogverfahren – das auf Arbeitgeber ausgerichtet ist, die seit mindestens neun Jahren auditiert sind – ihre familien- und lebensphasenbewusste Unternehmenskultur: 22 (acht Unternehmen, 12 Institutionen, zwei Hochschulen) wurden zum vierten Mal, sechs (ein Unternehmen, fünf Institutionen) zum fünften und zwei – beides Institutionen – sogar zum sechsten Mal. Den sechsten positiven Bescheid zur Begutachtung erhielten das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die Institution, auf deren Initiative das audit zurückgeht: die Gemeinnützige Hertie-Stiftung.

Die Liste der jetzt zertifizierten Arbeitgeber ist dem Donwload-Dokument (s.o.) zu entnehmen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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  • berufundfamilie Service GmbH: Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben – eine Blaupause für das erfolgreiche Management von Vielfalt in Unternehmen

Die berufundfamilie Service GmbH ist auch in diesem Jahr auf der Messe Zukunft Personal Europe, die vom 17. bis 19 September 2019 in Köln stattfindet, anzutreffen. Ihr Augenmerk liegt dabei auf der zunehmenden Individualisierung des Personalmanagements, die deutlich in der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben zu spüren ist. Beschäftigte fragen zunehmend mehr passgenaue Vereinbarkeitslösungen nach. Und das hat diverse Gründe: Die Vereinbarkeitsthemen sind heute vielfältiger denn je – von der Kinderbetreuung, über Pflege bis hin zur flexiblen Gestaltung des Übergangs von der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand. Nie zuvor kam zudem die Vielfalt der Beschäftigten in diesem Themenfeld so deutlich zum Tragen. Dabei sind es nicht nur Geschlecht, Alter, und kultureller Hintergrund, die die Diversität der Beschäftigten bestimmen. Die berufundfamilie stellt fest: Unterschiedliche Bedarfe ergeben sich auch – und zum Teil vor allem – aus der jeweiligen Lebensphase, Lebenssituation und auch dem individuellen Lebensentwurf der Beschäftigten.

Diese Vielfalt zu managen, ist und wird auch zukünftig eine zentrale Herausforderung des Personalmanagements sein. Die berufundfamilie stellt auf der Zukunft Personal Europe 2019 vor, inwieweit die strategisch angelegte betriebliche Vereinbarkeitspolitik eine Blaupause für das Management von Vielfalt in Organisationen ist. Das audit berufundfamilie, das Arbeitgeber seit mehr als 20 Jahren bei der Gestaltung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik unterstützt, eröffnet Möglichkeiten eines integrativen Managements. So lassen sich im audit erarbeitete Maßnahmen zur Unterstützung einer besseren Vereinbarkeit – etwa zur Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und zur Entwicklung einer familienbewussten Führungsorganisation und Unternehmenskultur –auch in anderen Bereichen nutzen, z.B. im Gesundheitsmanagement, bei der Inklusion und beim Umgang mit kultureller Vielfalt.

Entsprechend steht der Auftritt der berufundfamilie auf der Zukunft Personal Europe 2019 unter dem Motto „Vielfalt voraus – auf Kurs mit fortschrittlichem Personalmanagement“.

Vielfältig ist auch das Messe-Programm der berufundfamilie: Neben den Expert*innen, die den Auf- und Ausbau der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik am Stand gerne in Einzelgesprächen erläutern, werden zwei Gast-Speakerinnen vor Ort sein: Lea Böhm und Friederike Euwens von AllesRoger UG aus Berlin-Neukölln geben am 18. September 2019 Input zum Thema New Work.

Ebenfalls wieder mit dabei: Erol, der in seinen iPad-Karikaturen die Vielfalt der Gäste herausarbeiten wird. Besucher können sich direkt am Stand porträtieren lassen und ihre Karikatur in Postkartengröße inkl. Lanyard direkt mitnehmen.

Hier die Eckdaten zum berufundfamilie Stand:

berufundfamilie Service GmbH
Halle 3.1 (HR Recruiting & Attraction), Stand F.32
Zukunft Personal Europe 2019
Messe Köln

Informationen zur Messe sind abrufbar unter: http://www.europe.zukunft-personal.com

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Ferienzeiten stellen nicht nur erwerbstätige Eltern vor Herausforderungen. Die schul- und betreuungsfreien Phasen ringen auch Arbeitgebern besonderes Koordinationsgeschick ab. Nehmen Beschäftigte mit Kindern im betreuungspflichtigen Alter gebündelt in den Schulferien Urlaub, ist schließlich der reibungslose innerbetriebliche Ablauf gefährdet. Mit den aktuellen Leitfragen unterstützt die berufundfamilie Service GmbH Arbeitgeber darin, Ferienbetreuungsangebote aufzubauen und damit langfristig planbare Lösungen für die Kinder der Mitarbeitenden zu finden.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, gibt zu bedenken: „Erwerbstätige haben in Deutschland pro Jahr durchschnittlich rund 29 Tage Urlaub. Die Ferienzeiten sind mehr als doppelt so lang. So lange Kinder Betreuung brauchen, muss diese Lücke geschlossen werden. Da sich die Frage nach der Ferienbetreuung nicht nur einmalig stellt – sondern mit jeder Ferienphase aufkommt –, ist die Entwicklung eines Gerüsts an Maßnahmen zu empfehlen, das bei Bedarf zu erweitern oder zu verringern ist. Ein Ferienprogramm sollte ein geplantes und verlässliches Angebot des Arbeitgebers sein, dass mit Notfalllösungen ergänzt werden kann.“

Grundlegend gibt es fünf idealtypische Modelle der betrieblich unterstützten Ferienbetreuung.

In der gelebten Praxis zeigt sich häufig, dass diese Modelle mit einander verwoben werden. Welche Lösungen gewählt werden, hängt nicht nur vom Ausmaß des Bedarfs an Ferienbetreuung ab, sondern auch von dem zur Verfügung stehenden Personal sowie Budget. Es lohnt sich eine detaillierte Abwägung, bei der die folgenden Leitfragen der berufundfamilie eine Hilfestellung geben:

Modell 1: Planung eines eigenen betriebsinternen Ferienprogramms

Sind geeignete Räumlichkeiten (auf dem eigenen oder angemieteten Gelände) vorhanden? Gibt es genügend Betreuungspersonal und sind Versicherungsfragen geregelt? Sind Verpflegung, adäquates Spielzeug und weitere notwendige Materialien vorhanden? Sind die Kosten gedeckelt? Wie sieht das Programm im Detail aus? Gibt es ein Bildungsangebot, z.B. ein Wissenswettbewerb?

Modell 2: Ferienprogramm in Kooperation mit einem anderen Arbeitgeber oder einer Institution

Besteht die Möglichkeit, mit der Kommune, einem lokalen Verein, einer kirchlichen Organisation oder einem Wohlfahrtsverband ein spezielles für den Betrieb besonders geeignetes Ferienprogramm zusammenzustellen? Welche Rolle übernimmt der Arbeitgeber (Sponsoring, Kostenübernahme), welche der andere Partner? Welche Kosten fallen an? Kann gegebenenfalls ein subventioniertes Programm genutzt werden? Gibt es einen anderen Arbeitgeber in der Nähe, mit dem gemeinsam ein Ferienprogramm ins Leben gerufen werden kann? Falls ja, welcher der Arbeitgeber übernimmt die Verantwortung für das Programm, wer hat welche Aufgaben und wie wird dies organisiert? Soll zudem ein externer Dienstleister hinzugebucht werden?

Modell 3: Einklinken in ein bestehendes Ferienprogramm anderer Institutionen

Welches Ferienprogramm welcher Institution eignet sich, um sich als Arbeitgeber anzuschließen? Passen die Öffnungszeiten des Programms und das Alter der teilnehmenden Kinder auf die Bedürfnisse der Beschäftigten? Wie genau sieht die Kostenbeteiligung aus – über Sponsoring, Kostenübernahme einzelner Programmpunkte oder der Verpflegung? Kann mit der Hinzugewinnung eines anderen Unternehmens eine höhere Zahl der teilnehmenden Kinder und damit eine Kostenreduktion erreicht werden?

Modell 4: Einschalten eines externen Dienstleisters zum Zwecke der Betreuung

Ist es aus zeitlichen und organisatorischen Gründen angezeigt, die Planung und Durchführung der Ferienbetreuung an einen externen Dienstleister zu übergeben? Sind die Kosten für einen externen Anbieter tatsächlich höher als bei eigener Organisation? Wie transparent sind die Kosten des Dienstleisters? Können die Kosten über mehrere Jahre getragen werden? Kann gemeinsam mit einem anderen Arbeitgeber ein Dienstleister beauftragt und damit Kosten gesenkt werden?

Modell 5: Unterstützung der Beschäftigten bei der Suche nach Ferienbetreuungsangeboten

Welcher Aufwand besteht darin, externe Ferienbetreuungsangebote zu listen? Wer ist zuständig und Ansprechpartner*in für interessierte Beschäftigte? Reichen die externen Angebote aus, um den Bedarf an Betreuung zu decken? Decken die Öffnungs- bzw. Angebotszeiten die Freizeiten der Kinder der Beschäftigten tatsächlich ab? Ist eine finanzielle Unterstützung der Beschäftigten bei der Nutzung externer Angebote möglich? Kann ggf. ein Vermittlungsservice eingeschaltet werden, der Beschäftigte bei der Suche nach passenden Angeboten unterstützt?

Oliver Schmitz ergänzt: „Schon die Vermittlung von Betreuungsangeboten stellt eine wesentliche Entlastung für beschäftigte Eltern dar. Maßnahmen zur Ferienbetreuung müssen also nicht kostenintensiv oder organisatorisch aufwendig sein. Die Prämisse bleibt aber: Eltern müssen ihre Kinder gut versorgt wissen und beruhigt ihrer Arbeit nachgehen können. So lassen sich Ausfälle weitestgehend vermeiden. Und Ferienprogramme bewirken oft noch mehr: Sie können – je nach Modell – die Kooperation und Vernetzung mit Institutionen oder anderen Arbeitgebern fördern, sie zahlen auf die Corporate Social Responsibility des Arbeitgebers ein und sind ein Aspekt, der sich in der Öffentlichkeitsarbeit rund um die familien- und lebensphasenbewusste Ausrichtung des Arbeitgebers ideal platzieren lässt.“

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Download Statistik zu den Zertifikatsempfängern als PDF (82 Kb)

  • Zertifikatsverleihung mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey

325 Arbeitgeber wurden heute im Rahmen der 21. Zertifikatsverleihung zum audit berufundfamilie mit dem Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik geehrt. In den vorangegangenen zwölf Monaten hatten die 171 Unternehmen und 131 Institutionen das von der berufundfamilie Service GmbH angebotene audit berufundfamilie sowie 23 Hochschulen das audit familiengerechte hochschule erfolgreich durchlaufen. Das audit dient als strategisches Managementinstrument der nachhaltigen Gestaltung der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik.

Zur Bestätigung ihres Engagements erhielten die Arbeitgeber heute das Zertifikat aus den Händen von Schirmherrin Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und John-Philip Hammersen, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, sowie Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH. Die Ausgezeichneten sind berechtigt, das Zertifikat für drei Jahre zu tragen. In dieser Laufzeit sind sie angehalten, die in der Zielvereinbarung getroffenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen zu verfolgen. Die berufundfamilie überprüft jährlich die Entwicklung.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey unterstrich auf der Zertifikatsverleihung: „Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie braucht es mehrere Faktoren, die im besten Fall zusammenkommen. Gute und bedarfsgerechte Kinderbetreuungsmöglichkeiten und finanzielle Unterstützungsleistungen für Familien werden idealerweise durch eine familienorientierte Personalpolitik in den Unternehmen ergänzt. Diese muss im betrieblichen Alltag, in der Kommunikation, im Umgang zwischen Beschäftigten und Führungskräften gelebt werden – und zwar für Frauen und Männer gleichermaßen, in allen Lebensphasen und auf allen Qualifikationsstufen. Das audit berufundfamilie unterstützt dabei, dass für alle Beteiligten sichtbar und spürbar wird, wie eine familienorientierte Unternehmenskultur aussehen kann.“

Diversität nutzen – Vereinbarkeit leben

Das Motto der diesjährigen – und damit inzwischen 21. – Zertifikatsverleihung lautet „Vielfalt voraus – auf Kurs mit fortschrittlichem Personalmanagement“. Dass das Motto Programm ist, zeigt sich allein in der Vielfalt der Zertifikatsempfänger: Sie zählen zu den unterschiedlichsten Branchen – z.B. Banken und Pharmaunternehmen, Einzelhandel, Krankenhäuser, Logistikunternehmen, Verwaltungen und Forschungseinrichtungen –, ihre Größe variiert von 14 bis 36.000 Beschäftigten und auch ihre Standorte sind höchst verschieden: von Husum im hohen Norden bis Friedrichshafen im Süden und von Aachen im Westen bis Hoyerswerda im Osten Deutschlands. Erstmals wurde mit Diehl Controls Polska eine polnische Landesgesellschaft eines Konzerns auditiert. Zudem ist die alsterarbeit gGmbH der erste Arbeitgeber, der nach dem neuen Format zur inklusiven Auditierung zertifiziert wurde.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, erläuterte: „Vielfalt ist in mehrfacher Hinsicht ein gewinnbringender Faktor für Arbeitgeber. Sei es das Alter mit den unterschiedlichen Werten und Prägungen der verschiedenen Generationen, unterschiedliches Geschlecht oder kulturelle Hintergründe – aus all diesen Faktoren können Arbeitgeber schöpfen. Wichtig ist aber auch die Betrachtung der Lebensumstände und -phasen – etwa Familiengründungsphase oder Rush hour des Lebens – und auch der Lebensentwürfe. Wer als Arbeitgeber für Fachkräfte attraktiv sein will, muss sich auf diese Diversität auch einstellen können. Das bedeutet nicht zuletzt, offen für individuelle Vereinbarkeitswünsche zu sein. Arbeitgeber, die eine individualisierte Personalpolitik gestalten – so wie es im audit berufundfamilie geschieht – können sich zukunftsfähig aufstellen.“

So unterschiedlich die zertifizierten Arbeitgeber sind, so vielfältig sind die von ihnen angebotenen Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben: Mobiles Arbeiten auf individueller Basis, Eldercare-Leistungen, Lebenslagencoaching und Krisenintervention, Führung in Teilzeit und haushaltsnahe Dienstleistungen werden genauso angeboten wie Ferienpraktika für Mitarbeiterkinder.

Erstmals siebte Zertifizierung

55 der Zertifikatsempfänger haben das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zum ersten Mal genutzt. 49 erhielten das Zertifikat zum zweiten, 93 zum dritten und 80 Arbeitgeber zum vierten Mal. Bereits mit dem fünften Zertifikat wurden 41 Arbeitgeber geehrt. Weitere sechs erhielten das Zertifikat zum sechsten Mal und gestalten damit ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik seit mehr als 15 Jahren mit dem audit. Als erster Arbeitgeber in der Geschichte des audit wurde die pme Familienservice GmbH jetzt zum siebten Mal mit dem Zertifikat ausgezeichnet.

Das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule ist das zentrale Angebot der berufundfamilie Service GmbH und beruht auf einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Als strategisches Managementinstrument unterstützt das audit Arbeitgeber darin, die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen nachhaltig zu gestalten. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Das audit familiengerechte hochschule wird seit 2002 angeboten. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de, www.berufundfamilie-blog.de, #personalbewusst

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Am 31. Mai 2019 gab es die zweite Zertifizierungsrunde dieses Jahres zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule. Insgesamt an 79 Arbeitgeber wurde das als Qualitätssiegel für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik geltende Zertifikat erteilt: 39 Unternehmen, 35 Institutionen und 5 Hochschulen sind nun berechtigt das Zertifikat für (weitere) drei Jahre zu tragen. Die Voraussetzung dafür war das erfolgreiche Durchlaufen des von der berufundfamilie Service GmbH angebotenen Auditierungsprozesses. Die jetzt zertifizierten Arbeitgeber werden für ihr Engagement im Rahmen der 21. Zertifikatsverleihung in Berlin geehrt, an der Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, die die Schirmherrschaft über das audit trägt, teilnehmen wird.

Von 19 Erstzertifizierten bis zum ersten siebenfachen Zertifikatsträger

19 der aktuellen Zertifikatsempfänger haben das strategische Managementinstrument audit zum ersten Mal genutzt: 11 Unternehmen, 7 Institutionen und 1 Hochschule. 10 Arbeitgeber (5 Unternehmen und 5 Institutionen) haben sich zum zweiten und 17 Arbeitgeber (10 Unternehmen und 7 Institutionen) zum dritten Mal auditieren lassen.

33 der Zertifizierten arbeiten seit mindestens neun Jahren mit dem audit. Sie durchliefen das schlanke Dialogverfahren, das nach der dritten Zertifizierung in Folge angeboten wird. Im Dialogverfahren konzentrieren sich die Organisationen auf das Optimierungspotenzial in einzelnen ausgesuchten Bereichen ihrer Vereinbarkeitspolitik. Das nach erfolgreichem Dialogverfahren erteilte Zertifikat hat einen dauerhaften Charakter. Zur Sicherung der Qualität ist es alle drei Jahre mit einem erneuten Dialogverfahren zu bestätigen. Unter den 33 sind 20 Arbeitgeber mit einer vierten Zertifizierung: 6 Unternehmen, 11 Institutionen und 3 Hochschulen. Ihre fünfte Auditierung durchliefen 8 Arbeitgeber erfolgreich (4 Unternehmen, 3 Institutionen und 1 Hochschule). Zum sechsten Mal erhielten das Zertifikat 4 Arbeitgeber: die Unternehmen Daimler AG – Mercedes-Benz Werk Wörth und Stadtwerke Münster GmbH sowie die Institutionen Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und Stadtverwaltung Velbert und Technische Betriebe Velbert AöR.

Erstmals in der 21-jährigen Geschichte des audit konnte das Zertifikat zum siebten Mal an vergeben werden: Die pme Familienservice GmbH baut seit 2001 mit dem audit berufundfamilie ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik stetig aus.

Eine Liste der jetzt zertifizierten Arbeitgeber findet sich in der PDF-Fassung dieser Pressemitteilung.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Am 12. Mai ist Internationaler Tag der Pflege – der Awareness-Tag, dem sich immer mehr Arbeitgeber im Rahmen ihrer pflegebewussten Personalpolitik zuwenden. Aber: Insbesondere die interne Kommunikation zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wird von Arbeitgebern als große Herausforderung wahrgenommen. Genau hier unterstützt die berufundfamilie Service GmbH Unternehmen, Institutionen und Hochschulen jetzt – mit der Pflegothek.

Arbeitgeber, die eine pflegebewusste Personalpolitik auf- oder ausbauen möchten, erhalten kostenlose praktische Dokumenten-Vorlagen und Tipps für ihre interne Kommunikation zum Thema. Der Informationsbaukasten Pflegothek soll stetig wachsen. Das Auftaktangebot beinhaltet eine Pflege-Flyer-Vorlage.

Jeder Arbeitgeber kann bei der berufundfamilie jetzt Textbausteine und ein Muster zu einem Pflege-Flyer abrufen:

  • Auf Basis des Flyer-Setzkastens können Arbeitgeber ihr individuelles, übersichtliches Informationsmedium zu ihrer pflegebewussten Personalpolitik kreieren. Die Vorlage hilft ihnen, in übersichtlicher Form, pflegenden Beschäftigten ein Überblick über das Angebot und ein Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern zu verschaffen sowie auch nicht-pflegende Mitarbeiter*innen für das Thema zu sensibilisieren. Weitere Informationen zum Abruf unter: https://bit.ly/2Y0dkXy

Arbeitgebern, die nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind – und sich damit bereits systematisch mit pflegebewussten Lösungen auseinandersetzen – steht ein erweitertes Infoangebot zur Verfügung. Mit einer Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! unter dem Stichwort „Pflegothek“ erhalten sie:

  • Pflege-Flyer – Textbausteine & Muster (siehe oben)
  • Pflege und Selbstpflege – 10 Schritte zu mehr Freiräumen für pflegende Beschäftigte
    • Wie der Titel bereits verrät, handelt es sich hierbei um zehn Tipps, die Beschäftigte darin unterstützen sollen, nicht nur den für sie passenden Weg der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einzuschlagen, sondern auch auf ihre Selbstpflege zu achten. Das Dokument kann als Handout direkt an Beschäftigte weitergegeben und/ oder im Intranet zur Verfügung gestellt werden.
  • Pflegefachkraft – damit der Beruf nicht automatisch zur Privataufgabe wird
    • Für Arbeitgeber, die im Gesundheitsbereich aktiv sind, bietet die berufundfamilie eine gesonderte Fassung der Tipps für pflegende Beschäftigte. Pflegefachkräfte werden häufig auch für private Pflegaufgaben verantwortlich gemacht. Mit den neun Tipps sollen Pflegeprofis dazu angeleitet werden, in der privaten Pflege Freiräume zu schaffen. Auch dieses Dokument kann in Mitarbeitergesprächen an Beschäftigte weitergegeben oder ins Intranet gestellt werden. An dieser Sonderausgabe interessierte Arbeitgeber sollten bei der Mailanfrage zusätzlich das Stichwort „Pflegeprofi“ nennen.
  • „Gepflegte Kommunikation“ – 8 Tipps für eine erfolgreiche interne Kommunikation Ihrer pflegebewussten Personalpolitik

Das Sprichwort „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“ kann auch abweichend von der üblichen Deutung gelesen werden: Wenn wertvolle Informationen nicht bei den Zielgruppen ankommen, werden diese nicht handeln. Mit Blick auf die Vereinbarkeit auf betriebliche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege heißt das: Sind Beschäftigte nicht über pflegebewusste Lösungen informiert, können sie diese nicht nutzen. Deshalb zählt die interne Kommunikation zu den tragenden Erfolgsfaktoren einer pflegebewussten Personalpolitik. Was dabei grundlegend zu beachten ist, verraten die acht Tipps.


Hintergrund

Pflege ist ein personalpolitisch hochbrisantes Thema. Laut Pflegestatistik waren zu Ende 2017 3,41 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig. 76 % (2,59 Mio.) von ihnen wurden zu Hause versorgt – 1,76 Mio. (51 %) allein durch Angehörige. Die Auswertung des DGB-Index Gute Arbeit vom Februar 2018 ergab, dass jeder elfte pflegende Angehörige gleichzeitig einer Erwerbstätigkeit nachgeht. 13,3 Stunden bringt jeder der Beschäftigten durchschnittlich pro Woche für die private Pflege auf.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

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Insgesamt 62 Arbeitgebern wurde zum 15. März 2019 vom Kuratorium der berufundfamilie Service GmbH das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule erteilt. Zu den Zertifikatsempfängern dieser ersten von vier Zertifizierungsrunden im Jahr 2019 gehören: 37 Unternehmen, 22 Institutionen und 3 Hochschulen. Sie alle haben in den vorangegangenen Monaten erfolgreich das Auditierungsverfahren zur strategischen Gestaltung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik bzw. familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen durchlaufen. Die 62 Arbeitgeber sind berechtigt, das Zertifikat, das als Qualitätssiegel gilt, für (weitere) drei Jahre zu tragen.

WELEDA AG zum sechsten Mal zertifiziert

Sieben der jetzt zertifizierten Arbeitgeber (drei Unternehmen und vier Institutionen) nutzen das audit erstmals und haben damit einen Prozess zur nachhaltigen Gestaltung ihrer betrieblichen Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben angestoßen. Fünf Arbeitgeber (vier Unternehmen und eine Institution) ließen sich zum zweiten und weitere 28 Arbeitgeber (21 Unternehmen und sieben Institutionen) bereits zum dritten Mal zertifizieren. Unter den Arbeitgebern, die die dritte Auszeichnung in Folge erhielten, ist Diehl Controls. Auditiert wurden jetzt bei Diehl Controls nicht nur die deutschen Standorte, sondern mit Diehl Controls Polska jetzt erstmals eine polnische Landesgesellschaft.

22 der Zertifizierten arbeiten seit mindestens neun Jahren mit dem audit. Sie durchliefen das schlanke Dialogverfahren, in dem sie sich auf das Optimierungspotenzial in einzelnen ausgesuchten Bereichen ihrer Vereinbarkeitspolitik konzentrieren. Das nach erfolgreichem Dialogverfahren erteilte Zertifikat hat einen dauerhaften Charakter. Zur Sicherung der Qualität ist es alle drei Jahre mit einem erneuten Dialogverfahren zu bestätigen. 13 Arbeitgeber (fünf Unternehmen, sieben Institutionen und eine Hochschule) erhielten nach dem Dialogverfahren zum inzwischen vierten Mal das Zertifikat und acht (drei Unternehmen, drei Institutionen und zwei Hochschulen) zum fünften Mal. Zum sechsten Mal zertifiziert ist die Weleda AG, die sich damit seit etwa 15 Jahren mit dem audit berufundfamilie für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik engagiert.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. www.berufundfamilie.de

 

 

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  • Internationalisierung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik

Mit Diehl Controls Polska erhielt jetzt erstmals eine polnische Landesgesellschaft das Zertifikat zum audit berufundfamilie. Seit dem 15. März 2019 ist der Standort des Technologiekonzerns für drei Jahre berechtigt, das Zertifikat, das als Qualitätssiegel einer strategisch angelegten familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik gilt, zu tragen. Vorausgegangen war die erfolgreiche Re-Auditierung von Diehl Controls, in die die Auditierung von Diehl Controls Polska integriert wurde.

Motor der Einbeziehung von Diehl Controls Polska ist die Fokussierung auf die Internationalisierung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Die deutsche Mutter Diehl Controls wurde – unter dem Dach der Diehl AKO Stiftung & Co. KG – bereits 2012 zum ersten Mal nach dem audit zertifiziert. Die jetzige Zertifikatserteilung ist die dritte im dreijährigen Turnus.

Eine besondere Auszeichnung für den bedeutenden Hersteller von Steuerungs- und Regelsystemen, wie Bernhard Herz, Vice President Human Resources der Diehl AKO Stiftung & Co. KG, erläutert: „Im Rahmen unserer lebensphasenorientierten Personalstrategie tun wir unser Bestes unsere Mitarbeiter darin zu unterstützen, ihre privaten Herausforderungen bestmöglich mit unseren betrieblichen Anforderungen in Einklang zu bringen. Wir freuen uns sehr und sind auch ein bisschen stolz, dass wir nun auf europäischer Ebene in Polen den ersten nach dem audit berufundfamilie zertifizierten Standort haben. Diehl als Familienunternehmen nimmt hier eine wichtige Verantwortung wahr, um die demographischen Herausforderungen an den verschiedenen Standorten gut zu meistern.“ An Bernhard Herz berichtet die polnische Landesgesellschaft regelmäßig über Entwicklungen bzgl. der betrieblichen Vereinbarkeitspolitik. Für die Realisierung der Aufgaben ist die Personalabteilung in Polen verantwortlich.

Insgesamt 1.800 Beschäftigte können an den zertifizierten Standorten von den Angeboten profitieren. 650 sind in Deutschland (Wangen (Stammsitz) und Nürnberg) und 1.150 in Polen tätig. Dr. Michael Fillié, der beratende Auditor der berufundfamilie, berichtet über die aktuelle Internationalisierung der Auditierung: „Die Bedarfe der polnischen Beschäftigten sind erstaunlich nah dran an den Bedarfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland. Ich denke, eine Erweiterung der Auditierung auf einen anderen deutschen Standort hätte sich – bis auf die Sprache und gewisse andere gesetzliche Rahmenbedingungen – nicht signifikant von der Auditierung der polnischen Landesgesellschaft unterschieden. Das ist auch ein Beleg dafür, dass sich das Instrument audit berufundfamilie sehr gut für eine Internationalisierung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik eignet – so lange die konkreten Bedarfe über die angemessene Partizipation gehoben und berücksichtigt werden.“

Zu den zahlreichen familien- und lebensphasenbewussten Angeboten, die bereits an den deutschen Standorten eingeführt sind, zählen Modelle zur Arbeitszeitflexibilisierung wie die Einführung von Vertrauensarbeitszeit (als Wahlmöglichkeit für außertariflich Beschäftigte). Zudem gibt es einen Infoservice für Pflege und Kinderbetreuung sowie die „tip.top.tage“ – ein Angebot zur Ferienbetreuung Kindern der Beschäftigten, für die die Diehl AKO Stiftung & Co. KG 2012 mit dem HR Excellence Award ausgezeichnet wurde.

Im Sinne der angestrebten Internationalisierung der Vereinbarkeitspolitik soll in den kommenden Jahren eine digitale Plattform für den internationalen Austausch zu Beruf-und-Familie-Lösungen bzw. Best Practice geschaffen werden.

Zukünftig sollen in Polen u.a. die Regelungen zur familien- und lebensphasenbewussten Urlaubsplanung weiterentwickelt und die Regelungen zum Home-Office evaluiert werden. Das Thema Kinderbetreuung wird an den polnischen Standorten intensiv verfolgt. Zudem steht ein neues Schichtsystem mit familienbewussten Aspekten auf der Aufgabenliste, die in den kommenden drei Jahren – der Laufzeit des Zertifikats – zu bearbeiten ist.

Das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule ist das zentrale Angebot der berufundfamilie Service GmbH und beruht auf einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Als strategisches Managementinstrument unterstützt das audit Arbeitgeber darin, die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen nachhaltig zu gestalten. Zertifikate zum audit berufundfamilie wurden erstmals 1999 vergeben. Das audit familiengerechte hochschule wird seit 2002 angeboten. Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit. www.berufundfamilie.de

 

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  • Vorstudie des Campus M21 (Nürnberg) im Auftrag der berufundfamilie gibt erstmals Aufschluss über Vereinbarkeitswünsche der Generation Z in den wesentlichen personalpolitischen Handlungsfelder

Die Vorstudie „Generation Z und ihre Erwartungen an die zukünftige Arbeitswelt“ nimmt erstmals die Vereinbarkeitswünsche der Generation Z hinsichtlich der wesentlichen personalpolitischen Handlungsfelder in den Blick: Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation, Führung, Personalentwicklung, finanzielle Zusatzleistungen sowie Serviceleistungen. Die Ergebnisse der Vorstudie basieren auf 42 Tiefeninterviews (qualitative Untersuchung) und der anschließenden Online-Befragung von 177 Studierenden im Alter zwischen 18 und 22 Jahren. Durchgeführt wurde die Untersuchung zwischen Februar und März 2018 durch den Campus M21 (Nürnberg) – auf Initiative der berufundfamilie Service GmbH.

Feste Rahmenbedingungen gewünscht

Die große Mehrheit der Vertreter*innen der GenZ (58 %) bevorzugt eine wöchentliche Arbeitszeit von 36 bis 40 Stunden. Das korreliert mit den Vorstellungen bzgl. des Bruttogehaltswunsches bei Berufseinstieg: Mehr als 2/3 der Befragten wünschen sich ein Bruttojahresgehalt zwischen 30.000 und 50.000 EUR (26 % erwarten 35.001 – 40.000 EUR, 23 % 30.000 – 35.000 EUR und weitere 21 % 40.001 – 50.000 EUR). Die auch als Digital Natives bezeichneten Befragten sind aber durchaus bereit, mehr bzw. länger zu arbeiten; nämlich ganz pragmatisch besonders dann, wenn es Projekte erfordern (92 %), wenn daraus bessere Karrierechancen erwachsen (91 %) oder Gehaltszulagen (91 %) zu erwarten sind (Mehrfachnennungen möglich).

Gleichzeitig ist es der Generation Z (71 %) wichtig, dass sie sich ihre Arbeitszeit flexibel einteilen kann. Im Sinne der Entgrenzung sind aber feste Rahmenbedingungen dafür ebenso essenziell für sie. Flexibilisierung soll dabei ganz eindeutig der Optimierung der persönlichen Arbeitswelt dienen.

Den Arbeitsort flexibel wählen zu können, zählt zwar auch für die GenZ zu einem Auswahlkriterium ihres Arbeitgebers. Vor allem ist aber die Arbeit im Unternehmen/ Betrieb beliebt (98 % Zustimmung). 40 % der Vertreter*innen der GenZ nehmen eine einfache Fahrzeit zur Arbeitsstätte von maximal 45 Minuten in Kauf. Weitere 24 % würden sich sogar auf maximal 60 Minuten einlassen. Das Home-Office kommt bei der Arbeitsortwahl auf den zweiten Rang (60 % Zustimmung), gefolgt von Co-Working Spaces (43 % Zustimmung). Öffentliche Orte wie Cafés werden hingegen nicht als ideale Arbeitsorte betrachtet. Als Gründe werden Störung von Konzentration, aber auch Datenschutzbedenken bzw. mangelnde Netzsicherheit im öffentlichen Raum genannt.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, stellt fest: „Die Vorstudie gibt Arbeitgebern wichtige Hinweise im Umgang mit der Nachwuchsgeneration: Die Generation Z wünscht sich hinsichtlich der Arbeitsorganisation feste Strukturen, die sich nicht nur positiv auf die Arbeitsweise und -ergebnisse auswirken, sondern auch eine Abgrenzung zum Privatleben ermöglichen sollen. Die Generation Z ist demnach – anders als in anderen Untersuchungen skizziert – absolut leistungsbereit. Gleichzeitig ist Familienbewusstsein für sie ein Entscheidungskriterium bei der Arbeitgeberwahl. Sie hat aus den „Fehlern“ ihrer Vorgängergenerationen gelernt. Ich würde die Generation Z daher auch als Generation Arbeitswelt-Optimierer bezeichnen.“

Von Angesicht zu Angesicht

Die GenZ bevorzugt die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht (100 % Zustimmung). Das gilt für die Teamarbeit – auf die die junge Generation viel Wert legt – genauso wie für den Austausch mit dem Vorgesetzten. Auf der Skala der gewünschten Kommunikationskanäle steht nach dem persönlichen Austausch der telefonische Kontakt – sowohl Festnetz als auch Handy – (88 % Zustimmung) und dann der Austausch via E-Mail (71 % Zustimmung). Kanäle wie Messenger (WhatsApp) werden hingegen als beruflicher Kommunikationskanal weniger gewünscht – wohlmöglich, weil nicht jeder Beschäftigte über ein Diensthandy verfügt und die Nutzung privater Geräte für den Job eher kritisch gesehen wird.

Karriere nicht um jeden Preis

Insgesamt 48 % der GenZ-Vertreter*innen wäre mit einer niedrigen bzw. mittleren Führungsebene zufrieden. 14 % haben noch keine Vorstellung, während 37 % eine obere Führungsposition anstreben. Für eine Karriere möchte die Generation Z in Fort-/ Weiterbildung investieren (100 % Zustimmung) und kann sich vorstellen, einen Umzug (64 % Zustimmung) wagen. Erst an dritter Stelle steht der Verzicht auf Freizeit (62 % Zustimmung) und an vierter die Bereitschaft, die Familiengründung zu verschieben (49 % Zustimmung). Familie ist also ein großes Thema. So bezeichnen sich 83 % als „Familienmensch“. Dabei schließen sich für 74 % der Befragten Karriere und Familiengründung nicht aus. Eben deshalb dürfte ihr die Möglichkeit, Karriere in Teilzeit zu realisieren, auch besonders wichtig sein (67 %).

Großunternehmen locken übrigens nur etwa ein Viertel der Befragten; KMUs liegen zusammengefasst mit 49 % ganz oben auf der Wunscharbeitgeberliste.

Familienbewusstsein ist Entscheidungskriterium bei der Arbeitgeberwahl

Die Generation Z scheint eine gesundheitsbewusste Generation zu sein. Gesundheitsförderung ist mit 87 % Zustimmung bei den Zusatzleistungen am wichtigsten, gefolgt von monetären Zuwendungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Bei den gesundheitsfördernden Maßnahmen ist besonders das im Betrieb kostenfrei zur Verfügung gestellte Obst wichtig (81 % Zustimmung), danach die ergonomische Ausstattung (77 % Zustimmung) und Kooperationen mit Fitnessstudios (53 % Zustimmung). Willkommen ist bei 46 % auch der Betriebsarzt.

Die GenZ erwartet von einem Arbeitgeber Familienbewusstsein (73 %). Entsprechend wird ein Großteil der Vertreter*innen der Generation Z über Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Vorstellungsgesprächen verhandeln (60 % Zustimmung) – noch vor der Höhe des Gehalts (56 % Zustimmung) und vor Zusatzleistungen (34 % Zustimmung). Trotz des jungen Alters hat die GenZ das Thema Pflege auf dem Schirm. Bei der Frage, in welcher Situation sie sich vorstellen könnten, von Vollzeit in Teilzeit zu wechseln, wurde die Pflege von Familienmitgliedern (79 % Zustimmung) – vor Kinderbetreuung (71 % Zustimmung) und finanzieller Unabhängigkeit (66 % Zustimmung) – genannt. Immerhin ein Drittel der Digital Natives (33 % Zustimmung) würden ihre Arbeitszeit zugunsten von Freizeit reduzieren wollen.

Sicherheit ist allerdings ein wesentlicher Faktor: Für ihr zukünftiges Berufsleben findet die GenZ angemessenes Gehalt (99 % Zustimmung) besonders wichtig, gefolgt von einem sicheren Arbeitsplatz (94 % Zustimmung) und dann bereits eine ausgewogene Work-Life-Balance (88 % Zustimmung).

Bisherige Untersuchungen zum Stellenwert von Arbeitgebersiegeln finden in dem Punkt Bestätigung, dass ein Zertifikat für einen speziellen Themenbereich auf Interesse stößt. So wünschen sich 50 % der Generationn Z, dass ihr zukünftiger Arbeitgeber in Bezug auf Vereinbarkeit zertifiziert ist.

Vertiefende Studie in Arbeit

Die Fortführung der Untersuchungen ist in einer vertiefenden quantitativen Studie fest eingeplant. Die beiden wissenschaftlichen Projektverantwortlichen Dr. Brigitte Waffenschmidt (Studienbereichsleiterin Wirtschafts- und Werbepsychologie) und Dr. Georg Puchner (Stellvertretender akademischer Leiter am Campus M21 in Nürnberg), zu der anstehenden Vertiefung der Studie: „Die Vorstudie hatte zum einen das Ziel, das Befragungsdesign hinsichtlich unterschiedlicher wissenschaftlicher Gütekriterien zu überprüfen, lieferte andererseits aber auch oben dargestellte erste Trendaussagen in der Zielgruppe junger Studierender. In einer weiterführenden quantitativen Studie wollen wir nun in diesem Jahr aber auch repräsentative Aussagen zu den wesentlichen Themenbereichen in verschiedenen Zielgruppensegmenten der Generation Z generieren.“


Ab sofort steht das WhitePaper zur Vorstudie zum Download zu Verfügung unter: https://bit.ly/2V7evmJ


Hintergrund: Die Vorstudie „Zukünftige Arbeitswelt der Generation Z – und die Rolle der Vereinbarkeit“ ist eine Mix-Method-Studie, die als Semesterarbeit von Studierenden des Studiengangs Wirtschafts- und Werbepsychologie am Campus M21 in Nürnberg durchgeführt wurde. Die qualitativen Tiefeninterviews wurden auf Grundlage eines Moderationsleitfadens geführt. Nach der Durchführung und Auswertung von 42 Tiefeninterviews, wurden drei Vergleichsstudien herangezogen, um die Entstandenen Hypothesen zu überprüfen. Als Studien dienten die Shell Studie „Jugend 2017“, die Studie „Generation Spaß adé, hier kommen die Realisten“ von Haufe und „Erwartungen der Generation Z an die Unternehmen“ von der PFH. Beim Auftreten von Divergenzen zwischen den Aussagen, wurden diese wiederum mit in den quantitativen Fragebogen aufgenommen, um so die Hypothesen zu überprüfen. Anschließend wurde der quantitative Fragebogen als Online-Umfrage per Link an alle Campus M21-Studierenden (in München und Nürnberg) gesendet ausgewertet (n=177).

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

Der Campus M21 in München und Nürnberg ist ein innovativer und praxisnaher Hochschul-Campus mit 1000 Studierenden mit Studiengängen im Bereich Business Management und Angewandte Medien mit dem Ziel des Staatlichen Bachelor of Arts und Master of Science. www.campusm21.de

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  • Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben liefert Blaupause für das erfolgreiche Management von Vielfalt in Organisationen
  • berufundfamilie mit neuen vielfältigen Projekte und Angeboten

Unter dem Jahresmotto „Vielfalt voraus – auf Kurs mit fortschrittlichem Personalmanagement“ präsentiert die berufundfamilie Service GmbH ein neues umfassenderes Verständnis von Vielfalt – und neue Angebote. Denn: Das von ihr seit über 20 Jahren angebotene audit berufundfamilie, das unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey steht und dessen Zertifikat als Qualitätssiegel einer strategisch ausgerichteten familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik gilt, eröffnet Möglichkeiten eines integrativen Managements.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, erläutert: „Vielfalt und Vereinbarkeit – das geht weit über das klassische Verständnis von Diversity Management hinaus. Es umfasst Genderfragen und Generationenmanagement genauso wie die Auseinandersetzung mit Inklusion und Herkunft. Aber mehr noch: In unserem Verständnis von Vielfalt werden diese Aspekte mit denen für die Vereinbarkeit entscheidenden Parameter Lebensphasen, Lebensumstände und Lebensentwürfe der Beschäftigten kombiniert. Arbeitgeber, die die Vielfalt ihrer Beschäftigten für die Gestaltung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik bewusst einsetzen, eröffnen sich nicht nur thematisch neue Horizonte. Sie erhalten frischen Wind für ihre Vereinbarkeitssegel und können anderen Arbeitgebern im Wettbewerb um Fachkräfte einige Seemeilen voraus sein. Vielfalt umfassender definiert wird so zu einem neuen strategischen Treiber der Organisation.“

Um sich zielführend mit Vielfalt beschäftigen zu können, müssen Arbeitgeber im Hinblick sowohl auf den strukturellen Rahmen als auch auf die Kultur oft neue Wege gehen. Einen Ansatz dafür bietet das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule. Maßnahmen zur Unterstützung einer besseren Vereinbarkeit – etwa zur Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen und zur Entwicklung einer familienbewussten Führungsorganisation und Unternehmenskultur – können auch in anderen Bereichen genutzt werden, z.B. im Gesundheitsmanagement, bei der Inklusion, beim Umgang mit kultureller Vielfalt und auch bei der Digitalisierung der Arbeitswelt.

Sowohl Inklusion und Integration werden damit zu Leitgedanken der Vereinbarkeit. Das bedeutet: Die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ist in der Lage, Vielfalt abzubilden und Umgang mit den verschiedenartigen Bedarfen der diversen Zielgruppen zu finden.

Neue Vielfalt der Projekte und Angebote

Unter dem Dach „Vielfalt voraus“ verfolgt die berufundfamilie in 2019 verstärkt einzelne Vielfaltsaspekte: So wird sie weitere Pilotprojekte zum neuen Format zum inklusiven audit berufundfamilie durchführen, um ihre Expertise in der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik für Werkstätten für behinderte Menschen zu schärfen. Nach einer Vorstudie zur zukünftigen Arbeitswelt der Generation Z und der Rolle der Vereinbarkeit in 2018, folgt jetzt ein Roll-out der Untersuchung in Form einer repräsentativen Studie. Die Ergebnisse sind noch in 2019 zu erwarten.

Gemeinsam mit der GIZ führt sie derzeit eine Befragung von Arbeitgebern zur Steigerung der Attraktivität von Entsendungen der Beschäftigten ins Ausland durch. Denn die Vielfalt von Belegschaften spiegelt sich auch in dem Thema Internationalität und Internationalisierung wider. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung der familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik wird aktuell auch erstmals die Niederlassung eines deutschen Unternehmens in Polen in die Auditierung mit einbezogen.

Vielfältiger wird die Themenwelt der Vereinbarkeit zudem durch neue Schwerpunktlegungen im Auditverfahren. In der Entwicklung befinden sich die Möglichkeiten einer Vertiefung des audit in den Bereichen Vielfalt und Gesundheit. Hiermit wird der zunehmenden Bedeutung von Diversity und des betrieblichen Gesundheitsmanagements besondere Rechnung getragen.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und Think Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit ist das strategische Managementinstrument, welches Arbeitgeber dazu nutzen, ihre Personalpolitik familien- und lebensphasenbewusst aufzustellen und ihre Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. www.berufundfamilie.de

 

 

Artikel Fachmedien (Beispiele)

(Überschrift und Auszug)
Mehrheit der Arbeitnehmer wünsch sich Work-Life-Balance
... "Bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber ist für die Mehrheit der Arbeitnehmer die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben entscheidend - und zwar nahezu unabhängig von Familienstand, Berufsbildung und Alter. ..."
managerSeminare, ET: April 2020

 


Beruf und Familie: Immer ein Spagat
Ärzteblatt.de, ET: 19.03.2020

       Link aus März 2020

 


Karriere contra Lebensplanung : Lust auf Leben neben der Arbeit
LebensmittelZeitung.net, ET: 21.02.2020

       Link aus Februar 2020

 


Vereinbarkeit: Strategisch angelegt, eine Wunderwaffe
TrendReport.de, ET: 02.12.2019

       Link aus Dezember 2019

 


Chef, ich mach mal kurz die Wäsche
be.invalue.de/ Versicherungswirtschaft, ET: 01.10.2019

       Link aus Oktober 2019

 


Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben - Blaupause für das erfolgreiche Management von Vielfalt
OEM & Lieferant, Ausgabe 2/2019

       Link aus August 2019

 


Zeugnis setzt Zeichen
SparkassenZeitung.de, ET: 06.08.2019

       Link aus August 2019

 


Work-Life-Balance – eine Herausforderung für Ärztinnen mit familiären Verpflichtungen?
Ärztinnenblatt für Sachsen (auch online), Ausgabe 8/2019

       Link aus August 2019

 

 

Artikel Publikumsmedien (Beispiele)


Familie und Beruf flexibel managen
abi.de

       Link vom 02.04.2020

 

(Überschrift und Auszug)
Mehrheit der Arbeitnehmer wünsch sich Work-Life-Balance
... "Aufgrund des demografischen Wandels ist für einige Arbeitgeber das Thema Pflege der Eltern brisanter als die Kinderbetreuung", sagt Oliver Schmitz vom Dienstleister "Beruf und Familie", der regelmäßig besonders familienfreundliche Arbeitgeber in Deutschland auszeichnet. ..."
Handelsblatt, ET: 21.02.2020

 


Repräsentative Umfrage belegt: Auch 'jung, ledig, ohne Kind' sucht Vereinbarkeit
WAZ.de

       Link vom 11.02.2020

 


Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Schaffen es Männer, Job und Kindern gerecht zu werden?
Spiegel.de

       Link vom 07.05.2019

 


Väter in Elternzeit: "Ich wollte gar nicht raus aus dem Job"
Spiegel.de

       Link vom 26.03.2019

 

 

Podcast-Beiträge (Beispiele)


Vereinbarkeits-Talk: „Corona und Vereinbarkeit: Stark in und nach der Krise“ – mit Oliver Schmitz, berufundfamilie
Soundcloud.com

       Link vom 02.04.2020

 


Vereinbarkeits-Talk: Kinder-Ferienbetreuung: Arbeitgeber-Support, wo Qualität oft ein Mangel ist – mit Björn Wind, voiio
Soundcloud.com

       Link vom 19.03.2020

 


Drei Väter - ein Podcast #5 - Die Vereinbarkeit: Zwischen Familie und Beruf
Soundcloud.com

       Link vom 07.05.2019

 

 


 

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